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Jordanien: Kipping lehnt Verlegung von Bundeswehr-Soldaten nach Jordanien ab
Foto: Katja Kipping, über dts Nachrichtenagentur

Jordanien Kipping lehnt Verlegung von Bundeswehr-Soldaten nach Jordanien ab

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
05.06.2017, 15:22  |  1065   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat nach Bekanntgabe des Incirlik-Abzugs durch Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die geplante Verlegung von Bundeswehr-Soldaten von der Türkei nach Jordanien abgelehnt. "Die Bundeswehr muss umgehend aus Incirlik abgezogen werden. Allerdings nicht nach Jordanien, sondern nach Deutschland", sagte Kipping der "Welt".

Ein "technischer Umzug" reiche nicht aus. "Der komplette Einsatz muss politisch neu bewertet werden, weil seine einst beschlossenen Rahmenbedingungen nicht mehr gegeben sind", forderte Kipping. Es brauche ein neues Bundestagsmandat für die deutsche Beteiligung am Nato-Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). "Auch wenn die Tornados von Jordanien aus starten, kann niemand ausschließen, dass deren Aufklärungsergebnisse im Rahmen der Nato auch an die türkische Armee weitergegeben und von dieser genutzt werden, um die kurdischen Einheiten in Syrien, die ein wirkliches Bollwerk gegen den Terror des IS sind, gezielt anzugreifen", erklärte Kipping. Der Nato attestierte die Linken-Chefin, sich in einer "tiefen politischen Krise" zu befinden. "Wir sollten ernsthaft diskutieren, ob die Türkei weiter Mitglied in der Nato bleiben kann." Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stelle ein "eklatantes Sicherheitsrisiko" dar. "Er zerstört nicht nur die Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in der Türkei, sondern er verschärft mit seinen Expansionsplänen die militärische Krise in Syrien und dem Irak."
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Kommentare

Volle Übereinstimmung!
Desweiteren sollte endlich mal die Wahrheit über das Zustandekommen des IS gesagt werden.
Durch die amerikanische Intervention (Geburtshelfer für eine Demokratie nach westlichen Vorbild) im Irak und das danach sich selbst überlassene Land, kam es zu heftigem Terror dort mit einem regelrechten "Bombenkrieg" gegen die sich etablierende Machtelite. Es kam zu keinem Ausgleich zwischen den religiösen Volksgruppen dort und so bildete sich der IS (seinerzeit ISIS), vor allem im Nordwesten des Landes (Mossul und Umgebung). Durch den beginnenden Bürgerkrieg in Syrien, der wahrscheinlich auch durch den IS angeheizt wurde, um Gebiete in Syrien zu gewinnen (über Rakka und auch dann bis Alleppo), rechnete dieser dann mit dem Zusammenbruch des dortigen Regimes, um dann ihre eroberten Gebiete zu behalten. Es sollte ein neuer "sunnitischer, islamischer Staat" gegründet werden. Der IS ist eine Ausgeburt des längst stattfindenden Krieges zwischen den unterschiedlichen islamischen Glaubensrichtungen wie er auch z.B. im Jemen vollzogen wird.
Man ging vom Untergang und Chaos in Syrien aus, um einen eigenen Staat gründen zu können.
Dabei wurde der (gemeinsame) Feind Assad und seine Machtbasis vom Westen in Frage gestellt mit auch Unterstützung von gemässigteren Rebellen, die eine Demokratie erreichen wollten. Damit war schizophrenerweise der Westen ein indirekter ideologischer Kampfgefährte des IS in Syrien.
Was nun D dort zu suchen hat, erschliesst sich mir wirklich nicht.
Letztendlich kann nur mässigend auf die beteiligten Führungsstaaten der Schiiten und der Sunniten Einfluss genommen werden, den Status quo von Syrien wieder herzustellen, und den verbleibenden IS-Sunniten nach deren militärischer Neutralisation eine Heimat z.B. in SA anzubieten. Im Irak geht ja wohl nicht mehr ,da inzwischen faktisch schiitisch.

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