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Aktien Frankfurt: Anleger halten sich wegen Vorgaben und vieler Zahlen zurück
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Anleger halten sich wegen Vorgaben und vieler Zahlen zurück

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.07.2018, 12:08  |  664   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist nach einem schwachen Wochenauftakt am Dienstag kaum von der Stelle gekommen. Angesichts etlicher Unternehmenszahlen sowie mäßiger Vorgaben durch die Übersee-Börsen scheuten die Anleger eine klare Positionierung.

Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,03 Prozent tiefer bei 12 793,55 Punkte. Damit steuert er für den Juli aber auf einen Kursgewinn von knapp 4 Prozent und damit die beste Monatsbilanz seit April zu. Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Dienstag um 0,33 Prozent auf 26 797,68 Punkte bergab, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,78 Prozent auf 2889,41 Zähler verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg hingegen um 0,24 Prozent auf 3520,68 Punkte.

An den US-Börsen hatte sich am Montagabend der Ausverkauf bei Technologiewerten fortgesetzt. Die Investoren dürften daher genau auf die am Dienstag nachbörslich erwarteten Ergebnisse des iPhone-Konzerns Apple achten. "Apple hat das Potential, die Korrektur zu stoppen oder richtig auszuweiten", sagte Börsenexperte Thomas Altmann von QC Partners.

Die Blicke richteten sich zudem nach Fernost, wo am Morgen Wirtschaftsdaten und der Zinsentscheid in Japan anfielen. "Die Befürchtungen, die Bank of Japan könnte ihre Geldpolitik früher straffen, haben sich nicht bewahrheitet", sagte Altmann. Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes hätten derweil leichte Bremsspuren gezeigt. "Die Wirtschaft in China wächst sicherlich langsamer als in der Vergangenheit, aber sie wächst."

In Deutschland legten mit der Lufthansa , HeidelbergCement , Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) allein aus dem Dax vier Unternehmen Quartalszahlen vor.

Die Aktien der Fluggesellschaft setzten dank der zuletzt erfreulichen Geschäftsentwicklung ihren Erholungstrend fort. Sie eroberten mit einem Kurssprung von fast 7 Prozent die Indexspitze. Die Lufthansa konnte die teure Integration von Teilen des Konkurrenten Air Berlin und höhere Treibstoffkosten dank gesteigerter Ticketpreise weitgehend wettmachen. Der operative Gewinn sank zwar, übertraf aber die Erwartungen. Für das laufende Jahr rechnet Vorstandschef Carsten Spohr weiter damit, dass der operative Gewinn nur leicht hinter den fast 3 Milliarden Euro aus dem Rekordjahr 2017 zurückbleibt.

Beim Baustoffkonzern HeidelbergCement konnten sich die Anleger über ein Plus von immerhin 0,83 Prozent und einen Platz im vorderen Dax-Mittelfeld freuen, nachdem der Konzern mit seinem Umsatzanstieg positiv überrascht hatte. Das rückläufige operative Ergebnis bremste indes den Kursanstieg der Aktie.

Die Zahlen von Fresenius und FMC sorgten für wenig Begeisterung: Die Anteilssscheine des Medizinkonzerns und seiner Dialysetochter belegten mit Verlusten von jeweils knapp 2 Prozent die letzten Plätze im Dax. FMC hatte zwar dank des Verkaufs einer Beteiligung einen Gewinnsprung verzeichnet, der starke Euro zehrte aber an den Umsätzen. Am wichtigen US-Markt hat FMC laut Analyst Oliver Metzger von der Commerzbank mit dem operativen Gewinn zwar die Erwartungen erfüllt. In den anderen Regionen wie etwa Europa oder Asien fand der Experte wegen der negativen Währungseffekte aber ein Haar in der Suppe.

Auch bei Fresenius war im Zuge dessen unter Anlegern eher Mollstimmung angesagt. Ähnlich wie FMC hatte auch der Mutterkonzern im zweiten Quartal unter der ungünstigen Umrechnung von Umsätzen in Dollar zu Euro zu leiden. Da half es auch nicht, dass sich das Unternehmen nun für seine boomende Flüssigmedizintochter Kabi noch optimistischer zeigt.

Die Titel von Fuchs Petrolub waren nach Halbjahreszahlen mit einem Plus von über 5 Prozent bester Wert im MDax und setzten so ihren Aufwärtstrend fort. Dank nachlassender negativer Währungseffekte legten Umsatz und Gewinne zu. Sowohl das operative Ergebnis als auch der Nettogewinn übertrafen die Erwartungen. Ein Händler hob zudem den deutlich gestiegenen freien Barmittelzufluss positiv hervor, der zu Jahresbeginn noch der Schwachpunkt im Zahlenwerk der Mannheimer gewesen sei./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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