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Preisschock Umweltministerin Schulze treibt CO2-Steuer voran: Benzin bald für zwei Euro?

07.11.2018, 14:12  |  14982   |  25   |   

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) plant offenbar einen neuen Anlauf für die Einführung einer so genannten "CO2-Steuer". Die neue Abgabe und eine Trendumkehr beim Ölpreis könnten den hohen Benzinpreis weiter ansteigen lassen.

Umweltministerin Schulze will mit einer Abgabe ("CO2-Steuer") auf Heizöl, Gas und Sprit den Kohlendioxid-Ausstoß senken. Das kündigte ihr Staatssekretär Jochen Flasbarth an, der von der Nachrichtenagentur "Dow Jones" zitiert wird. Es ist geplant, dass Ministerin Schulze heute an der Berliner Humboldt-Universität die Leitlinien ihrer Umweltpolitik darlegen wird.

"Die Ministerin wird das zu einem großen Thema machen", sagte Flasbarth bei der Jahrestagung des Verbands der Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) in Berlin. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) könne dem "etwas abgewinnen", so der Staatssekretär.

Eine zusätzliche Abgabe auf Gas, Heizöl, Diesel und Benzin hätte es fast in den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD geschafft. CSU-Chef Horst Seehofer legte aber erfolgreich sein Veto ein. Er wollte damals vor der Landtagswahl in Bayern Debatten um CO2-Steuern oder andere Steuererhöhungen vermeiden.

In Frankreich hat Staatspräsident Emmanuel Macron höhere Steuern auf Diesel und Benzin verteidigt. Es sei besser, Kraftstoff zu besteuern und nicht die Arbeit, sagte Macron der Regionalzeitung "L'Alsace". Die Steuern für Diesel-Kraftstoff sind nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur "AFP" seit Jahresbeginn um 7,6 Cent pro Liter gestiegen. Für Benzin sind demnach 3,9 Cent mehr Steuern zu zahlen. Eine weitere Anhebung sei für das kommende Jahr geplant.

Unterdessen könnte eine Trendumkehr beim Ölpreis Kraftstoffe weiter verteuern. Nach dem der Ölpreis in den letzten Wochen fiel, könnte er jetzt wieder ansteigen, da Händler auf Förderkürzungen der Opec spekulieren. "Bloomberg" berichtete, dass die Opec über eine Kürzung ihrer Produktion im kommenden Jahr nachdenke.

Quellen:

Dow Jones

dpa-AFX

 

 

 

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Kommentare

Wobei es sehr viel Sinn macht,
die pösen CO2-Emissionen von Schland durch Deindustrialisierung niederzuprügeln,
während die noch mehr CO2 produzierende Produktion woanders wächst.
Doch mit BWL oder Naturwissenschaften wollen die Ökokirchenanhänger
in Schland sich nicht so viel beschäftigen.
Grundfrage: Will man überhaupt etwas gegen CO2 und Klimawandel tun?
Ist man bereit sein Leben zu verändern?
Viele Mitbürger sind dazu nicht bereit und auch nicht bereit neue Wege zu denken.
An allen Enden an denen versucht wird CO2 zu reduzieren wird heftig dagegen gehalten:
Keine Reduzierung bei den neuen Auto (= keine Verbrauchsreduzierung und damit gegen geringere Ausgaben an der Tankstelle)
Keine Belohnung für die, die bewusst sparsam mit CO2 umgehen (=Gegefinanzierung durch höhere CO2-Abgaben)
...
erzähl das bitte mal den familien welche keine möglichkeit auf eigenheim haben ..aber pendeln müssen und kinder zur kita schule..sport etc. fahren müssen.....ist ja alles schön mit deinem pedelec und staatlich subventionertem solarbesitz...aber es ist dir schon bekannt..dass du damit zu einem privilegiertem kreis gehörst?...schätze das und gib nicht (wenn auch verhalten) damit an...gepaart mit einem.."nach mir die sintflut" benehmen...die co² steuer macht die luft nicht sauberer...aber das möchtest du doch auch...oder nicht?
exakt...diese menschen denken ..die steuer würde die luft reinigen...und an der eigenen grundstücksgrenze hört dann das solidardenken auf...dann wird sich gesonnt in..was man alles nachhaltig an mobilität und autarker (statlich subventionierter) ebergiequelle besitzt und betreibt...irre und latent antisozial

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