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Dividenden Frankreich

eröffnet am 15.02.21 23:03:03 von
neuester Beitrag 16.02.21 17:43:36 von


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15.02.21 23:03:03
Hallo liebe Community,

ich habe hier eine französische Dividende bekommen und kann die Begrifflichkeit nicht immer zuordnen. Dort werden ja drei verschiedenen Quellensteuern angegeben... Ein Freistellungsauftrag wurde nicht eingerichtet.

1. Die 28% sind ja einfach die Quellensteuer (Ist die denn nicht gesenkt worden?)
2. Aber was ist die anrechenbare und
3. erstattungsfähige?

Ich verstehe es noch nicht ganz.. Ich habe nun 42% Steuern gezahlt. Wie setzten sich diese zusammen?

Auf deutscher Seite (2020) müsste es doch lauten: 25% + Soli (5,5%) + 8% Kirche = 38,5%
Aber der Soli entspricht auch nur ca. 2% ...

Ich bin verwirrt ...

Kann mich jemand erleuchten?

Allerbesten Dank im Voraus!
DANONE | 53,92 €
4 Antworten
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16.02.21 06:11:02
1. Die 28% sind ja einfach die Quellensteuer (Ist die denn nicht gesenkt worden?)

Ist die französische Quellensteuer (ob die gesenkt wurde weiss ich nicht)

2. Aber was ist die anrechenbare und

Davon sind die 12,8% anrechenbar (sieht man ja bei der deutschen Abgeltungssteuer die ja nur noch auf 153,72 berechnet wurde)

3. erstattungsfähige?

Diese 13% könntest du dir vom französischen Staat zurückholen. Ist bei Frankreich aber sehr kostenintensiv. Würde nur etwas bringen wenn die insgesamt erstattungsfähigen Steuern höher wären.
Hatte mal vor Jahren bei einer meiner Banken nachgefragt und da war von Kosten cirka 70 Euro die Rede.

Was mit den übrigen 2,2% ist kann ich nicht sagen, vielleicht ist das auch noch die französische Transaktionssteuer die ja beim Kauf und Verkauf von Aktien bei Firmen über einen Börsenwert von 1 MRD Euro dazukommt.
DANONE | 55,44 €
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16.02.21 10:25:59
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.023.864 von Seibelt am 15.02.21 23:03:03Zukünftig könnte man die Quellensteuer (und die Rückforderung) umgehen, indem man eine Vorabbefreiung beantragt. Das geht meines Wissens in Deutschland nur bei der DKB.

In meinem Beitrag habe ich eine Kopie der Dividendenabrechnung kopiert

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1173084-41301-41…
DANONE | 55,40 €
2 Antworten
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16.02.21 14:44:44
Seibelt,
in französische Firmen würde ich gern investieren, aber wegen dieser Ausländer-Schröpf-Steuer nicht. Mit Zahlen jongliere ich ganz gern und poste mal meine Gedanken.

Dividende = € 315,- . Schön.
28% Quellensteuer = 88,20 gehen ab. Schade.
Aus einem mir unbekannten Grund unterliegen 48,8% von 315 = 153,72 der deutschen Abgsteuer.

Kirchenmitglieder in Bayern zahlen 8% auf die Abgsteuer, sonst 9% auf die Abgsteuer. Weil sie Kist zahlen, zahlen sie nur 24,453% Abgsteuer. Bei dir fallen also 37,59 Abgsteuer an. Darauf 5,5% = 2,07 Soli. 37,59 * 9% = 3,38 Kist. Von den 315 gehen also runter: 88,20 und 37,59 und 2,07 und 3,38. Bleibt eine Gutschrift von € 183,76.

Deine Abrechnung ist vom Sommer 2020. 28% Qst. Könnte sein, 2021 beträgt die Qst 26,5%. Anrechenbar 12,8% und erstattungsfähig 13,7%. Weiß nicht genau.
DANONE | 55,00 €
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16.02.21 14:53:18
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.023.864 von Seibelt am 15.02.21 23:03:03Die Abrechnung ist vollkommen in Ordnung.

Zunächst zahlst du 28 % französische QueSt. Davon sind 12,8 % anrechenbar. 12,8 % sind 40,32 EUR. Das musst du mal 4 nehmen (wegen 25 % deutscher Steuer). Das sind 161,28 Euro und das ergibt dann eine Berechnungsgrundlage für die deutsche Steuer von 315 minus 161,28 = 153,72.

Darauf werden dann 24,45... % AbgSt. fällig. Da du in der Kirche bist, musst du KiSt. zahlen, die aber wiederum als Sonderausgabe geltend gemacht werden kann. Das wird in die AbgSt. eingerechnet und daher beträgt der Satz nicht 25 %, sondern eben 24 % und ganz viele Nachkommastellen.

Der Wert ist korrekt berechnet, der Soli von 5,5 % und die KiSt. ebenfalls. Am Ende passt alles.
DANONE | 54,94 €
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16.02.21 14:57:04
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.028.628 von Metafreak am 16.02.21 10:25:59Die Abrechnung stammt von der dwpbank (die für ganz viele Banken das Wertpapiergeschäft abwickelt). Daher sollte es die Möglichkeit der Vorabbefreiung auch bei der Postbank, den Sparkassen und Volksbanken geben.

Die Vorabbefreiung kostet einmalig relativ viel Geld (ich meine so rund 100 Euro), ist dann aber drei Jahre gültig. Da muss man dann rechnen, ob sich das für die eigenen Bestände lohnt.
DANONE | 54,94 €
1 Antwort
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16.02.21 15:15:25
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.034.508 von JuliaPapa am 16.02.21 14:57:04Ich kann nur für mich sprechen- meine Abrechnung ist von der DKB, dort hat es problemlos funktioniert.
Die Vorabbefreiung hat mich 12,50 EUR gekostet (DKB-Gebühr für 3 Jahre).
DANONE | 54,98 €
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16.02.21 15:41:25
falls du mehr französische aktien haben solltest, geh zur dkb. die 12,50 sind gut angelegtes geld, der aufwand ist überschaubar. aber vorsicht: das gilt nur für nicht-registrierte aktien. bei danone ist das der fall, bei anderen unternehmen, bei denen man seine aktien registrieren lassen kann, wechselt die lagerstelle und dann kommt die steuerabzocke.

so jetzt kurz abkotzen: im folgenden fall hat man ungefähr (je nach einstiegskurs) eine nettodividende von 1,5%. das ist aber nur die halbe wahrheit: bevor die dividende ausbezahlt wurde, hat das unternehmen bereits unternehmenssteuern bezahlt, die tatsächliche besteuerung des "dividendengewinns", also was tatsächlich am ende rauskommt ist deutlich höher, schätzungsweise bei 60%. ich finde es unglaublich, dass das so akzeptiert wird, zumal man eben das risiko hat, dass sich die aktie schlecht entwickelt (siehe zb. danone).
DANONE | 54,98 €
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16.02.21 17:43:36
Hi Leute,

toll, dass Ihr euch so schnell gemeldet habt.

Vielen Dank!

Beste Grüße
DANONE | 54,86 €


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