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Wo Eigentum oft günstiger ist als Miete (FOTO)

Bonn (ots) - HWWI analysiert Kauf- und Mietpreise im Verhältnis zum regionalen
Einkommen

37 Landkreise und Städte bieten Käufer*innen einen Einkommensvorteil

Eigentümer geben einen geringen Teil des Einkommens für Wohnen aus als im
Vorjahr

Haushalte mussten 2023 im Durchschnitt über alle Regionen hinweg einen
geringeren Anteil ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufwenden als noch
ein Jahr zuvor. Dies gilt sowohl für Mieter*innen als auch für Käufer*innen von
Wohnungen. Wie hoch die Einkommensanteile genau sind, die jeweils in den 400
deutschen Regionen durchschnittlich für die Nettokaltmiete beziehungsweise die
anfängliche Kreditzahlung aufgebracht werden müssen, hat das Hamburgische
WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) für den Postbank Wohnatlas berechnet.

Eingeflossen sind auch regionale Unterschiede bei den Miet- und
Immobilienpreisen. Das HWWI hat den jeweiligen Einkommensanteil auf Basis der
durchschnittlichen regional verfügbaren Haushaltseinkommen für eine
70-Quadratmeter-Wohnung berechnet. Für den Fall eines Immobilienkaufs legte das
HWWI eine Kreditaufnahme von 80 Prozent des Preises inklusive Grunderwerbsteuern
und zwei Prozent Notargebühren zu einem Zinssatz von 3,5 Prozent und einer
Anfangstilgung von 2,5 Prozent zu Grunde. Nebenkosten für Makler oder Sanierung
sind nicht berücksichtigt.

Nach dieser Berechnung identifizierten die Fachleute 37 Regionen, in denen
Käufer*innen 2023 einen geringeren Anteil ihres Haushaltsnettoeinkommens für die
Finanzierung ausgeben mussten als für Miete.

Nach einer Faustformel sollten Privathaushalte nicht mehr als 30 Prozent des
verfügbaren Haushaltseinkommens fürs Wohnen aufwenden. Da dies auch die
gestiegenen Wohnnebenkosten einschließt, sollen sich Mieter*innen und
Käufer*innen bei Nettokaltmiete und Annuitätenzahlungen eher an der
25-Prozent-Linie orientieren. Mieter*innen bleiben im Durchschnitt über alle
Regionen 2023 weiterhin deutlich unter dieser Marke. Gegenüber dem Vorjahr sank
der durchschnittliche Einkommensanteil für die Nettomiete leicht von 14,4 auf
14,1 Prozent. Wesentlich stärker fiel die durchschnittliche Entlastung gegenüber
dem Vorjahr für Immobilienkäufer*innen aus. Während der Annuitätenanteil am
Einkommen über alle Regionen 2022 noch bei 24,5 Prozent lag, ist er 2023 um 5,1
Prozentpunkte auf 19,4 Prozent gesunken. Somit ist es für Eigentümer*innen in
vielen deutschen Gebieten einfacher geworden, unter der 25-Prozent-Marke zu
bleiben.

55 Prozent der deutschen Haushalte lebten 2023 laut Postbank Wohnatlas in einer
der 260 Regionen, in denen durchschnittlich weniger als 20 Prozent des
Haushaltseinkommens für die Finanzierung einer Eigentumswohnung ausgegeben
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Wo Eigentum oft günstiger ist als Miete (FOTO) HWWI analysiert Kauf- und Mietpreise im Verhältnis zum regionalen Einkommen 37 Landkreise und Städte bieten Käufer*innen einen Einkommensvorteil Eigentümer geben einen geringen Teil des Einkommens für Wohnen aus als im Vorjahr Haushalte mussten 2023 …