Superreiche Diskussion über Superreiche:
Sieben Vorurteile gegen Reiche

Gastautor: Rainer Zitelmann
12.03.2017, 17:57  |  5558   |   |   

Reiche und Superreiche lösen starke Emotionen aus. Die meisten Menschen kennen persönlich keine Superreichen, aber haben dennoch eine feste Meinung über sie - und oft keine gute.

In den vergangenen vier Wochen - seit Erscheinen meines Buches "Psychologie der Superreichen" - habe ich Dutzende Interviews geführt und über tausend Menschen haben auf Online-Foren verschiedener Medien über Reiche diskutiert. Einigen Stereotypen bin ich immer wieder begegnet:

1. Reiche sind durch Betrug reich geworden

Sätze wie: "Die haben ihr Geld entweder geerbt oder ergaunert" habe ich oft gehört. Wurden Bill Gates, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Howard Schulz, Sergej Brin, Michael Dell, Jeff Bezoz oder Invar Kamprad reich, weil sie skrupelloser sind als andere Menschen? Oder deshalb, weil sie Produkte erfunden und vermarktet haben, die einen großen Nutzen für viele Menschen stiften - den PC, das Iphone, Facebook, Starbucks, Google, Amazon, Ikea-Möbel usw.? Millionen Menschen (sicher auch die meisten Leser dieses Beitrages) nutzen Produkte dieser Unternehmen und haben damit dazu beigetragen, dass diese Menschen reich wurden. Nehmen wir deutsche Beispiele: Die Albrecht-Brüder mit Aldi, Schwarz mit Lidl, Otto mit dem Otto-Versand, Erich Sixt: Alles Betrüger? Oder Leute, die der Gesellschaft einen großen Nutzen gebracht haben und dadurch reich wurden?

2. Reiche haben einfach nur Glück gehabt

Reichtum durch Glück? Ja, das gibt es. Das beste Beispiel dafür sind Lottospieler. Nur: Die meisten verlieren das Geld, das sie durch pures Glück gewonnen haben wieder, weil sie eben weder über die mentalen Fähigkeiten verfügen, reich zu werden noch reich zu bleiben. Umgekehrt gibt es in der Biografie sehr reicher Menschen oft große Brüche, Krisen und Rückschläge: Sie verloren nicht selten hohe Beträge, konnten diese jedoch erneut verdienen, weil sie wussten, wie "es geht" und über das notwendige unternehmerische Gespür verfügten. Kein Mensch hat im Leben immer nur Glück oder immer nur Pech. Im Laufe eines Lebens gleichen sich positive und negative Zufälle im Großen und Ganzen wieder aus. Es genügt auch keineswegs, auf eine glückliche Konstellation zu treffen, sondern viel wichtiger ist es, die darin liegenden Chancen überhaupt zu erkennen (was nur die wenigsten Menschen können) und diese dann wirtschaftlich erfolgreich zu nutzen und umzusetzen. Ich habe diesem Thema übrigens in meinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.

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