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Warum Wasserstoffautos praktisch schon Geschichte sind

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
22.09.2017, 08:00  |  6041   |   |   

Vor zehn Jahren war es naheliegend, dass Wasserstofffahrzeuge einen wichtigen Platz in der Verkehrsinfrastruktur der Zukunft einnehmen würden. Kleine Elektroautos sahen aus Kostengründen und in Bezug auf die Reichweite nach einer potenziellen Alternative aus. Doch die Käufer einiger PKW-Typen sowie die Betreiber von LKWs und Bussen waren eher geneigt, Wasserstoff zu nutzen. Unternehmen wie Plug Power (WKN:A1JA81) und Ballard Power Systems (WKN:A0RENB) sahen eine Chance, aus kleinen Märkten wie Gabelstaplern in die größeren Märkte für PKWs, LKWs und Langstrecken-LKWs zu expandieren.

Pilotprogramme mit UPS und FedEx zeigten vielversprechende Ergebnisse, und Firmen wie Toyota, Hyundai und Honda hofften, die Technologie und Tankstelleninfrastruktur für PKWs voranbringen zu können. Im schlimmsten Fall schien Wasserstoff neben Elektroautos eine weitere gängige Option werden zu können.

Stattdessen erfreuen sich gerade Elektroautos großer Beliebtheit, während Wasserstofffahrzeuge keinerlei Spuren auf dem Markt hinterlassen haben. Wasserstoff ist im Transport- und Energiespeichermarkt bis heute eine Nischenanwendung.

Warum Batterien besser als Wasserstoff sind

Vor einigen Jahren gab es drei Argumente gegen batterieelektrische Fahrzeuge. Nur eine kleine Anzahl von Elektroautos hatte die entsprechende Reichweite, um mit herkömmlichen Alternativen zu konkurrieren. Die Ladezeiten, um 200 oder 300 Meilen zu schaffen, betrugen noch Stunden. Jene Fahrzeuge, die die gewünschte Reichweite zur Verfügung stellten, waren aber leider unerschwinglich.

Dies schienen große Hürden für die Elektroautos zu sein und ein scheinbarer Vorteil für Wasserstoffautos. Doch dann verbesserte sich die Technik und das Model S von Tesla (WKN:A1CX3T) schaffte mit einer Ladung bereits 315 Meilen. Der Chevy Bolt von General Motors (WKN:A1C9CM) schafft 238 Meilen. Reichweite und Kosten verbessern sich immer schneller, sodass nur noch die Ladezeit eine Hürde darstellt. Oder etwa doch nicht?

BMW, Mercedes-Benz, Ford sowie Audi und Porsche von VW gaben im November bekannt, dass sie gemeinsam Ladestationen auf CCS-Standard mit 350 kW in ganz Europa einführen werden. Das ist mehr als doppelt so schnell wie die derzeitigen Ladestationen mit 145 kW von Tesla. Bei dieser Kapazität werden sie in der Lage sein, über 1000 Meilen Reichweite pro Ladestunde zu erreichen. So kann es schon bald nur noch 10 Minuten dauern, um 200 Meilen Reichweite “aufzutanken”. Einen Monat später twitterte Elon Musk, dass Tesla sich gerade mit Ladestationen beschäftige, die deutlich schneller wären.

Auf der Kostenseite entwickeln sich die Elektroautos auch sehr schnell. Nachdem der Markt bewiesen hat, dass es möglich ist, begannen die Zulieferer mit der Entwicklung von Batterien, die den Anforderungen der Automobilindustrie entsprechen. Schnellladung, hohe Dichte und niedrigere Kosten sind die Kriterien, nach denen die Automobilhersteller ihre Batterien beurteilen. Es gibt mehrere Anlagen von der Größe der Gigafactory, die sich weltweit schon im Bau befinden.

Laut einem Anfang des Jahres veröffentlichten Bericht von McKinsey & Co sanken die Batteriepreise zwischen 2010 und 2016 um 80 % auf 227 US-Dollar pro kWh. Tesla behauptet, dass es bereits unter 190s US-Dollar pro kWh möglich wäre. 100 US-Dollar pro kWh scheint in naher Zukunft plausibel. In diesem Szenario wird ein Batteriemodul mit 100 kWh, dass 2010 noch 100.000 US-Dollar kostete, bald für weniger als 10.000 US-Dollar erhältlich sein.

Allein dieser Fortschritt könnte vollelektrische Fahrzeuge im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor deutlich billiger machen.

Wasserstoff spielt im Energiebereich nach wie vor eine Nischenrolle

Daher haben Wasserstoff-Brennstoffzellen in der PKW-Industrie wahrscheinlich keine große Zukunft, jedoch könnten sie eine wichtige Anwendung haben.

Plug Power und Ballard Power Systems haben bei der Umstellung von Gabelstaplern auf Wasserstoff von einigen Erfolgen berichtet. Standzeiten sind für deren Kunden verlorenes Geld, sodass der Umstieg auf Wasserstoff, der immer noch die schnellere Betankung ermöglicht, für sie ein Vorteil ist.

Ebenso könnte der Einsatz von Wasserstoff im Bereich Langstreckentransporte eine Möglichkeit sein, da sich Wasserstoff besser dafür eignet, LKWs schnell zu tanken und sie damit schneller wieder auf die Straße zu bringen. Tesla sagt, dass das Unternehmen gerade einen LKW entwickle und der Bushersteller Proterra hat schon bewiesen, dass Busse und LKWs auf vorhersehbaren regionalen und lokalen Strecken problemlos mit Batterien betrieben werden können.

Die andere Hoffnung für den Wasserstoff ist die langfristige Energiespeicherung. Da Wind- und Solarenergie einen immer größeren Teil des Stroms am Netz bereitstellen, müssen die Versorger ihre Kapazitätenspeicherung von Energie aus verbrauchsärmeren Zeiten erhöhen, um sie zu Spitzenlastzeiten nutzen zu können. Wasserstoff könnte monatelang ein nahezu unbegrenztes Speichermedium darstellen.

Doch angesichts der rasanten Fortschritte in der Batterietechnologie sind die Tage des Wasserstoffes wahrscheinlich schon gezählt.

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5 Kommentare

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Kommentare

An Deiner Stelle würde ich mir noch eine STOP-UHR anschaffen, um "Weltmeister im Schnelltanken" zu werden...
Nach 400 Kilometer Dauerfahrt rate ich Dir dringend zu 1 Stunde Schlaf, sonst könnte vielleicht der "Sekundenschlaf" Dein letzter gewesen sein...

Küß die Hand...
Diese Dummschwurbler der Schülerzocker-AG aus Übersee haben den maximalen IQ einer Weinbergschnecke - passt doch voll zum gigadisruptiven, murkschen Lügengerippe! ;-)

In ein Kürze ist der Laden auch kurstechnisch Pleite! Bilanztechnisch heute schon
"Im schlimmsten Fall schien Wasserstoff neben Elektroautos eine weitere gängige Option werden zu können."

Dieser Satz aus dem obigen Text zeigt doch eindeutig, dass Motley Fool nichts anderes als eines der vielen getarnten Sprachrohre von Elon Musk ist.

Im Grunde haben sie keine Ahnung und schreiben trotzdem fleissig schön verpackten Müll.

Disclaimer

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