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Aktuelle Preisentwicklung unklar Mehrheit der Analysten glaubt nicht an neues Goldpreishoch innerhalb von 24 Monaten

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Gastautor: Björn Junker
09.09.2013, 13:51  |  2121   |   

Beobachter des Goldmarktes sind uneins, wie sich der Goldpreis diese Woche entwickeln wird. Anzeichen für einen Aufwärtstrend der US-Wirtschaft werden gegen den drohenden Militärschlag der USA gegen Syrien aufgewogen. Die Mehrheit der befragten Experten ist sich allerdings in der Ansicht einig, dass der Preis für das gelbe Metall in den kommenden 24 Monaten keinen neuen Höchststand ausbilden wird.

Dreizehn vom Nachrichtendienst Bloomberg befragte Analysten erwarten, dass der Goldpreis diese Woche zulegen kann, doch die gleiche Anzahl rechnet mit fallenden Preisen, während fünf Experten eher mit von einer neutralen Entwicklung ausgehen. Der Goldpreis ist von seinem Hoch Anfang September 2011 bei 1.921,15 USD pro Unze mittlerweile um 28% gefallen. Achtzehn der Befragten erklärten zudem, sie würden nicht davon ausgehen, dass der Goldpreis dieses Niveau in den kommenden zwei Jahren überschreiten wird, während elf Analysten mit einem neuen Goldpreisrekord rechnen.

2013 dürfte der Goldpreis auf Jahressicht seinen ersten Rückgang seit dreizehn Jahren verzeichnen, nachdem das Vertrauen in das gelbe Metall als Möglichkeit zur Vermögensbewahrung bei einigen Anlegern gesunken ist. Der Goldpreis hat sich mittlerweile allerdings auch wieder rund 17% von seinem 34-Monatstief aus dem Juni entfernt, da der Preisrückgang eine hohe Nachfrage nach physischem Gold (Barren, Münzen, Schmuck) ausgelöst hatte. Hinzu kommt die sich zuspitzende Situation in Bezug auf Syrien. Allerdings halten weiterhin Spekulationen, die US-Notenbank könnte schon diesen Monat beginnen, ihr geldpolitisches Programm zur Unterstützung der US-Wirtschaft reduzieren, den Goldpreis im Zaum. Damit würde die Attraktivität von Gold als Absicherung gegen Inflationstendenzen sinken.

2011 hatte der Goldpreis insbesondere auch Rekordniveau erreicht, da viele Anleger davon ausgingen, dass das beispiellose Gelddruckprogramm der Fed und anderer Zentralbanken die Währungen der Welt schwächen werde. Zwar ist die Bilanzsumme der US-Notenbank durch das QE3 genannte Programm seitdem um 28% gestiegen, doch gehörte Gold zu den Rohstoffen mit der schwächsten Performance, da die Verbraucherpreise entgegen den Erwartungen nicht anzogen.

Vergangenen Monat erreichte Gold dann allerdings wieder ein Dreimonatshoch und auch die „Wetten” der Hedge-Fonds auf einen Goldpreisanstieg kletterten auf den höchsten Wert seit Januar als US-Präsident Barack Obama erklärte, er wolle militärisch gegen das Regime von Syriens Präsident Assad vorgehen. Noch wartet der US-Präsident auf die Zustimmung des Parlaments für diesen Schritt. Eine Entscheidung könnte aber bereits kommende Woche fallen. Dann läuft ein Ultimatum der USA an Syrien aus seine Chemiewaffen abzugeben.

Hedge-Fonds und andere Großspekulanten haben in der Woche bis zum 27. August ihre Nettolongpositionen in Gold um 34% auf 97.902 Kontrakte erhöht, während die Wetten auf einen fallenden Goldpreis um 37% fielen. Das ist der größte Rückgang seit elf Monaten, zeigen Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Seit Ende Juni haben sich die bullishen Wetten verdreifacht.


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