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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Mai 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Mai 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
20.06.2018, 20:50  |  1388   |   |   

Uneinheitliche Entwicklung am Aktienmarkt und starke Renditeschwankungen im Euroraum.

Marktberichte Mai 2018

Aktien: Uneinheitliche Entwicklung

Renten: Starke Renditeschwankungen im Euroraum

Aktienmärkte: Während US-Aktien im Mai hinzugewinnen konnten, mussten europäische Dividendenwerte Verluste hinnehmen. Die US-Wirtschaft brummt, in Europa verunsicherte hingegen die schwierige Regierungsbildung in Italien. Das Regierungsprogramm wird finanzmarktseitig als belastend betrachtet.

Rentenmärkte: Die italienischen Koalitionsverhandlungen sorgten auf der Rentenseite für deutliche Schwankungen. Vor allem italienische Staatspapiere wiesen vorübergehend starke Verluste und damit Renditeanstiege auf. Vor allem im kurzen Laufzeitbereich, die Zinskurve tendierte deutlich flacher. Anleihen aus den Kernländern waren hingegen gesucht, in der Summe gab es auf Gesamtmarktebene im Mai Verluste.

Die Aktienmärkte

Europa

Holprige Regierungsbildung in Italien belastet Aktienmärkte

Europäische Aktien haben im Mai deutliche Kursverluste verzeichnet. Der EURO STOXX 50-Index gab 3,7, Prozent ab. Der marktbreite STOXX Europe 600-Index hielt sich spürbar besser und verzeichnete lediglich einen leichten Wertverlust von 0,6 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung schlossen sogar 0,6 Prozent fester.

Als größter Belastungsfaktor erwies sich die Regierungsbildung in Italien. Investoren fürchteten, dass ein Bündnis der populistischen Parteien Lega Nord und Fünf-Sterne-Bewegung perspektivisch zu einer Ausweitung der Staatsschulden und der Einführung einer Schattenwährung führen könnte. Die Stimmung heizte sich in der zweiten Monatshälfte weiter auf, als Staatspräsident Sergio Mattarella dem Bündnis seine Zustimmung verwehrte und stattdessen einen unabhängigen Technokraten mit der Regierungsbildung beauftragte. Zwar konnten sich Lega Nord und Fünf-Sterne-Bewegung durch einen Umbau des Kabinetts schließlich doch noch die Zustimmung des Staatspräsidenten sichern. Am italienischen Aktienmarkt führte die Angst vor höheren Staatsschulden und rückläufigen Reformbemühungen aber zu einem Minus von über neun Prozent.

Auch in Spanien gaben die Notierungen nach, der IBEX 35-Index büßte 5,2 Prozent ein. Ministerpräsident Mariano Rajoy verlor sein Amt, nachdem die Mitglieder des Abgeordnetenhauses mehrheitlich für einen Misstrauensantrag gestimmt hatten. Belastend wirkten sich auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Europa aus: Die Rhetorik verschärfte sich vor allem zum Ende der Berichtsperiode, nachdem die Vereinigten Staaten eine Ausweitung der Stahl- und Aluminiumzölle auf Europa, Kanada und Mexiko bekanntgegeben hatten.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind zwar unverändert gut, allerdings hat die Anfälligkeit der Aktienmärkte für exogene Störfeuer zuletzt zugenommen. Der anstehende geldpolitische Richtungswechsel im Euroraum, die Diskussionen um die Einführung weiterer Strafzölle und andere (geo-) politische Entwicklungen dürften die Kursschwankungen auf erhöhtem Niveau halten.

Deutschland

Höhere Risikoaversion belastet nur teilweise

Deutschlands Aktienmärkte blicken im Mai auf eine heterogene Kursentwicklung zurück. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verzeichnete einen leichten Kursverlust von 0,1 Prozent. Der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung und die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften schlossen jeweils 1,4 Prozent fester. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen legten sogar deutlich um 6,1 Prozent zu.

Neben der holprigen Regierungsbildung in Italien führten zahlreiche kleinere Entwicklungen, wie die fortgesetzte Debatte um Handelsbeschränkungen sowie die rückläufige Konjunkturdynamik, zur höheren Risikoaversion. Aktien der deutschen Großbanken führten dabei die Verliererliste an. Die Papiere der Deutschen Bank verloren im Mai 18,3 Prozent an Wert, Aktien der Commerzbank gaben 17,7 Prozent ab. Während die Quartalszahlen der Commerzbank von schlecht laufenden Geschäften mit großen Firmenkunden und einer schwachen Ertragskraft überschattet wurden, gab der Vorstand auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank bekannt, den Sparkurs nochmals zu verschärfen und weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen umsetzen zu wollen.

Technologiekonzerne zeigten sich von der höheren Risikoaversion am Markt indes weitgehend unbeeindruckt und legten deutlich zu. Noch im Vormonat zählten die Konzerne des Sektors zu den Verlierern. Der TecDAX-Index erreichte zum Monatesende ein neues Rekordniveau. Seit Jahresanfang hat sich das Technologiebarometer (plus 10,2 Prozent) deutlich besser entwickelt als der Blue-Chip-Index DAX (minus 2,4 Prozent).

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind zwar unverändert gut, allerdings hat die Anfälligkeit der Aktienmärkte für exogene Störfeuer zuletzt zugenommen. Der anstehende geldpolitische Richtungswechsel im Euroraum, die Diskussionen um die Einführung weiterer Strafzölle und andere (geo-) politische Entwicklungen dürften die Kursschwankungen auf erhöhtem Niveau halten.

Osteuropa

Schwächephase an Osteuropas Aktienmärkten

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