DAX+0,01 % EUR/USD-0,53 % Gold-0,70 % Öl (Brent)0,00 %

Bericht Beamte warnten Attentäter Amri vor Überwachung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
22.09.2017, 18:00  |  2085   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Fall des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri hat es offenbar weitere schwere Behördenpannen gegeben: Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ließen Beamte den Tunesier mehrfach wissen, dass er überwacht werde. Dadurch seien weitere Islamisten aus Amris Umfeld gewarnt und Ermittlungen des Generalbundesanwalts gefährdet worden. Im Februar 2016 sei Amri mit dem Bus von Dortmund nach Berlin gefahren: Entgegen der Bitte des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) habe die Berliner Polizei den Gefährder bei der Ankunft nicht verdeckt observiert, sondern habe ihn mit aufs Präsidium genommen.

Bisher unbekannte Ermittlungsakten zeigen dem "Spiegel" zufolge die Folgen der verpatzten Aktion: Demnach meldete sich Amri am selben Abend bei einem mutmaßlichen IS-Unterstützer aus Dortmund. Die Polizei habe in Berlin auf ihn gewartet und ihn "direkt gepackt", berichtete Amri dem Bericht zufolge: "Sie haben mir das Telefon weggenommen, sie haben alles von mir beschlagnahmt." Der "Bruder" solle besser alles löschen. Daraufhin soll sein Kontaktmann in Dortmund andere Islamisten ermahnt haben, noch vorsichtiger zu sein und die Telefone nicht mehr mitzunehmen, wenn sie irgendwo hingingen. Gegen das Netzwerk lief ein Großverfahren der Bundesanwaltschaft. Ende März 2016 wurde Amri in Oberhausen offenbar erneut von Beamten gewarnt. Amri habe sich an jenem Tag seinen Asylbewerberscheck abgeholt: Ein V-Mann der nordrhein-westfälischen Polizei habe ihn begleitet, schreibt der "Spiegel" weiter. Dabei habe eine Mitarbeiterin der Stadt erzählt, dass Amri aufpassen müsse: Das Landeskriminalamt verdächtige ihn, Leistungen zu erschleichen. So berichtete es dem Nachrichtenmagazin zufolge der V-Mann laut den Akten. Die Stadt weist die Darstellung zurück.
Mehr zum Thema
BerlinLandBehörden


8 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

nicht die Gäste sind Überwachungsbedürftig, sondern die deutschen Ureinwohner, -weil die Deutschen selbst von der jetzigen Regierung als besonders terrorverdächtig eingestuft wird; -deswegen wird der deutsche Bürger stärker Überwacht als die Gäste!
- das habe im übrigen ich selbst von den Behörden erfahren(als Warnung) -
Das beudeutet nichts anderes als das Anschläge gewollt provoziert werden und zugelassen werden. Das ist verdeckte Kriegsführung. Allein dies sollte in den Medien einen riesen shitstorm geben. Doch es passiert.... nichts. Die Empörung sollte viel grösser sein. Das ist ein insidejob, ob passiv oder aktiv spielt keine Rolle.
Ich staune immer wieder, dass sich noch jemand hier über das Versagen der Behörden wundert.
Die von Merkel eingeladenen "Gäste" haben völlige Narrenfreiheit.

Wenn diese "Gäste" Terrorakte begehen oder "Ehren"-Morde oder sexuelle Belästigungen oder Vergewaltigungen, so murmeln die Altparteien und die Mainstream-Presse beruhigend auf die Bürger ein: alles nur Einzelfälle. Und die dürfen nicht aufgebauscht werden, um nicht dem Pack und der Nazi-Partei AfD Wasser auf ihre Mühlen zu leiten.

Dafür präsentiert die nägelkauende Raute des Schreckens ungeniert die satirische Parole: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. #fedidwgugl

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel