Dividendenstrategie – Auf lange Sicht nicht zu schlagen

Gastautor: Die Börsenblogger
14.08.2016, 07:30  |  8022   |   |   

Häufig unterschätzen Anleger bei ihren Investments an den Börsen die Bedeutung von Dividenden. Dabei machen Ausschüttungen an die Anteilseigner rund die Hälfte der langfristigen Rendite am Aktienmarkt aus. In Zeiten niedriger Zinsen nimmt die Wichtigkeit von Dividenden sogar noch zu.

Dividenden wirken gewissermaßen als legales Doping für Aktienmarktrenditen. Dabei lässt sich die Wichtigkeit von Ausschüttungen an einem ganz einfachen Beispiel erkennen. Es ist üblich, den Deutschen Aktienindex (DAX) als einen so genannten Performanceindex darzustellen. Allerdings gibt es ihn auch als Kursindex.

Der Unterschied liegt darin, dass im Kursindex Dividenden der 30 deutschen Blue Chips unberücksichtigt bleiben. Dank der Einbeziehung von Dividenden notiert der DAX als Performanceindex deutlich höher als der Kursindex. In etwa doppelt so hoch. Aufgrund der Bedeutung von Ausschüttungen ist es wenig überraschend, dass die besten Dividendenwerte an den Börsen besondere Aufmerksamkeit genießen. Ebenso wenig überraschend ist der Umstand, dass berühmte und erfolgreiche Investoren wie Warren Buffett die Dividendenhöhe bei ihrer Anlageentscheidung mehr als nur mitberücksichtigen.

ECHTE DIVIDENDENARISTOKRATEN

Der Gesundheitskonzern Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604) hat für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividendenerhöhung um 25 Prozent vorgenommen. Von 0,44 Euro in 2014 ging es nun auf 0,55 Euro je Aktie. Auch wenn eine solch deutliche Steigerung der Ausschüttung an sich bemerkenswert ist, gab es einen anderen Grund, warum sie so besonders war. Das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg hat die Dividende damit zu 23. Mal in Folge angehoben.

Neben Firmen wie dem französischen Kosmetikkonzern L’Oreal, dem Schweizer Pharmakonzern Roche oder dem weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé gehört Fresenius damit zur europäischen Crème de la Crème in dieser Kategorie. In den Kreis der US-Amerikanischen Dividendenaristokraten würde es Fresenius trotz dieser beeindruckenden Serie an Dividendensteigerungen trotzdem nicht schaffen. Dafür fehlen dem DAX-Konzern noch zwei Dividendenerhöhungen. Wenn man sich jedoch das profitable Wachstum bei Fresenius in den vergangenen Jahren anschaut, dann sollte die baldige Zugehörigkeit zu diesem erlesenen Kreis von Unternehmen machbar sein.

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