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DAX-Chartanalyse: Trotz neuem Allzeithoch kein Wochenplus

DAX-Chartanalyse Trotz neuem Allzeithoch kein Wochenplus

Gastautor: Andreas Mueller
18.06.2017, 13:33  |  7362   |   |   

Die Ereignisse der Vorwoche in Kurzform, angereichert mit einigen Tages-Trading-Chancen und einem Ausblick für die kommende Handelswoche des DAX.

Der DAX schaffte es in der Vorwoche erneut, den Wochensaldo als Veränderung gering zu halten. Mit einem Minus von 0,5 Prozent auf Wochensicht gab es somit erneut auf den ersten Blick wenig Bewegung. Doch innerhalb der Woche schwankte der Markt immerhin um 300 Punkte. Diese Bandbreite vollzog sich letztlich an nur zwei Handelstagen, bedingt durch die Termine der Woche. Darauf gehe ich nun näher ein und erstelle auf Basis der Charttechnik einen Ausblick auf die kommende Handelswoche.

 

Notenbank und Verfallstag standen im Mittelpunkt

 

Die Voraussetzungen für den Handel in der Vorwoche waren durchmischt. Einerseits war das Thema der Technologiewerte in den USA noch nachzuarbeiten und andererseits die Charttechnik weiterhin auf Kurs zu neuen Allzeithochs. So schrieb ich vor einer Woche in der Analyse 3 Events aber 0 Bewegung mit Blick auf den Langzeitchart:

...richtet sich der Blick im DAX erneut auf das Allzeithoch aus

 

Nun könnte man diese Trendbewegung und auch den „Wochenkasten“ erneut fortsetzen. Zum Wochenstart sah es jedoch gar nicht danach aus. Der DAX startete wegen der „Nachwehen“ aus dem US-Technologiebereich schwächer und baute die Richtung nach unten, vom GAP weg, sogar noch aus. Erst gegen Mittag sah es ein wenig positiver aus, wie in den Tages-Trading-Chancen HIER vermerkt:
 

 

Unterstützend kam die Wall Street zu Hilfe. Einmal mehr war der vorbörsliche Abgabedruck übertrieben und der Dow Jones orientierte sich recht schnell wieder an der Oberseite des Charts. Dieses Verhalten ist im Mittelfristchart sehr gut erkennbar, wenn auch nicht durch eine charttechnisch saubere Trendlinie visualisierbar. Dazu dieses Chartbild als Verweis vom Dienstag 

 

Dieser Impuls sorgte dann auch im DAX bei den Anlegern für neues Vertrauen und erstreckte sich über den Dienstag hinweg bis tief in den Mittwoch hinein - ja, sogar bis zu einem neuen Allzeithoch im DAX! Mit 12.921 Punkten kam er damit seiner runden Marke von 13.000 Punkten erneut ein Stück näher.

 

Auch hier wurde die Rechnung quasi „ohne den Wirt gemacht“, wie ein altes Sprichwort sagt. Denn die Wall Street änderte abermals die Richtung, welche in Europa vorgelegt wurde. Grund dafür waren am frühen Nachmittag die schwächer als erwarteten US-Daten. Konkret sanken die Umsätze des US-Einzelhandels im Mai überraschend um 0,3 Prozent zum Vormonat und schafften damit den stärksten Rückgang seit Januar 2016.

Abgeschwächt hatte sich auch die Inflationsrate. In einer ersten Reaktion sprang der Euro zum Dollar fast genau bis zum Jahreshoch bei 1.128 an und der Goldpreis erstarkte im Gleichklang. Darauf reagierte der DAX etwas verzögert, aber dann um so heftiger. Einen Trade in Richtung Short leitete ich übrigens schon VOR den US-Daten anhand einer Trendlinie ab, wie hier nachzulesen ist:

 

Nach 60 Punkten Buchgewinn konnte man hier auch recht bequem den Stopp nachziehen. Um 130 Punkte fiel der DAX letztlich vom neuen Allzeithoch zurück und beendet den Handelstag recht genau an der 12.800.

 

Am Abend erhöhte die US-Notenbank FED dann wie von den Marktteilnehmern erwartet ihren Leitzins und sorgte damit am Donnerstag für einen erneuten Richtungswechsel. Dabei verlor der DAX alle kurz zuvor eroberten Gewinnpunkte, fiel sogar unter die Marke des Nutzers „HerrKoerper“ und markierte später mit  12.620 Punkten ein neues Wochentief. Man kannte also auch hier von einfachen Linien und Marken aus den Tages-Trading-Chancen profitieren (siehe Beitrag ->):

 

Am Ende fand sich der DAX nur 24 Stunden später genau 300 Punkte von seinem erst am Mittwoch eingestellten neuen Jahreshoch entfernt.

 

Auch daraus entstand letztlich kein Trend über Tage, denn am Freitag stabilisierte sich der Markt trotz großem Verfallstag wieder und beendete letztlich die Handelswoche im XETRA bei 12.752 Punkten. Dies war auch die zum Verfall anvisierte Wochenmarke, die ich HIER vorstellte:

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