ROUNDUP 3 Nach Triebwerksschaden droht vielen Boeing-Jets Flugverbot

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.02.2021, 17:50  |  346   |   |   

(neu: Flugverbot in Großbritannien, Statement Pratt & Whitney, Aktienreaktion, Hintergrund)

CHICAGO/WASHINGTON/TOKIO (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für den Flugzeughersteller Boeing und den Antriebsbauer Pratt & Whitney: Nach einem Triebwerksausfall an einer Boeing 777 nahe Denver droht zig Großraumjets dieses Typs ein Flugverbot. In Japan und Großbritannien dürfen die Maschinen mit diesem Antrieb von Pratt & Whitney vorerst nicht mehr verkehren. Die US-Luftfahrtbehörde FAA kündigte eine entsprechende Notfall-Richtlinie an. "Dies wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden müssen", sagte FAA-Chef Steve Dickson am Sonntag (Ortszeit).

An der Börse zogen die Nachrichten am Montag vor allem den Aktienkurs des Mutterkonzerns von Pratt & Whitney, Raytheon Technologies , in Mitleidenschaft. Nach anfänglich stärkeren Verlusten lag die Aktie in New York zuletzt noch mit rund einem Prozent im Minus. Die Boeing-Papiere legten zuletzt um rund ein Prozent zu.

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Am Samstag waren nach einem Triebwerkausfall große Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines (UA) in der Nähe von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt. Ein von einem Passagier gedrehtes Video zeigt, wie Flammen während des Fluges aus dem rechten Triebwerk schlugen. Die Verkleidung war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Tiefe gestürzt.

Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk kurz nach dem Start ausgefallen. Die Maschine landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Internationalen Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte - weder an Bord noch am Boden. Die Maschine war auf dem Weg von Denver in die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.

Boeing empfahl den Fluggesellschaften, die weltweit 128 Flugzeuge mit Triebwerken des Typs PW-4000-112 von Pratt & Whitney vorerst am Boden zu lassen. Dies gelte, so lange die Untersuchung der US-Unfallermittlungsbehörde NTSB laufe und bis die FAA die nötigen Regeln für eine Inspektion der Antriebe erstellt habe. Derzeit seien 69 der Maschinen in Betrieb und 59 eingelagert.

Der Großraumjet Boeing 777 wird seit den 1990er Jahren gebaut. Die Käufer hatten sich beim Kauf zwischen drei verschiedenen Antriebstypen entscheiden können. An dem Antrieb von Pratt & Whitney ist auch der Münchner Triebwerksbauer MTU beteiligt. Viele Maschinen der Reihe sind allerdings mit den Konkurrenz-Triebwerken von General Electric oder Rolls-Royce bestückt. Diese sind vom jetzigen Problemen nicht betroffen.


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