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Crash-Klippen umschiffen Geht die Party trotz Inflation, Zinsen, Corona doch weiter? - Was uns Mut macht!

So richtig trüb sieht es nicht aus, wenn man unseren drei Top-Börsianern folgen will. Die Party liefe noch, aber richtig bullish für 2022 liest sich anders. Wo sich inmitten der Ungewissheit Aktien-Chancen verstecken.

Mit angezogener Handbremse, aber trotzdem optimistisch blicken drei von uns befragte Top-Börsianer auf 2022. "Nicht zu toll treiben" und "auf Sicht fahren" lautet die Devise der Marktteilnehmer am Anfang des Börsenjahres im Gefahrendreieck Inflation, Zinserhöhungen und Corona. Wie kommen wir Aktienanleger jetzt durch die Stürme?

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Klaus Brune, Chef der Platow Börse, setzt in diesem Jahr aufgrund der hohen Inflation auf Titel, die durch ihre Marktmacht ihre höheren Kosten stückweise weitergeben können. Die steigenden Zinsen könnten seiner Meinung nach Aktienunternehmen ausgleichen, auf die sich die steigenden Zinsen kaum auswirken. Brune bleibt in 2022 Aktien treu: "Durch niedrige, aber steigende Zinsen werden Aktien ihren Vorteil gegenüber Anleihen auch in diesem Jahr voll ausspielen können."

Hoffnung machen Klaus Brune die Unternehmensgewinne, die der Motor für die letzten Bullenjahre waren. Brunes Analysten-Mannschaft geht von einem Anstieg der Gewinne im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Im letzten Jahr gab es ein zweistelliges Plus. Laut Brune werden in diesem Jahr wieder die Unternehmenserlöse die Kurse befeuern, wenn auch nicht so spektakulär wie in der Vergangenheit.

Konkret nennt der Platow-Experte Titel die auf die Megatrends Demographie, Digitalisierung und De-Karbonisierung (drei D-Megatrends) setzen. "Das sind Gewinner in 2022", meint Klaus Brune. Dazu gesellten sich die Trends Nachhaltigkeit und Infrastruktur. Unterm Strich sollte man auf Aktien setzen, die auch ohne Extrageld der Zentralbanken laufen könnten: Firmen mit nachhaltigem Wachstum, geringer Verschuldung und mit Rückenwind durch die drei D-Megatrends.

Vontobel

Matthew Benkendorf, CIO Quality Growth Boutique bei Vontobel, sieht mehr „Volatilität und Ungewissheit“ und verweist auf bewährte Anleger-Tugenden: "Die starke Verfassung des Aktienmarkts lässt sich vor allem auf die Stimmungslage zurückführen, da die Anleger widersprüchliche Signale positiv interpretiert haben. Banken haben beispielsweise angesichts der Markterwartung einer steileren Renditekurve ein gutes Jahr verzeichnet. Das passt jedoch nicht zu den erhöhten Bewertungen vieler wachstumsstarker, unrentabler Unternehmen. Wir rechnen im Verlauf der Pandemie mit einem Anstieg der Volatilität und der Ungewissheit. Man sollte sich wieder auf die alte Weisheit, dass Investitionen Zeit und Geduld erfordern, besinnen, statt sich auf kurzfristige Ereignisse wie einen mit Spannung erwarteten Börsengang zu fokussieren. Es gibt derzeit viele kaum beachtete Szenarien. Die Party ist zwar noch im Gange, aber ich würde raten, es nicht zu toll zu treiben", mahnt der Vontobel-Manager.

FSG Financial Services

Ingmar Königshofen, wallstreet:online-Gastautor und Chef der FSG Financial Services Group, lenkt das Scheinwerferlicht auf die politischen Termine in den USA und wagt einen Blick in die DAX-Glaskugel: "Die Themen aus 2021 (u.a. Lieferengpässe, Inflation, Zinserhöhungen, Corona) werden uns zunächst auch im neuen Jahr 2022 begleiten. Hinzu kommt der Fakt, dass in diesem Jahr die Zwischenwahlen in den USA stattfinden. In diesen Jahren kommt es ab April bis in den Oktober hinein oftmals zu Korrekturen am Aktienmarkt. Es gibt also einige Faktoren, die für einen turbulenten Aktienmarkt sprechen könnten. Auf der anderen Seite kann es durch positive Nachrichten, z.B. einer Abschwächung der Corona-Pandemie, auch Überraschungsmomente geben und die Aktienmärkte weiter beflügeln. Daher erscheint es sinnvoll auf Sicht zu fahren und auf die aktuellen Marktbewegungen zu reagieren", erklärt Ingmar Königshofen.

Und was bedeutet das für den DAX? "Der DAX befindet sich weiterhin in der seit April vorherrschenden Seitwärtsrange. Sollte es jedoch zu einem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kommen, oder aber unter die Marke von 14.800 Punkte fallen, dann wäre ein Potenzial von ca. 1.000 Punkten gegeben. Nach oben, wie auch nach unten. Sollte sich auch das Sentiment weiter aufhellen, dann würde dies als Kontraindikator ebenfalls eine mögliche Korrektur anzeigen", schließt Königshofen.

Text: Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




12.01.2022, 16:08  |  7412   |   |   

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