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Aktien New York: Erholung setzt sich mit gedrosseltem Tempo fort
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Aktien New York Erholung setzt sich mit gedrosseltem Tempo fort

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.04.2018, 20:13  |  1176   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Die gute Laune an der Wall Street und den technologielastigen Nasdaq-Börsen hat sich auch am Donnerstag gehalten. Allerdings bröckelten die Kurs im Handelsverlauf etwas ab. "Das Thema Handelskrieg ist noch nicht vom Tisch", sagte Marktexperte Craig Erlam vom Währungshändler Oanda. Zudem waren auch die vor dem Handelsauftakt veröffentlichten Konjunkturdaten mau ausgefallen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche waren stärker als erwartet gestiegen und das Defizit in der Handelsbilanz erreichte mit bald 58 Milliarden US-Dollar den höchsten Stand seit Oktober 2008.

Dessen ungeachtet gewann der Dow Jones Industrial rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss weitere 0,50 Prozent auf 24 384,58 Punkte und legte damit den dritten Tag in Folge zu. Am Vortag war der US-Leitindex zunächst wegen Sorgen über eine Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China sehr schwach gestartet, hatte dann aber überraschend und deutlich ins Plus gedreht. Bereits am Dienstag war es als Reaktion auf einen heftigen Rücksetzer am Ostermontag wieder deutlich nach oben gegangen.

Im Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften gibt es derweil unterschiedliche Signale: Während das Weiße Haus tags zuvor Verhandlungsbereitschaft signalisierte, zeigt sich China aktuell weiter kampfbereit. Allerdings ist noch Zeit für Verhandlungen, da die gegenseitigen Strafzölle frühestens wohl im Juni in Kraft treten werden.

Für den breit gefassten S&P 500 ging es am Donnerstag um 0,40 Prozent auf 2655,29 Punkte nach oben. Beim Nasdaq 100 bröckelten die Gewinne auf nur noch plus 0,15 Prozent auf 6568,75 Punkte ab.

Unter den Einzelwerten im Dow machten die Aktien von Boeing ihre Vortagesverluste mehr als wett und stiegen als Spitzenwert um knapp 2 Prozent. Sorgen vor chinesischen Strafzöllen hatten am Mittwoch belastet. Pfizer waren hingegen Schlusslicht mit minus 1,3 Prozent. Sie litten unter einem Analystenkommentar der britischen Bank Barclays. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau sei das Potenzial von Medikamenten wie Prevnar, Ibrance, Xeljanz und Xtandi weitgehend eingepreist, begründete Analyst Geoffrey Meacham sein auf "Equal Weight" gesenktes Anlageurteil.

Halbleiterwerte standen aufgrund einer Branchenstudie der Schweizer Großbank UBS im Fokus. Diese nahm die Bewertung zahlreicher US-Chipaktien auf und sprach dabei für Micron Techology und Texas Instruments eine Verkaufsempfehlung aus. Als Schlusslicht im Nasdaq-Auswahlindex 100 büßten Micron daraufhin 7 Prozent ein. Texas Instruments verloren im S&P 100 fast 3 Prozent.

Die Aktien von Monsanto gewannen im S&P-100-Inex 0,7 Prozent. Der US-Saatguthersteller war mit seiner Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsquartal selbst hinter den vorsichtigsten Analystenprognosen zurückgeblieben. Auch der Gewinn je Aktie enttäuschte, denn er fiel geringer aus als die Durchschnittsschätzung der Analysten.

Facebook erholten sich den zweiten Tag in Folge und stiegen um 1,6 Prozent. Analystenkommentaren zufolge könnten die Aktien bei 150 US-Dollar das Stück einen Boden gefunden haben. Allerdings gab es weiterhin nur negative Nachrichten, denn der Datenskandal um Cambridge Analytica zieht immer weitere Kreise: Statt einer Zahl von rund 50 Millionen Betroffenen könnten es bis zu 87 Millionen sein.

Die Aktien des Börsenneulings Spotify legten um 2,5 Prozent zu und machten damit einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wett. Am Dienstag waren die Papiere des Musik-Streamingdienstes sehr erfolgreich per Direktplatzierung gelistet worden. Der erste durch Handel zustande gekommene Kurs an der New York Stock Exchange (Nyse) hatte bei 165,90 Dollar gelegen. Damit waren sie 26 Prozent über dem von der Börse gesetzten Referenzkurs von 132 Dollar gestartet. Am Mittwoch allerdings hatten die Aktien dann etwas mehr als 3 Prozent verloren./ck/jha/

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