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NESTLE (WKN: A0Q4DC ) - eine Langfristanlage par exelence



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Da der einzige Thread, der sich mit Nestlé beschäftigt einen wie ich finde äußerst unpassenden Titel trägt und zudem die WKN veraltet ist, eröffne ich hiermit einen neuen Thread.

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung von allen Nestlé Aktionären oder auch Interessierten.
Um hier ein bisschen "Futter" einzubringen, poste ich nochmal meine letzten Beiträge aus dem alten Thread:


Wenn der Schoko- zum Wellnessriegel wird
Nestle will mit "Functional Food" expandieren.
Auch wenn sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle erfolgreich gegen die Wirtschaftskrise gestemmt hat, scheint der Konzern vor weitreichenden Maßnahmen zu stehen, was seine Aufstellung für die Zukunft angeht.

Nestle will, so brachte es zuletzt der britische "Economist" auf den Punkt, von einem Nahrungsmittelkonzern zu einem Ernährungs- und "Wellnesskonzern" werden.

Stetes, solides Wachstum
In den ersten neun Monaten des Jahres kam das Unternehmen auf ein organisches Wachstum von 3,6 Prozent (der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 79,5 Mrd. Franken, also 52,6 Mrd. Euro).

Seit Jahren liefert Nestle beständig hohe Wachstumsraten. Im Neunmonatszeitraum legte vor allem die Getränkesparte zu. So konnte Nestle die Umsätze von Marken wie Nescafe, Nesquik, Nespresso und Nestea organisch um 9,8 Prozent steigern.

Das Mineralwassergeschäft, bisher eher das Sorgenkind des Konzerns, konnte seinen Abwärtstrend etwas bremsen. Süßwaren, Babynahrung und Tierfutter erwiesen sich erneut als Wachstumstreiber.

Aufbruch in neue Sparten
Dennoch wollen die Konzernverantwortlichen von Nestle, Peter Brabeck-Letmathe und Paul Bulcke, offenbar den Umbau des Konzerns im Bereich "Functional Food" vorantreiben. Damit dieser Umbau nachhaltig ist, muss zunächst in Forschung investiert werden.

Doch wenn man die Wachstumsraten vom klassischen Nahrungsmittelbereich mit dem Bereich "Functional Food" vergleicht, dann werden rasch Unterschiede deutlich.

Steigender Umsatz mit "Functional Food"
Laut einer Euromonitor-Studie wuchs der Markt für "Functional Food" zwischen 2004 und 2007 jährlich um 10,2 Prozent. Der Bereich von verpackten Lebensmitteln wuchs in diesem Zeitraum um 6,3 Prozent.

In den USA stieg der Markt für "Functional Food" (Daten PricewaterhouseCoopers 2002 - 2007) gut fünfmal so kräftig wie der im klassischen Lebensmittelbereich (15,8 Prozent Wachstum zu 2,9 Prozent im klassischen Bereich).

2013 errechnet PricewaterhouseCoopers einen weltweiten Umsatz im Bereich "Functional Food" von 128 Mrd. Dollar. 2007 waren es noch 78 Mrd. Dollar.

Produkte mit Wellnessanteil wachsen stärker
Laut einer Untersuchung der Harvard Business School erzielte Nestle mit Produkten, die "funktionale" Elemente aufwiesen, in den Jahren 2004 bis 2007 Zuwachsraten von über 27 Prozent im Jahr, während man mit dem normalen Nahrungsmittelprogramm 6,2 Prozent eingefahren habe.

Doch der Umstieg von den Produkten mit geringeren Margen auf jene Linien mit höheren Zuwachsraten ist nicht ohne Risiko. Es muss viel Geld in Entwicklung gesteckt werden. Sowohl in den USA als auch in Europa werden die Richtlinien, was das Anreichern von Produkten betrifft, strenger.

Nestle hat gute Erfahrungen mit aufwendig eingeführten und davor lange untersuchten Produktlinien, wenn man etwa an den Erfolg von Nespresso denkt. Doch nicht jedes Projekt, an dem lange geforscht wird, muss ein Erfolg werden.

Vergleich mit Danone
Auf der anderen Seite kann Nestle auf Konkurrenten wie den französischen Danone-Konzern schauen. Die Bestseller beim Joghurtverkauf waren zuletzt jene Produkte, die über Bakterienkulturen positive Effekte auf den Körper versprachen.

Testhürden für neue Produkte
Jedes Produkt müsse gesund sein, gibt die Nestle-Spitze den neuen Kurs vor. Mit einer "60-40-plus"-Analyse will man neuen und verbesserten Produkten auf den Zahn fühlen. Mindestens 60 Prozent der Tester müssen ein neues Produkt besser finden als ein entsprechendes Produkt der Konkurrenz oder das Vorgängerprodukt aus dem eigenen Haus. Und die Nährwertbilanz muss positiver ausfallen.

So entwickelt man etwa ein Eis, bei dem man in der Molekularstruktur kleinere Kristalle anstrebt - und dadurch trotz geringeren Fettanteils ein ähnlich cremiges Eisprodukt erzielt.

Kritische Blicke auf den Strategiewechsel
Der Strategiewechsel von Nestle wird aber auch kritisch gesehen. Die Nahrungsmittelbloggerin Marion Nestle (die keinerlei Verwandtschaft zum Konzern aufweist) warnt vor den Illusionen, die rund um den "Functional Food"-Hype und sich umstellenden Nahrungsmittelmultis gemacht wird.

"Die Ziele der Nahrungsmittelindustrie und der öffentlichen Gesundheit sind nicht dieselben", zitiert der "Economist" Nestle. Wenn sich Menschen gesünder ernähren wollten, dann sollten sie die Hände von verarbeiteten Lebensmitteln lassen.

Unterschiedliche Portionsgrößen erschweren Vergleich
Andere NGOs, wie etwa Foodwatch, kämpfen wiederum für eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, was Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett und Salz betrifft. Hier begannen große Konzerne zwar teilweise selbst, Inhaltsstoffe in plakativerer Form aufzudrucken.

Doch wer die Werte von Cornflakes-Packungen vergleichen will, der weiß, wie schwer man sich als Konsument vor dem Supermarktregal mit den Verweisen auf verschiedene Portionsgrößen tut.

Verkaufsoption an Novartis
Im kommenden Jahr wird sich Nestle jedenfalls fokussieren und sich auch von mancher Beteiligung trennen, etwa von seinem Mehrheitsanteil am Augenpflegemittelkonzern Alcon, und eine Verkaufsoption an den Pharmakonzern Novartis wahrnehmen. Dadurch dürfte nochmals ein größerer zweistelliger Milliarden-Dollar-Betrag in die Kasse gespült werden.
Ein eher ungewohntes Bild bietet sich den zuletzt verwöhnten Aktionären von Nestlé. Die Papiere des Westschweizer Nahrungsmittelkonzerns weisen von Gewinnmitnahmen nach unten gerissen Kursverluste auf. Händlern zufolge bestätigten die Firmenverantwortlichen von Novartis am Vorabend anlässlich einer Analystenkonferenz, die sich noch im Besitz von Nestlé befindliche Alcon-Beteiligung zum erstmöglichen Zeitpunkt übernehmen zu wollen. Damit scheinen sich die seit Wochen kursierenden Spekulationen eines Restverkaufs im Januar zu bewahrheiten.

Branchenkennern zufolge könnte der vollständige Verkauf der US-Medizinaltechniktochter Alcon bei Nestlé die Unterbewertung des Bereichs Nahrungsmittel/Getränke aufdecken. Die Kernaktivitäten der Westschweizer weisen derzeit einen Bewertungsabschlag von 15 bis 20 Prozent gegenüber den anderen europäischen Mitbewerbern auf.
Wird Lindt & Sprüngli von Nestlé geschluckt?
13.11.2009 15:00

Kepler rechnet mit Übernahme von Lindt & Sprüngli durch Nestlé

Spätestens seit Mittwoch ist klar: Novartis will die von Nestlé kontrollierte Restbeteiligung am US-Medizinaltechnikkonzern Alcon zum schnellstmöglichen Zeitpunkt übernehmen. Was Nestlé mit dem Verkaufserlös vor hat, bleibt hingegen noch ungewiss. Branchenexperten gingen bisher von gezielten kleineren Firmenübernahmen in den Schwellenländern und einem weiteren Aktienrückkauf in Milliardenhöhe aus.

Von einem ganz anderen Szenario ist am Freitag in einer Branchenstudie von Kepler Capital Marktes zu lesen. Der in angelsächsischen Anlegerkreisen viel beachtete Analyst rechnet damit, dass Lindt & Sprüngli im kommenden Jahr übernommen wird. Nicht von einem ausländischen Käufer, sondern von niemand geringerem als Nestlé.

Aufgrund der gut verdaulichen Grösse und den längerfristigen Aussichten zweistelliger Wachstumsraten gebe der Hersteller von Premiumschokolade ein attraktives Übernahmeziel ab. Lindt & Sprüngli weise gegenüber dem europäischen Nahrungsmittelsektor eine umfangreiche Bewertungsprämie auf. Dennoch werde ein Interessent den Aktionären im Falle einer Übernahme mindestens 20 Prozent mehr bieten müssen.

In Handelskreisen werden die Aussagen von Kepler Capital Markets allerdings relativiert. Aus dem Umfeld der Bank ist zu hören, dass der zuständige Analyst schon seit Jahren von einer möglichen Übernahme von Lindt & Sprüngli durch Nestlé spricht. Ausserdem habe der firmeneigene Fonds für Pensionsergänzungen mit einem Stimmrechtsanteil von 22,2 Prozent auch noch ein Wort mitzureden. Dieser Fonds werde indirekt von CEO Ernst Tanner kontrolliert.
Vielen Dank @ 1435905 für den neuen Thread. Die Überschrift passt trefflich und reflektiert meine eigene Einschätzung zu diesem Wert. Ich bei seit 2003 in Nestle investiert und habe den Wert in meinem Depot als sogenannte Ewigkeitsaktie definiert. Eine Aktie zum vererben. ;) Dieses Privileg hat bei mir zur Zeit nur noch BASF und Linde.


Gruß Agio
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.387.404 von Agio am 14.11.09 10:14:34Hallo Agio,

soetwas freut mich zu hören!
Ich sehe Nestlé auch als eine der wenigen Aktien, auf welche die Aussage von Kostolany ("Kaufen, liegen lassen und Schlaftabletten nehmen") noch zutrifft.
Zwar bin ich erst seit gut 2 Jahren investiert und auch nur +/-0 was die Kursentwicklung betrifft, aber auf lange Sicht hege ich keine Zweifel. Von einer Wirtschaft- und Finanzkrise war bei Nestlé nichts zu spüren.

Zudem bin ich ganz froh, so eine "Langweileraktie" zu besitzen, bei der man nicht täglich auf den Kurs starren muss um schnell kaufen oder verkaufen zu können.

Interessant dass du Linde ansprichst; ich habe den Konkurrenten Air Liquide im Depot und sehe ihn ebenfalls als Langfristaktie.
Im Thread: AIR LIQUIDE WKN: 850133 habe ich einen letzte Woche einen interessanten Artikel eingestellt, der Linde und Air Liquide vergleicht. Sicherlich auch für dich lesenswert.

Viele Güße
1435905
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.387.882 von ALEX224 am 14.11.09 12:58:36Hallo ALEX224,

die Dividende betrug letztes Jahr 1,40 CHF. Das macht beim aktuellen Kurs einen Rendite von knapp 3%.
Was die zukünftige Dividende betrifft, bin ich derzeit überfragt, muss mich mal auf die Suche begeben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.388.840 von 1435905 am 14.11.09 19:18:57Die Analystenschätzungen sehen für das nächste Jahr 1,47 CHF und danach 1,57 CHF voraus.

Dabei wäre ich mir allerdings nicht allzu sicher, viel hängt auch von der Entwicklung rund um den Verkauf von Alcon ab und wie das Geld dann verwendet wird (Stichwort: mögliche Sonderdividende).
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