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DAX von Griechenland-Sorgen geplagt

Gastautor: Andreas Mueller
22.04.2010, 18:25  |  5604   |   |   
Asien tiefrot aber der DAX startet fest. Die Anzeichen von Stärke werden wenig später brutal durch News aus Griechenland zerstört. Dennoch gibt es Hoffnung.

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Ich erwarte, dass der DAX fällt...

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Der morgendliche Blick auf die asiatischen Handelsmärkte ließ nichts Gutes erwarten. Unter 11.000 Punkten schloss der Nikkei in Tokio mit einem Minus von 1,3 Prozent. Weniger starke Verluste waren in Hongkong zu verbuchen.

Dennoch konnte der DAX mit nur leichten Abschlägen in den Handel starten und diese innerhalb der ersten Stunde umgehend aufholen. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und Deutschland überraschten positiv und rechtfertigten weitere Käufe am Aktienmarkt. Dynamisch konnte in Folge dessen die Region des Vortageshochs bei 6.286 Punkten erreicht werden. Als Widerstand bot dieser Bereich allerdings dem Tagestrend Einhalt. Eine parallel dazu veröffentlichte Meldung zu den Staatsfinanzen von Griechenland schockte die Anleger. Anscheinend benötigt Griechenland noch mehr Kapital als bisher angenommen. Das Defizit soll am BIP gemessen bei 13,6 Prozent notieren. Eingepreist sind nur 12,9 Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr. Damit steigt das gesamte EU-Defizit öffentlicher Haushalte auf über 6 Prozent.

Innerhalb weniger Minuten wurde der DAX durch Verkaufsorders sehr massiv unter die Marke von 6.200 Punkten gedrückt. Ein Boden bildete sich erst am Vortagestief im Bereich von 6.180 heraus. Impulse von Seiten der US-Wirtschaftsdaten blieben aus. Die US-Erzeugerpreise stiegen um 0,7 Prozent und die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken leicht. Beide 14.30Uhr-Termine glichen sich somit per Saldo aus.

Im Zugwind dieser Vorgaben eröffnete der Dow Jones ebenso schwächer. Die um 16 Uhr veröffentlichten Verkäufe gebrauchter Häuser stiegen im März um 6,8 Prozent auf 5,35 Millionen (Erwartung 5,29 Millionen). Als Impuls hatte dies nur einen kurzen positiven Effekt. Die Abstufung des Ratings von Griechenland durch die Agentur Moody’s brachte die Tagesproblematik wieder in den Fokus der Anleger. Der DAX testete kurz die Marke von 6.140 Punkten, konnte sich jedoch zum Handelsende wieder leicht bis in den Mittags-Bereich erholen. Während der Dow Jones aktuell die Marke von 11.000 Punkten verteidigt, beendet der XETRA-Handel mit 6.168 Zählern seinen volatilen Handelstag.

Für den EUR/USD gab es nach der morgendlichen kurzen Erholung über 1,34 nur eine Richtung – südwärts! Die Verschärfung der Krise um Griechenlands Staatsfinanzen zehrt erneut an der Europäischen Einheitswährung und drückte den Kurs am Nachmittag bis auf 1,3258. Das ist der tiefste Stand seit April 2009. Aktuell vollzieht sich im Sog der Aktienmärkte eine leichte Gegenbewegung.

Daytrader hin und her gerissen

Nach einer Sichtung der täglich aufheiternden Grafik zum DAX von OTCB2008 war Ausgangssituation bereits geklärt: „Der DAX wird heute den Löwen zum Fraas vorgeworfen” bemerkte nicht nur r6fahrer. Seine Charts dazu vermittelten jedem Trader bereits vor Handelseröffnung einen guten Gesamtüberblick. Daran beteiligte sich ebenfalls areichel mit der Vorbereitung mehrerer Wendepunkte-Setups. Im Eurostoxx funktionierte dies am Vortag leider nicht, aber der neue Tag sollte noch bessere Gelegenheiten bieten.

Mit kurzem Hemd und in Shorts sicherte BurkhardtLoewenherz seine bestehende Position auf fallende DAX-Notierungen ab. Slay nahm seine manuell aus dem Markt und schon trieben prof19 und andimaus mit ihren Prognosen die Kurse erneut in die Höhe. Das GAP im DAX-Future war schnell geschlossen und ließ allen, die nur auf „Schnipp Schnapp” aus waren, wie beispielsweise elbono, die Piercing glühen. Auch HerrKoerper musste sich eingestehen: „So wird das nix mit den Millionen” denn er war punktgenau „Long am Tief” und erneut der Kraft der Gewinnmitnahmen erlegen. Für diese Fälle, sowie den ärgerlichsten Ausstopper des Tages von Bonehenge, gab es später immerhin einen überdimensionalen Keks zum Mittag.

Als nach einer kleinen Kauforgie bereits das Vortagshoch zum Greifen nahe war, lief eine entscheidende Nachricht über die Ticker: „andimaus short zu 6275 denn Griechenland braucht mehr von seinem Geld”. Ein kurzer Zucker erlebte der DAX noch, um mcgoofy‘s Stopp zu holen, und schon kam es auf breiter Front zu Abgabedruck. Akor74 musste leider seine schon auf 40 Punkt angewachsene Gewinnposition mit 0 (in Worten: NULL) Punkten Ausbeute verkaufen und sich sofort selbst schimpfen. Dies war so laut, dass revolt aufwachte und verträumt fragte: „wer von euch Dieben reitet den DAX rauf und runter?”. BurkhardtLoewenherz freute dies und auch dentman sowie NedRise konnten nach dieser starken Bewegung von fast einhundert Punkten schon Feierabend machen.
(Die 80 Gewinnpünktchen von andimaus lassen wir weg, sonst bettelt er wie FOSSILION nach einem Orden)

Der massive Rutsch weckte auch LBR und KaterCarloDAX auf. Leider zeigten sie heute keine „Alientrades” und auch keine Mähdrescher. andimaus musste also noch einmal ran und uns die 6.140 orakeln. Dies schien der Boden gewesen zu sein. JoeMo, mcgoofy und broadway61 griffen dort zumindest beherzt zu. Eigentlich müssten noch viel mehr Trader kaufen, um die euphorischen Kursziele von hexalzeit zu ermöglichen!

Zusammenfassend kann man nach dem heutigen sehr volatilen Handelstag nur Speedy79 zitieren: „Würde mal sagen die Leute mit engen Stopp Loss sind nun in beide Richtungen rausgeflogen.”.

Chart



Marktausblick und Termine

In das positive Fahrwasser der Börse lief erneut Verschmutzung ein. Der Tanker „MS Staatskasse Griechenland” ist bereits bekannt, nur die Füllmenge nicht. Es stellt sich für alle Badegäste die Frage: Kommt schnelle Rettung oder spült sich der Schmutz alleine wieder auf die hohe See hinaus? Der IWF-Chef sagte „Wir sind noch nicht über den Berg”. Heute wurde jedenfalls die erste panikartige Reaktion bereits nach einer Stunde gestoppt. Gelingt in den kommenden Handelstagen eine schnelle Erholung, sollte das Thema vollends eingepreist sein und wieder die aktuellen Quartalszahlen und volkswirtschaftliche Daten in den Fokus der Anleger rücken.

In diesem Zusammenhand sind der ifo-Geschäftsklimaindex für April am Freitag um 10.30 Uhr sowie die EU-Industrieaufträge um 11.00 Uhr zu nennen. Am Nachmittag werden um 14.30 Uhr die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter und die US-Hausverkäufe um 16.00 Uhr gemeldet.

Für Spannung vor dem Wochenende ist somit gesorgt. Ich wünsche dabei allen Händlern viel Erfolg und werde in dieser Zeit Deutschlands größte Finanzmesse „Invest” besichtigen.



Es gibt auch noch Eintrittskarten kostenlos

Euer Bernecker1977
(Andreas Mueller)


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