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Salzgitter Short 100-Prozent-Chance

19.11.2018, 08:00  |  515   |   |   

Man könnte meinen, Stahl sei wachsweich geworden. Stagnierende bis fallende Stahlpreise seien ein großes Risiko für die Gewinnerwartungen, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in der vergangenen Woche. Es war nicht die einzige Hiobsbotschaft für die Branche. Am gleichen Tag gab ThyssenKrupp eine Gewinnwarnung heraus, nicht die erste in diesem Jahr. Das schüttelte den Sektor massiv und zog Stahlaktien nach unten. Es waren zu viele schlechte Nachrichten, welche auf die Branche einprasselten.

Zahlen vorgelegt

Wer nur auf Zahlen von Salzgitter schaut, muss den aktuellen Aufruhr nicht verstehen. Denn der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern fuhr in den ersten neun Monaten einen Gewinn von rund 285 Millionen Euro ein. Das ging aus der vorgelegten Quartalsbilanz hervor. Dadurch übertraf der Konzern das Ergebnis aus dem Vorjahr von 175 Millionen Euro recht deutlich. Dazu trugen die guten Geschäfte mit Flachstahl und Grobblechen sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses des Werkes in Peine bei Braunschweig bei.

Prognose bestätigt

Zugleich entfalteten die seit Mitte Juli umgesetzten EU-Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahlimporte eine Wirkung. Ihnen lag die Befürchtung zugrunde, dass chinesischer Stahl die Eurozone fluten könnte, falls die USA durch den Handelsstreit als Abnehmer wegfallen. Ist alle Sorge tatsächlich überwunden? Zumindest Salzgitter bestätigte seine erst im September angehobene Prognose zum Ergebnis. Eine höhere Prognose bringt jedoch auch höhere Risiken mit sich, diese nicht mehr erfüllen zu können.

Sorgen belasten

Hier lasten wiederum die Sorgen um die globale Konjunktur auf der Branche. Lässt das wirtschaftliche Wachstum nach, könnte die Nachfrage nach Stahl zurückgehen. Wer hiervon ausgeht, findet sich im Chart der Salzgitter-Aktie wieder. Seit Anfang des Jahres fällt sie. Zum Jahreswechsel hatte der Wert ein Hoch um 52 Euro erreicht, nachdem ein Aufwärtstrend im Februar 2016 begonnen und sich die Aktie dabei mehr als verdreifacht hatte. Mittlerweile kam die Aktie wiederum auf dem tiefsten Stand seit Mai 2017 an.

18-Monats-Tief

Aus technischer Sicht lässt sich ein Abwärtstrend zwischen 31 und 42 Euro darstellen, indem sich die Notierungen derzeit im unteren Bereich bewegen. In der letzten Woche rutschte die Aktie bis 31,80 Euro ab, wie gerade erwähnt, ein 18-Monats-Tief. Dadurch unterschritt sie das Tief von Ende Oktober bei 33,69 Euro, so dass sich um 34 Euro ein Widerstand befinden kann. Sollte die Aktie demnächst sogar das Vorjahrestief um 30 Euro unterschreiten, könnte sich die fallende Tendenz der Salzgitter-Aktie dynamisch verstärken.

Salzgitter (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 33,69 // 34,28 // 36,05 // 36,41
Unterstützungen: 31,80 // 29,74 // 27,05 // 22,50

Mit einem Open End Turbo Short (WKN HX4PLL) können risikobereite Anleger, die eine fallenden Salzgitter-Aktie erwarten, überproportional davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 35,6 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Der könnte im Basiswert bei 34,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich ein Stoppkurs bei 0,93 Euro. Ein Trading-Ziel könnte sich um 20 Euro befinden. Für die spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis 5 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: HX4PLL Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,16 – 1,17 Euro Emittent: UniCredit
Basispreis: 43,795 Euro Basiswert: Salzgitter
KO-Schwelle: 43,795 Euro akt. Kurs Basiswert: 32,165 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 2,35 Euro
Hebel: 2,8 Kurschance: + 100 Prozent
Quelle: UniCredit

Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

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