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finanzmarktwelt.de Russlands Wirtschaft dürfte 2015 um 7,9% schrumpfen

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Gastautor: Markus Fugmann
23.12.2014, 10:56  |  3259   |   

Die russische Zentralbank hat am Donnerstag und Freitag letzter Woche durch Verkäufe im Umfang von 920 Millionen Dollar den Rubel erst einmal stabilisiert – aber die Wirtschaft des Landes dürfte in 2015 dennoch stark einbrechen. Die drastische Zinsanhebung auf nun 17% verteuert die Kreditvergabe weiter, erschwerend kommt hinzu, dass in Russland viele Kredite in US-Dollar aufgenommen wurden, was die Verschuldung der Kreditnehmer trotz der jüngsten Rubel-Stabilisierung stark erhöht.

Die dänische Danske Bank geht davon aus, dass Russlands Wirtschaft in 2015 um 7,9% schrumpfen wird, wenn sich der Ölpreis nicht nachhaltig erholt. Zuvor war die Bank noch von einer BIP-Schrumpfung von 1,9% ausgegangen – die Ereignisse der letzten Tage und Wochen jedoch seien ein “monetärer Schock”, der sogar die negativen Effekte eines weiter fallenden Ölpreises übertreffe.

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Russland Zentralbank hatte am 15.Dezember prognostiziert, dass Russlands Wirtschaft um 4,5% schrumpfen dürfte, wenn der Ölpreis im Bereich 60 Dollar (Brent) verbleiben sollte. Paraxoderweise waren es wohl vorwiegend russische Banken, die mit geliehenem Geld der Zentralbank auf eine weitere Abwertung des Rubel spekuliert hatten, so die Einschätzung der Danske Bank. Dies sei nun vorbei, sodass sich der Rubel nach den neuen Massnahmen der Zentralbank, die solche Geschäfte praktisch unmöglich macht bzw. extrem verteuert, stabilsieren dürfte.

Gleichwohl hat Russland mit den beschlossenen Massnahmen zwar vorerst das Ziel einer Rubel-Stabilsierung erreicht, doch dafür “opfert” die Regierung gewissermaßen die “Realwirtschaft”. Die Kombination aus extrem hohen Zinsen, einem nach wie vor schwachen Rubel und dem Ölpreis dürfte sowohl die Konsumenten als auch die Unternehmen schwer unter Druck bringen. Erst gestern hatte die zweitgrößte Fluggesellschaft Russlands von der Zentralbank 100 Millionen Dollar erhalten, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Es dürfte nicht das letzte Unternehmen gewesen sein, das um Hilfe des Staates bitten muss..

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