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Wirtschaft DIW erwartet Verbesserung der deutsch-griechischen Beziehungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet durch den bevorstehenden Regierungswechsel mit einer Verbesserung der deutsch-griechischen Beziehungen. Das sagte DIW-Vorstandsmitglied Alexander Kritikos dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben) mit Blick auf Merkels Reise nach Griechenland an diesem Donnerstag und Freitag.

"Angela Merkels Abschiedsbesuch in Athen ist ein wichtiges Signal dafür, dass die vergangenen, doch sehr schwierigen Jahre mit der wirtschaftlichen Krise in Griechenland nun als halbwegs erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden können", so Kritikos, der selbst griechische Wurzeln hat. Merkel habe es versäumt, sich in den Rettungspaketen für eine Investitionsoffensive einzusetzen. "Die Folge: Die Troika scheiterte und die griechische Wirtschaft stagnierte lange Zeit, anstatt sich zu erholen." Auch im Türkei-Griechenland-Konflikt habe sie sich bei der griechischen Bevölkerung nicht beliebter gemacht, als sie sich etwa nicht schützend vor das EU-Land gestellt habe.

"Da ist erneut eine große Distanz sichtbar geworden." Der voraussichtliche künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sollte Versuche unternehmen, um den bilateralen Austausch zu stärken. "Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Schritte in Richtung gemeinsame Investitionen in Griechenland im Energie- und IT-Bereich fortgesetzt und intensiviert werden", sagte Kritikos dem RND. "Da ist definitiv noch Luft nach oben."



1 Kommentare
Nachrichtenagentur: Redaktion dts
28.10.2021, 00:00  |  124   |   |   

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Kommentare

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28.10.21 00:41:30
Klar sagen sie das, denn das was seit der "Rettung" passierte, ist ein einzige, weitere Bankrotterklärung, mit Ausnahme der Sparguthaben der Griechen. Man darf gespannt sein was mit den unseren passiert, wenn wir auch final abgewirtscgaftet haben.

Top-Ökonom Vamvoukas: Das Geld ist für immer weg!!
Offizielle!!! Kosten der Griechen-Rettung für die EU: 278 Milliarden Euro.

80 Milliarden davon kamen aus Deutschland. Das meiste davon: für immer!!!! weg. Sagt Griechenlands Top-Ökonom George Vamvoukas (66) von der Uni Athen.
Aber: Vamvoukas nennt andere Zahlen als die offizielle EU-Statistik: „Die EU hat insgesamt mehr als 600 Milliarden Euro ausgegeben.“ Also: mehr als Doppelte! Deutschlands Anteil?!!!!! „170 Milliarden Euro.

Vamvoukas: „In der ehrlichen!!!! ( Aber wer kann schon Ehrlichkeit erwarten? Selbst der Dümmste wird sich an den Kopf langen. Aber das Bürgergeld, auch auf Punp, wird in Deutschland die Gemüter für ein paar Jahre ebens beruhigen, wie die "sichere" Rente eines Blüm un das "whatever it takes eine Draghi - besser who ever it pays?!!!)
Rechnung sind auch die Gelder enthalten, die für die Rettung der griechischen Banken überwiesen wurden. Die gehören aber zur Wahrheit dazu. Ebenso die bei den beiden Schuldenschnitten erlassenen Schulden. Die kann man aus einer Rechnung nicht einfach streichen.“
► Auch sonst hat Vamvoukas kaum gute Nachrichten: „Im Jahr 2009 betrug die öffentliche Verschuldung Griechenlands 298,5 Milliarden Euro oder 125,6 Prozent der Wirtschaftsleistung.

2021 wird die griechische Staatsverschuldung auf 389 Milliarden Euro oder 222,3 Prozent!!! des BIP geschätzt.“
Dem Land sei Zeit gekauft worden, die Spareinlagen der meisten Griechen seien geschützt worden. (Hurra ;-)!!!
Nur müssten die richtigen Konsequenzen gezogen werden. Doch daran hapere es!!!! (wie immer und überall!!!)
Die Wirtschaft sei nicht nennenswert umgebaut worden. Außer Tourismus habe Griechenland kein echtes Wirtschaftsmodell.
Die Investitionsquote liege mit 13 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt deutlich unter EU-Durchschnitt (21 Prozent), der Exportanteil beträgt 35 Prozent (EU: 45 Prozent). Sollte sich die Wirtschaftspolitik nicht ändern und der Staat nicht mehr in Infrastruktur investieren, so Vamvoukas, werde sich auch die Staatsverschuldung nicht ändern. Im Gegenteil.
► Die Wirtschaftsdaten des Top-Ökonomen sind auch nicht top: „Im Zeitraum von 2008 bis 2021 ist das reale BIP um 28,8 Prozent gesunken, von 250 Milliarden auf etwa 178 Milliarden Euro zum Ende dieses Jahres.“
„Anders als in den meisten EU-Staaten ist der Anstieg der Staatsverschuldung nicht zyklisch, also zeitweise. Hier ist er dauerhaft.“

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