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ROUNDUP 2 BMW bleibt vorsichtig - Bestätigt Margenprognose am oberen Ende

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.05.2021, 10:37  |  125   |   |   

(neu: Aktienkurs, Analystenstimme, weitere Details)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW wird angesichts der Risiken im Umfeld nur vorsichtig zuversichtlicher. Der Dax -Konzern hält trotz eines Gewinnsprungs im ersten Quartal an seiner Jahresprognose fest, rechnet im Autogeschäft aber nun immerhin mit dem Erreichen des oberen Endes bei der angepeilten Gewinnmarge. Für den Vorstand um Chef Oliver Zipse bleiben viele Unwägbarkeiten im Jahresverlauf - unter anderem die Pandemie, aber auch höhere Rohstoffkosten. Das trübt die ansonsten erwartete positive Geschäftsentwicklung, die sich auch zu Jahresanfang schon gezeigt hatte.

Die BMW-Stammaktie trat am Freitagvormittag in einem stärkeren deutschen Leitindex bei 83,37 Euro auf der Stelle. Rivale Daimler hatte nach dem guten Lauf in den ersten drei Monaten für die Pkw- und Vansparte Mercedes-Benz die Gewinnaussichten deutlich hochgeschraubt, auch der VW-Konzern hob seine Erwartungen an die Profitabilität dank der Erholung der Branche an. Goldman-Sachs-Analyst George Galliers sah in der im Grundsatz bestätigten Prognose eine mögliche Enttäuschung für Anleger - allerdings lägen die Markterwartungen bisher auch nur in dem Rahmen der Bandbreite fürs Jahr. Er selbst ist allerdings etwas optimistischer.

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Auch bei BMW sahen die ersten drei Monate bedeutend besser aus als 2020, als vor allem in China der Covid-19-Ausbruch das Wirtschaftsleben nahezu lahmlegte und ab März auch Europa und Nordamerika erfasste. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal mit fast 637 000 Fahrzeugen aller Marken weltweit rund ein Drittel mehr. Bei der gewinnträchtigen Stammmarke BMW war der Zuwachs sogar noch ein wenig stärker.

In China verdoppelte sich die Zahl der verkauften BMWs und Minis nahezu auf rund 230 000 Autos. In der Volksrepublik brummt vor allem das Geschäft mit teureren Premiumautos schon seit geraumer Zeit wieder. Auch die Preise sind wegen teils langer Lieferzeiten vorteilhaft für die Unternehmen. Bei Elektroantrieben und Plug-in-Hybriden steigerte BMW den Verkauf auf gut 70 000 Autos - gut doppelt so viel wie vor einem Jahr. Zusätzlich zum seit Jahren verkauften Elektrokleinwagen i3 und dem Elektro-SUV iX3 bringt BMW dieses Jahr noch das größere SUV-Elektroflaggschiff iX und den sportlicheren i4 auf den Markt - das soll die Verkaufszahlen weiter anheizen. Der Verkauf vollelektrischer Fahrzeuge soll schließlich bis 2025 jährlich im Schnitt um mehr als die Hälfte zulegen.

Der Konzernumsatz kletterte zwischen Januar und März im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. Der Gewinn unterm Strich verfünffachte sich nahezu im Vergleich mit dem coronabedingt schwachen Vorjahreszeitraum auf 2,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Nach dem Jahresstart peilen die Münchener im wichtigen Autogeschäft bei der Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern nun einen Wert am oberen Ende der fürs Jahr anvisierten Spanne von 6 bis 8 Prozent an, wie es weiter hieß. Der Konzern hatte bereits vorläufige Zahlen vorgelegt. Im ersten Quartal war die operative Marge wie bereits bekannt von 1,3 auf 9,8 Prozent gestiegen. Beim Absatz von Autos geht Zipse weiter von einem soliden Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau von 2,3 Millionen Fahrzeugen aus, was bei BMW ein Plus von 5 bis 10 Prozent bedeutet.

Im weiteren Jahresverlauf sei weiter mit anhaltender Volatilität zu rechnen, erläuterte das Management um Zipse seine Vorsicht. So geht BMW zwar mit fortschreitenden Impfungen von weniger Störfaktoren durch die Corona-Pandemie aus, sorgt sich aber dennoch um negative Auswirkungen und erwartet darüber hinaus weitere Belastungen durch höhere Rohstoffpreise.

Beim in der Branche vieldiskutierten aktuellen Chipliefermangel war BMW bisher glimpflich davongekommen, zuletzt standen aber auch in Oxford und Regensburg für ein paar Tage die Bänder still. Zipse rechnet damit, dass Nachfrage und Angebot spätestens in zwei Jahren wieder ein Gleichgewicht finden, wie er am Vortag der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte./men/fba


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