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Aktien New York: Jüngste Talfahrt vorerst gestoppt
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Aktien New York Jüngste Talfahrt vorerst gestoppt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.10.2018, 20:08  |  1836   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Zum Auftakt der US-Berichtssaison am Freitag haben sich die Kurse am New Yorker Aktienmarkt nach dem jüngsten Ausverkauf etwas erholt. Der Dow Jones Industrial begann stark mit Kursaufschlägen von bis zu 1,7 Prozent. Danach bröckelten die Gewinne ab, kurzzeitig stand der Leitindex sogar im Minus. Zuletzt legte er aber wieder um 0,62 Prozent auf 25 207,46 Punkte zu. Wegen der massiven Verluste an den vergangenen zwei Handelstagen deutet sich auf Wochensicht für den US-Leitindex aber ein empfindliches Minus von 4,7 Prozent an.

Von der Konjunktur gab es zum Wochenausklang einen Dämpfer: Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Oktober überraschend eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war um 1,1 Punkte auf 99,0 Punkte gefallen, wie die Universität am Freitag in Michigan mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 100,5 Punkte gerechnet.

Der marktbreite S&P 500 rückte am Freitag um 0,78 Prozent auf 2749,62 Punkte vor. Deutlich besser präsentierte sich der Technologie-Index Nasdaq 100 mit plus 1,87 Prozent auf 7094,14 Zähler. Techwerte waren in dieser Woche besonders unter die Räder gekommen. An diesem Freitag verbuchten Apple , Amazon , Netflix und die Google-Mutter Alphabet - hohe Kursgewinne. Facebook zeigten sich hingegen etwas schwächer.

Mit JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo setzten drei US-Großbanken mit ihren Quartalszahlen überwiegend positive Akzente und sorgten damit für einen ordentlichen Start in die Berichtssaison und zugleich für Erleichterung unter den Marktteilnehmern, deren Nerven in dieser Woche arg strapaziert worden wurden. Die Furcht vor steigenden Zinsen und der internationale Handelskonflikt hatten vor allem zur Wochenmitte einen Ausverkauf am Aktienmarkt ausgelöst.

Gerade Banken profitieren aber von höheren Zinsen. Sie machen das Geldverleihen einträglicher. Deshalb sowie dank niedrigerer Steuern und der boomenden US-Wirtschaft hatten im Sommer die drei Kredithäuser glänzend verdient. Analysten würdigten die gesunkenen Kosten für faule Kredite.

Die Aktien von JPMorgan Chase wechselten allerdings zunächst munter die Vorzeichen und entschieden sich dann für das Minus. Zuletzt belief sich der Abschlag auf 1,7 Prozent, womit sie im Dow das Schlusslicht waren. Die größte US-Bank hatte ihren Nettogewinn im dritten Quartal um rund ein Viertel zum Vorjahr gesteigert und damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertroffen. Expertenkommentare nach den Zahlen fielen überwiegend erfreulich aus.

Richard Ramsden von Goldman Sachs hob in einer ersten Reaktion das gut laufende Kreditgeschäft hervor. Er bezweifle aber, ob der Markt dies honoriere. Denn die Debatte, an welcher Stelle sich der Kreditzyklus gerade befinde, gehe noch weiter.

Für die Citigroup-Papiere ging es im S&P 500 um 0,9 Prozent hoch. Die Anteilscheine von Wells Fargo gewannen 0,6 Prozent. Beide Werte hatten im frühen Handel wesentlich höhere Kursgewinne verzeichnet.

Ein Börsendebüt wie aus dem Bilderbuch legten die Papiere des Cloud-Spezialisten Anaplan hin. Sie eröffneten bei 24,25 US-Dollar je Aktie. Der Ausgabepreis hatte bei 17 Dollar gelegen. Zuletzt kosteten ein Papier 23 Dollar./ajx/he

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