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Geldanlage-Report vom 20.01.2018 Facebook - Warum die Blockchain-Technologie die größte Gefahr für Zuckerberg ist

Gastautor: Armin Brack M.A.
20.01.2018, 20:17  |  2864   |   |   

Lieber Geldanleger,

ich versuche mich als Mensch und als Anleger ständig weiterzuentwickeln. Einer meiner Vorsätze für 2018 lautet: (Noch) weniger traden, (noch) mehr lesen. Warren Buffett liest jeden Tag im Durchschnitt 500 Seiten. Da habe ich noch viel Luft nach oben. O.k., Buffet ist kein wirklich realistischer Maßstab für Normalsterbliche wie mich. Aber im Ernst: Das ausdauernde Lesen von qualitativ hochwertiger (Fach)literatur hilft enorm dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Lesen Sie, warum ich glaube, dass Facebook seine allerbesten Zeiten hinter sich haben könnte und was die Blockchain-Technologie damit zu tun hat.

Mark Zuckerberg ist nicht nur verdammt reich, sondern auch sehr mächtig. Überspitzt formuliert gehört dem Facebook-Gründer die Online-Identität von inzwischen über zwei Milliarden Menschen. Von den meisten dieser Menschen weiß er, wann sie geboren sind, wo sie zur Schule gegangen sind, was sie beruflich machen, was sie für Hobbys haben, wer ihre Freunde sind, welche Veranstaltungen sie besuchen usw.

Nirgendwo sonst können Werbetreibende so viele Menschen auf einen Schlag erreichen und ihre Botschaften so perfekt auf die jeweilige Zielgruppe abstimmen. Gemeinsam mit Google dominiert Facebook deshalb den Online-Werbemarkt und ist in den vergangenen Jahren dank sensationeller Gewinnmargen zur reinsten Gelddruckmaschine geworden. Entsprechend kann Zuckerberg die schlausten Köpfe des Silicon Valley zu Facebook locken, die die Plattform immer weiter verbessern und optimieren.

Optimieren bedeutete bisher vor allem: Immer mehr (interaktive) Werbung, insbesondere mehr Videobotschaften, die neuerdings automatisch abgespielt werden, wenn der Nutzer seinen Newsfeed "abarbeitet". Doch inzwischen ist wohl die Grenze des Zumutbaren erreicht: Immer mehr User haben sich zuletzt über den Werbe-"Overkill" beschwert.

Die kritischen Stimmen mehren sich - Zuckerberg rudert zurück

Mehr noch: Verschiedene Studien www.mdpi.com/1660-4601/8/9/3528/htm?hc_location=ufi pediatrics.aappublications.org/content/127/4/800.short zeigen, dass Menschen, die sich viel auf sozialen Netzwerken herumtreiben eher zu Depressionen neigen und sich minderwertig vorkommen. In den USA ist eine Bewegung entstanden, die sich gegen abhängig machende digitale Produkte wendet und momentan enormen Zulauf erfährt. Sie nennt sich "Time Well Spent" www.timewellspent.io/ und wird von dem charismatischen Tristan Harris angeführt, dem ehemaligen Design-Ethiker von Google www.tristanharris.com/. Er hat sich intensiv beschäftigt wie Technologie die Gedanken, Handlungen und Beziehungen von Menschen lenkt und beeinflusst.

Die Ankündigung Mark Zuckerbergs vorletzten Donnerstag, er wolle Facebook neu ausrichten, ist ganz klar in diesem Zusammenhang zu sehen. Ab sofort soll im Newsfeed die persönliche Kommunikation wieder eine größere Rolle spielen. Seine Produktteams sollen künftig nicht mehr darauf fokussiert sein, relevante Inhalte für die User liefern, sondern sinnvollere soziale Interaktionen fördern. Die auf Facebook verbrachte Zeit, solle "time well spent" sein. Sicher kein Zufall, dass Zuckerberg ausgerechnet diese Phrase verwendet.

Investoren sind enttäuscht

Weniger begeistert waren davon die Investoren. Weniger Werbung wird zu geringeren Profiten führen, so die Schlussfolgerung, die dazu führte, dass die Aktie am Tag darauf gleich mal fünf Prozent abgegeben hat. Davon hat sich der Kurs bis jetzt nicht mehr erholt. Nun sind fünf Prozent kein Drama. Die Facebook-Aktie gehört in den letzten Jahren zu den besten Performern unter den größeren US-Werten überhaupt. Auch in den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier um rund 60 Prozent zugelegt.

WKN / Kürzel

Börsenwert

KGV 17e/18e

Kurs

A1JWVX / FB

522 Mrd. $

31/27

180,89  $

 

Aber zum einen erfolgte der jüngste Kurssturz bei einem extrem hohen Handelsvolumen (was darauf hindeuten, dass große Fonds verkauft haben) und zum anderen war der Anstieg zuvor eben auch deshalb zustande gekommen, weil die Anleger das bisherige Wachstum quasi uneingeschränkt in die Zukunft fortgeschrieben haben (ein 2018er-KGV von 27 ist für ein Unternehmen dieser Größenordnung ambitioniert). Genau daran kommen aber nun vermehrt Zweifel auf.

Denn die Änderung des Newsfeeds wird an der grundsätzlichen Kritik an Facebook kaum etwas ändern. Der grundsätzliche, abhängig machende Mechanismus (mit Beiträgen wird nach immer mehr "Likes", "Emojis" und positiven Kommentaren gelechzt, weil dann im Gehirn Stoffe wie Dopamin, Oxytocin, Serotonin oder Endorphine ausgeschüttet werden, die kurzzeitig glücklich machen) bleibt.

Nun ist es natürlich richtig, dass diese Suchtfaktoren ja letztlich auch den Erfolg von Facebook ausmachen. Man denke nur an den gigantischen Reibach die Zigarettenhersteller in den letzten Jahrzehnten gemacht haben. Selbst jetzt, wo die Zahl der Raucher weltweit auf dem Rückmarsch ist und jeder weiß, welchen gesundheitlichen Schaden Zigaretten anrichten, sind diese immer noch sehr erfolgreich sind, u.a. auch wegen ihrer Preisgestaltungsmacht. Wer oder was soll Facebook also noch stoppen? Die Blockchain-Technologie!

Wie das? Zur Erklärung muss ich etwas weiter ausholen:

Die offenen Protokolle im WWW

Dass sich mit dem Siegeszug des World Wide Web die Medienlandschaft dramatisch verändern würde, damit war zu rechnen. Optimisten hatten damals gehofft, es würde gemeinschaftlicher, gleicher und kleinteiliger werden. Das Internet sollte von kleinen Magazinen, Bloggern und sich selbstorganisierenden Enzyklopädien bevölkert waren.

Die Informationstitanen, die die Massenkultur im 20. Jahrhundert beherrschten, sollten einem dezentralisierten System weichen, das durch zusammenarbeitende Netzwerke definiert würde. Nicht durch Hierarchien und Rundfunkkanäle. So die Vision.

Anfangs sah es auch tatsächlich danach aus. Die Basisschicht des Internets bilden offene Software-Protokolle wie POP, SMTP, IMAP (für den E-Mail-Verkehr), HTTP (für Webseiten) oder TCP/IP (für das Verschicken von Daten (Bits) über das Netz).

Später kam dann noch GPS, das Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung, hinzu. Sie ermöglichen die wichtigsten Arten der Internetnutzung und sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind frei zugänglich und kostenlos. Sie sind auch die Basis des Erfolgsgeschichte Internet.

Bei aller Brillanz haben die damaligen Gründer des WWW allerdings auch ein wichtiges Element vergessen: Einen sicheren, offenen Standard, der die menschliche Identität im Netzwerk etabliert hätte. Diese Lücke hat dann der Privatsektor erkannt, namentlich Firmen wie Facebook, MySpace und Friendster oder in Deutschland StudiVZ, die soziale Netzwerke erschufen.

Als die Venture Capital-Geber erkannt haben, welches gigantische kommerzielle Potenzial diese Netzwerke hatten, wurden die Gründer mit Geld (gegen Beteiligungen) regelrecht überschüttet, so dass sich die Firmen schnell weiterentwickeln konnten. Weil das Identitätsproblem universal war bzw. ist, hat sich ein globaler Standard herauskristallisiert: Facebook!

Das Geniale an der Technologie hinter dem Bitcoin

Nur vier Jahre nach der Gründung von Facebook hat Satoshi Nakamoto (bei dem nach wie vor nicht klar ist, wer sich hinter diesem Pseudonym versteckt) per White Paper ein geniales System für eine digitale Währung vorgestellt, das keine zentrale, vertrauenswürdige Aufsichtsbehörde benötigt, um Transaktionen zu verifizieren: den Bitcoin.

Gedacht war er als elektronisches Peer-to-Peer (P2P) Cash-System, quasi in der Tradition von P2P-Musik-Tauschbörsen wie Napster. Wegen der integrierten Datenverschlüsselung sprach man von Kryptowährungen.

Die zwei wesentlichen Features waren dabei: Erstens eine dezentrale Datenbank, die dadurch enorm (fälschungs)sicher ist, dass sie über hunderte oder tausende Computer verstreut ist, ohne eine Einzelautorität, die die Transaktionen kontrollieren und verifizieren müsste.

Und zweitens war der Bitcoin so designt, dass diejenigen, die sich an der Pflege dieses dezentral geführten Kontobuchs ("distributed ledger") beteiligen, in Form kleiner, zunehmend knapper werdenden Bitcoinzahlungen belohnt werden. Das heißt: Leute wurden dafür belohnt, diese Datenbank wertvoller bzw. nützlicher zu machen, ohne dass sie auf einer offiziellen Gehaltsliste stehen oder Anteile an einer Firma halten würden.

Nun gab es einen Weg, wie offene Protokolle unterstützt werden können, der während des Aufstiegs von Facebook oder Twitter noch nicht existiert hatte. Im Zuge des Bitcoin-Erfolgs wurden diese beiden wesentlichen Bestandteile dutzende Male kopiert, u.a. von einem System namens Ethereum. Ethereum bzw. der Ether werden zwar auch als Kryptowährung bezeichnet.

Wichtig sind sie aber aus einem anderen Grund: Auf die Ethereum-Blockchain können verschiedene Anwendungen aufgesetzt werden, so genannte Smart Contracts, mit denen u.a. das Eigentum an Rechten, Lizenzen und Wertpapieren sicher übertragen werden kann.

Spätestens jetzt erkannten immer mehr Menschen das Potenzial der Blockchain-Technologie. Damit diese auch darin investieren konnten, entwickelte sich ein Prozess, der in Anlehnung an herkömmliche Börsengänge (IPOs) als Initial Coin Offering (ICO) bezeichnet wird.

Beim ICO können Anhänger des jeweiligen Systems oder Projekts die jeweilige Währung in Form digitaler Münzen (Coins) erwerben. Also genau solche Coins, die diejenigen erhalten, die die Datenbanken pflegen (im Fachterminus "Miner" genannt). Die Nachfrage nach solchen Coins verschiedener Kryptowährungen ist momentan riesig. Entsprechend steigen die Preise.

Der Knackpunkt dabei ist aber folgender: Projekte wie Ethereum sind ja "open source", also nicht kommerziell. Sie sind als Stiftung organisiert. Entsprechend gibt es kein Privatunternehmen, an dem die Investoren Anteile erwerben könnten. Sie können also nicht Miteigentümer werden. Sie werden nie Gewinnausschüttungen bekommen. Entsprechend kann man wohl nicht einmal von Investoren sondern eher von Spendern sprechen.

Da der Wert des Bitcoins in den letzten Jahren aber immer weiter gestiegen ist, sind immer mehr Spekulanten aufgesprungen und haben gekauft, einfach in der Hoffnung, dass sich morgen noch ein anderer findet, der noch mehr für die Coins bezahlt. Weil beim Bitcoin insgesamt nur rund 16 Millionen Coins im Umlauf sind und es niemals mehr als gut 21 Millionen Coins geben wird, ist das Angebot entsprechend knapp. So konnte sich die Spekulationsblase immer weiter aufblähen.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Bitcoin-Spekulationsblase eines Tages platzen wird, eher früher als später. Die Frage ist aber, ob damit auch das ganze Finanzierungssystem, sprich z.B. die ICOs, verschwinden werden?

Das wäre naheliegend, weil es sich dabei ja wie beschrieben nicht um Investments im eigentlichen Sinne handelt und keine Rückflüsse zu erwarten sind. Allerdings bin ich mir in dem Punkt nicht wirklich sicher - und hier wären wir wieder bei Facebook und dem Problem der Identität.

Es könnte zukünftig von überragendem öffentlichen (sprich: auch politischen und gesellschaftlichen) Interesse sein, dass die digitale Identität tatsächlich jedem Individuum alleine gehört. Momentan gehören Teile dieser Identität bei vielen Menschen wie beschrieben Facebook aber z.B. auch Amazon (Kreditkarteninformationen; Einkaufshistorie) und ähnlichen Firmen, die damit Geld verdienen. Natürlich kann man theoretisch seinen Account bei Facebook löschen, aber das aufgebaute soziale Netzwerk lässt sich nicht mitnehmen.


 

 

Bekommen die Internetnutzer ihre Identität zurück?

Und genau hier setzen neue Blockchain-basierte Services wie uPort oder Blockstack mit ihren offenen Protokollen an. Sie haben technologisch leicht unterschiedliche Ansätze, aber die gemeinsame Vision wie Identität in einem tatsächlich dezentralen Internet funktionieren soll. Wie kann das in der Praxis aussehen?

Grundsätzlich braucht es zunächst nicht mehr als eine Liste von z.B. Ethereum-Adressen, die zu den Leuten gehören, die man persönlich mag und denen man vertraut. Diese definieren das eigene soziale Netzwerk.

Vielleicht wird eines Tages quasi jeder Mensch diesen Standard nutzen, um seine sozialen Verbindungen abzubilden, so wie heute jeder den TCP/IP-Standard verwendet, um Daten über das Netz zu verschicken. Man müsste sich nicht mehr an Facebook verkaufen. Und das Ganze lässt sich natürlich noch weiter spinnen, z.B. im Gesundheitsbereich.

Das persönliche Genom befände sich dann nicht auf den Servern privater Unternehmen, sondern innerhalb eines persönlichen Datenarchivs, wo jeder bestimmen darf, wem er Zugriff auf dieses Archiv gibt.

Hinzu kommt, dass es auf Grund der dezentralen Struktur für Hacker dann quasi unmöglich werden würde, die Online-Identität von Millionen Menschen auf einmal zu knacken. In dem Identitäts-System das Blockstack vorschlägt, könnten die tatsächlichen Informationen über die Identität eines einzelnen auf irgendeinem beliebigen Computer liegen, verschlüsselt natürlich.

Eine solche Entwicklung könnte sogar vom Staat gefördert werden oder von anderen wohlhabenden Stiftungen oder Privatpersonen. Diejenigen, die solch ein "Ersatz-Facebook" entwickeln, könnten entsprechend großzügig bezahlt werden, in welcher Form auch immer. Im Gegensatz zu jetzt würde ihnen das "Ersatz-Facebook" aber nicht gehören.

Vielleicht hört sich das alles etwas sehr visionär und auch idealistisch an. Aber ich denke, wenn jemand mittelfristig die Dominanz von Facebook gefährden könnte, dann sind es Projekte vom Schlage uPort oder Blockstack, die auf der Blockchain basieren.

Was das für uns als Anleger bedeutet

Letztlich würden sich für uns als Anleger daraus natürlich dramatische Veränderungen ergeben. Wie könnten diese aussehen?

Offensichtlich ist: Wir sollten zumindest nicht darauf setzen, dass Google, Facebook oder Amazon immer so dominant bleiben wie sie es jetzt sind. Genau so sind die Firmen aber im Moment bewertet.

In der Existenz gefährdet sein könnten auch eine ganze Heerschar von Vermittlungsgeschäftsmodellen wie z.B. im Tourismusbereich Priceline, Traveladvisor und Expedia oder im Ticketbereich Eventim und viele andere mehr, die die Basis ihres Geschäftsmodells verlieren würden.

Umgekehrt könnten die Anbieter, deren Dienstleistungen sich nicht ersetzen lassen, also z.B. Fluggesellschaften wie die Lufthansa oder Reiseveranstalter wie TUI profitieren, weil die Vermittler aus der Wertschöpfungskette ausscheiden.

TUI-Chef Friedrich Joussen versucht den Konzern übrigens genau deshalb entsprechend auszurichten, in dem er Vermittlungstöchter verkauft und stattdessen die Blockchain-Plattform Winding Tree unterstützt, die an einer gigantischen open-source Reisedistributions-Plattform arbeitet. Auch die Lufthansa arbeitet übrigens mit Winding Tree zusammen, was natürlich kein Zufall ist.

Beide Aktien befinden sich übrigens auch im Musterdepot meines Premiumdienstes Trendaktien-Report (www.trendaktien-report.de).

Alles in allem könnte zunächst aber viel an Marktkapitalisierung vernichtet werden, weil in einem Blockchain-basierten Internet mehr Dinge frei zugänglich und anti-kommerziell werden. Dafür könnte das "The-winner-takes-it-all"-Phänomen, das ja im Internet allgegenwärtig ist, verschwinden. Eventuell könnten tatsächlich viele kleinere Player nebeneinander existieren.

Denkt man noch einen Schritt weiter, könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich ein Anlegen nach der Valuestrategie - wieder mal - als überlegen herausstellen könnte, weil viele Wachstumsunternehmen gerade im Technologiebereich möglicherweise die teilweise extrem hohen Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Gewinnsteigerungen nicht erfüllen würden, wenn ganze Märkte und Teilmärkte weg brechen.

Es könnten wieder mehr diejenigen profitieren, die tatsächlich kreativ etwas produzieren oder physikalische Güter herstellen, es also subjektiv mehr verdient haben, und nicht die, die nur ein Plattform aufgebaut haben und dann bei jeder Transaktion mitverdienen.

In den Sinn kommen mir dabei spontan Künstler, die einen größeren Teil der mit ihren Kunstwerken oder Auftritten generierten Umsätze selbst behalten könnten und nicht an Streaming-Plattformen (AppleMusic) oder Ticketversendern (Eventim) abgeben müssten.

Schließlich könnte sich auch der Wertpapierhandel selber verändern. Herkömmliche Börsen mit ihren Clearing-Dienstleistungen (Abwicklung, Abrechnung...) würden überflüssig würden. Der Handel würde möglicherweise noch einfacher und vor allem kostengünstiger werden.

 

 

MEIN FAZIT: Der öffentliche Gegenwind für Facebook nimmt zu, sowohl politischer Art (Fakenews etc.) als auch durch User, die sich von zuviel Werbung belästigt fühlen und durch psychologische Studien, die die Gesundheitsgefahren aufzeigen, die von sozialen Netzwerken ausgehen. Facebook CEO Mark Zuckerberg rudert nun zurück und will im Newsfeed eine sinnvollere soziale Interaktion fördern. Anleger fürchten, dass weniger Werbung zulasten der Gewinne geht. Die Aktie ging zunächst mal auf Tauchstation.

 

Parallel dazu könnte sich aus den beiden wesentlichen Features, die die Blockchain bietet (fälschungssichere, dezentrale Datenbank; Open Source-Entwicklung mit Finanzierung der Entwickler über Coins, ohne dass diese in einer Firma angestellt wären) ein nicht-kommerzielles Konkurrenzmodell zu Facebook entwickeln, das zudem vor Hackern fast perfekt geschützt ist. User könnten so ihre Online-Identität zurückbekommen, was wiederum auch im Sinne der Politik bzw. des Staates sein könnte, die dann entsprechende Projekte fördern könnten.

 

In der Folge könnten sich die Machtverhältnisse im Internet dramatisch verändern und damit auch die Bewertungen einzelner Firmen. Auf Investoren könnten schwerwiegende Umwälzungen zukommen aus denen sich große Risiken, aber auch große Chancen ergeben.

 

Die nächsten Jahre werden extrem spannend werden. Ich begleite Sie dabei gerne durch den Anlagedschungel. Mehr Infos erhalten Sie unter www.trendaktien-report.de oder www.breakout-trader.de .

 

Hinweispflicht nach §34b WpHG: Die Geldanlage-Report-Redaktion ist in folgenden genannten Wertpapieren / Basiswerten zum Zeitpunkt des Publikmachens des Artikels investiert: Deutsche Lufthansa. Es könnte daher ein Interessenskonflikt vorliegen. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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