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Plasberg Nicht Aufgabe von Journalisten, Parteien kleinzuhalten

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
06.10.2017, 18:00  |  1483   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - ARD-Moderator Frank Plasberg verteidigt sich gegen Vorwürfe, die Polittalkshows hätten zum Wahlerfolg der AfD beigetragen. "Niemand kann eine Partei groß machen, wenn es dafür in der Bevölkerung nicht ein Bedürfnis gibt", sagte Plasberg dem "Spiegel". "Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, Parteien kleinzuhalten. Das ist, bitte schön, der Job der politischen Konkurrenz. Wir sind nicht dazu da, den Schulterschluss mit den vermeintlich richtig guten Demokraten zu üben, um im Gegenzug das niederzukartätschen, was am rechten Rand entsteht."

Seine Arbeit als Journalist verstehe er anders. "Ich habe keinen volkspädagogischen Auftrag. Ich will auch nicht die Demokratie heilen, sondern nehme mir die Freiheit heraus, auf keinen Fall zu überlegen, wie eine Wahrheit wirkt – denn sonst ist man schnell dabei, Wahrheiten zurechtzubiegen." Über das Verhalten von AfD-Politikern in Talkshows sagte Plasberg: "Sie wollen nicht einmal mit den anderen Gästen diskutieren, lieber setzen sie sich mit dem Moderator auseinander, weil so die Opferrolle schneller herstellbar ist. Und das ist ein Dilemma, denn als Moderator müssen Sie sich sehr beherrschen, in der Sache angemessen und konsequent zu fragen, aber kein Tribunal herzustellen."


6 Kommentare

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Kommentare

Ich habe mit Wahlveranstaltungen angesehen und konnte kein Wort verstehen weil da mindestens 80 bis 100 Menschen mit einer Pfeife so laut waren das man halt nichts verstehen konnte das war bei einer CDU Veranstaltung also nicht meine Partei, dann ging ich auf einer Wahlveranstaltung von der AfD und jetzt kommts da waren 4 Personen mit einer Pfeife und wollten wohl auch stören ging aber nicht weil sofort 4 kräftige Männer sie aus der Menge brachten, ja dachte ich mir sehr demokratisch bei den anderen Parteien Pfeifen die Pfeifen ohne Ende und bei ihrer Veranstaltung benehmen sie sich wie der Saalschutz von 1932.
>>> Sie wollen nicht einmal mit den anderen Gästen diskutieren, lieber setzen sie sich mit dem Moderator auseinander, weil so die Opferrolle schneller herstellbar ist.

Na ja, der Moderator stellt eine Frage und bekommt eine Anwort (nicht immer, aber immer wieder).

Das spielt hier ja auf die AfD ab.
Ich meine, dass sich die Repräsentanten der AfD in Talkshows durchaus der Diskussion stellen.

Dass die Alice Weidel jüngst genervt die ZDF-Sendung „Wie geht‘s, Deutschland?“ verlassen hat, war m. E. durchaus berechtigt.
Bei dem, was die anderen Studiogäste unter Mitwirkung der hier eindeutig parteiisch agierenden Moderatorin Marietta Slomka geboten haben, war dies m. E. durchaus eine angemessene Reaktion.
Mit "Opferrolle herstellen" hat das recht wenig zu tun.

Später hat die Alice Weidel dann geschrieben, dass dies "ein weiterer Grund sei, die Zahlung des Rundfunkbeitrages zu verweigern."

https://www.facebook.com/aliceweidel/posts/1680477248630170:…

Und genau das letztere ist m. E. der Grund, warum sich der Plasberg jetzt äußert.
Wäre ja schade, wenn das Honorar beschnitten wird, weil die Selbstbedienung wegfällt.
...Wir sind nicht dazu da, den Schulterschluss mit den vermeintlich richtig guten Demokraten zu üben, um im Gegenzug das niederzukartätschen, was am rechten Rand entsteht." ...denn sonst ist man schnell dabei, Wahrheiten zurechtzubiegen." ...

ach, nee, und warum tat und tut er das dann ? Selbst in diesem Artikel, etwas weiter unten:

"Sie wollen nicht einmal mit den anderen Gästen diskutieren, lieber setzen sie sich mit dem Moderator auseinander, ...

habe ich ganz anders, und in jeder Talkshow erlebt. Unterstellungen (wie hier), Provokationen, Lügen, ins Wort fallen, das war und ist uni sono der Umgang der Moderatoren und der meisten Journalisten mit den AfDlern.
Jetzt sich aufzuschwingen und von 'Berichterstattung' zu faseln ist einfach nur dummdreist.
Das ist ja mal eine Aussage: Bewiesenermaßen vollkommen unglaubwürdig was der Herr Plasberg da zum Besten gibt.
Ja was soll denn da Bewiesen sein was so unglaubwürtig sein soll ?
Oder wenn ich lese Herr Plasberg sich beschwert, macht er doch garnicht er wurde befragt aber schön zu lesen wie hier Sympathisanten schreiben und ihn als unglaubwürdig oder Dummschwätzer betiteln da weis man doch gleich was das für Demokraten sind, wohl unglaubwürdige Dummschwätzer.
Hat Plasberg Kreide gefressen, oder schwant ihm der Niedergang des Systemfunks? Bewiesenermaßen vollkommen unglaubwürdig was der Herr Plasberg da zum Besten gibt.

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