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Fed hebt Zinsen ohnehin an Gold – Experten erwarten keine großen Auswirkungen des Arbeitsmarktberichts

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Gastautor: Björn Junker
09.01.2015, 10:57  |  1916   |   

Unter Wirtschaftsexperten herrscht nur wenig Zweifel, dass die US-Wirtschaft vorerst weiter Stärke zeigen und so die US-Notenbank in absehbarer Zeit die Zinsen anheben wird – auch wenn sich die Fed in dieser Hinsicht Zeit lassen will, wie gestern bekannt wurde. Deshalb glauben einige Analysten, dass die heute anstehenden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt keinen großen Einfluss auf den Goldpreis haben werden; falls es nicht eine wirkliche Überraschung gibt.

Die Analysten von Macquarie beispielsweise sind der Ansicht, dass, da der Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten durchgehend Stärke gezeigt habe, der Arbeitsmarktbericht an Bedeutung verloren hat. Zudem erscheine die zukünftige Geldpolitik der Fed mittlerweile „offensichtlich“.

Im Schnitt erwarten die Analysten der Wall Street, dass im Dezember 2014 in den USA außerhalb des Landwirtschaftssektors 241.000 neue Stellen geschaffen wurden. Im November waren es noch überraschend starke 321.000 neue Jobs.

Auch die Experten von CIBC World Markets sind der Ansicht, dass die Beschäftigungszahlen keine „dauerhaften“ Auswirkungen auf den Goldpreis haben werden. Wobei CIBC noch etwas pessimistischer ist und nur von 222.000 neuen Stellen um Dezember ausgeht.

Die Analysten von BMO Capital Markets wiesen auf die nur geringe Reaktion des Goldpreises auf die ADP-Arbeitsmarktdaten hin. Dieser Bericht hatte gezeigt, dass das Arbeitsstellenwachstum im Privatsektor im Dezember mit 241.000 wesentlich stärker ausfiel als erwartet. Doch der Goldpreis habe nur geringfügig nachgegeben, so BMO und das gleiche sei am Freitag zu erwarten.

Zudem glauben die Experten, dass die Fed die Zinsen irgendwann dieses Jahr anheben wird – egal wie der Arbeitsmarktbericht ausfällt. Es sei nur die Frage wann.

Interessanterweise wirkten sich die stärker als erwartet ausgefallenen ADP-Daten nicht auf die Erwartungen an den Arbeitsmarktbericht der Regierung aus. Die meisten Analysten erwarten, dass das Stellenwachstum auf das normale saisonale Niveau zurückfällt und der überraschend starke November nur ein Ausrutscher war.

Während also einige Analysten nicht davon ausgehen, dass sich der Goldmarkt nach Veröffentlichung der Daten heute groß bewegen wird, gibt es nach Ansicht anderer Experten doch Abwärtsrisiken, sollten die Zahlen viel besser ausfallen als erwartet.

Die Analysten von Capital Economics beispielsweise sind der Ansicht, dass der Goldpreis auf Veränderungen im US-Dollar reagieren könnte. Und wesentlich besser als erwartet ausfallende Arbeitsmarktzahlen könnten die US-Währung weiter steigen lassen. Bislang halte sich der Goldpreis trotz der Stärke des US-Dollar gut über der Marke von 1.200 USD pro Unze, doch könnte sich das heute ändern, so Capital Economics.


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