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DAX-Wochenplan: Die 11000 wackelt im DAX - Ausblick zum Novemberende

DAX-Wochenplan Die 11000 wackelt im DAX - Ausblick zum Novemberende

Gastautor: Andreas Mueller
25.11.2018, 10:14  |  8972   |   |   

Das neue Jahrestief hat den DAX bis auf 9 Punkte an die runde Marke von 11.000 Punkten gebracht. Davon war zum Wochenstart noch nichts zu spüren. Wir starteten in die Handelswoche noch leicht euphorisch und hätten einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend direkt am Montagmorgen vollziehen können. Doch bereits in der zweiten Handelsstunde ergab sich der Markt den Bären und tendierte weiter abwärts. Diese hier visualisierte Abwärtstrendlinie wurde im Wochenverlauf nicht mehr berührt:

 

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Damit wurde der Trendkanal aus der Vorwochenanalyse weiter fortgeführt und die 11.500 rückte wieder in weitere Ferne (altes Chartbild zur Erinnerung):

 

 

 

Entsprechend schrieb ich vor genau einer Woche dieses Szenario:

 

Ein Test der Vorwochentiefs um 11.230 wäre damit einzuplanen und würde das Chartbild noch einmal erheblich verdunkeln.

 

An dieser Marke verweilte der DAX kurz und testete dieses Unterstützungslevel genau auf dem XETRA-Schlusskursniveau (11.231 Punkte). Dieses hielt bereits am Folgetag nicht mehr - jenem Handelstag, der das neue Jahrestief auf 11.009 markieren sollte.

 

 

Danach gab es zumindest eine technische Erholung. Sie musste sich erst "Luft" machen und verlief im Hochpunkt bis zum Mittwoch auf 11.257 Punkte mit einem klassischen GAP-close an dieser Stelle. Zu sehen war dies schon am Morgen und entsprechend dokumentiert sind solche Zonen immer wieder für kurzfristige Trades gut:

 

L

ange konnte das Niveau über 11.200 Punkten nicht gehalten werden. Es folgte ein Rückfall und das Einpendeln in eine Seitwärtsrange. Auch dies war recht gut sichtbar und mit einer Trendlinie zu visualisieren. Der Vorteil liegt darin, sich in die endende Marktbewegung als Trader einstoppen lassen zu können:

 

 

Technisch ist dies mit einer so genannten Pending-Order möglich - hier ausgeführt in der XStation5.

Im Ziel ergab diese Bewegung dann erneut den Boden um 11.120 Punkte. Hier hat der Markt scheinbar ein Gedächtnis:

 

 

Ab diesem Punkt lief der DAX dann langsam aber stabil seitwärts bis in das Wochenende hinein. Mangels Impulsen aus dem verkürzten US-Handel vertagten die großen Marktteilnehmer scheinbar eine weitere impulsive Entscheidung und die privaten Trader reisten zur World of Trading nach Frankfurt. Beide hier geschilderten Phasen habe ich nachfolgend noch einmal im Chartbild festgehalten. Sie sollen eine Grundlage für den Tradingplan der kommenden Woche darstellen:

 

 

Übergeordnet befinden wir uns mit diesem Wochenverlauf noch immer in einer bärishen Börsenphase. Das aktuelle Jahr weist einen DAX-Verlust von mehr als 12 Prozent auf, welcher vor allem in den letzten Monaten erzielt wurde. Ein Blick auf die jeweilige Monatsperformance untermauert dies:

 

Dadurch ist im Tageschart weiterhin der Abwärtstrend dominant. Es konnte zwar der Abstand zur Trendlinie kurzzeitig verringert werden, doch der Trend vollzog sich wenige Tage später erneut fort:

 

 

Die Tiefs liegen nach dieser Woche auf unterschiedlichen Höhen. Im Tageschart ist dies bei genauerem Blick zu erkennen und womöglich nicht weiter schlimm, jedoch mahnen die gezeigten abwärts gerichteten Trendlinien zur Vorsicht. Ein Unterschreiten der 11.009 kommt quasi dem Bruch der psychologischen Marke von 11.000 Punkten gleich. Damit wäre die letzte horizontale Marke aus der Vorwochenanalyse erneut unterschritten (Rückblick):

 

 

Es bleibt nun schwer, sich wieder nach oben zu orientieren. Im ersten Schritt würde "nur" im Tageschart die zweite Trendlinie als Ziel herhalten können:

 

 

Dies allein ist schon mühsam, wie wir aus den Vorwochen mit der 11.500 schon mehrfach erleben durften. Ein richtiges Kaufsignal läge damit erst über dieser Marke vor.

 

Latenter ist die Gefahr aktuell, in diesem Abwärtstrend gefangen zu bleiben. Dafür sprechen auch die schwächeren US-Werte, insbesondere aus dem Technologiebereich. Dazu schrieb die Redaktion von wallstreet-online folgendes Statement.

 

Fällt die Wall Street auf die Tiefs aus Oktober zurück, dann stehen wohl auch im DAX neue Jahrestiefs an. Genau dort sollte aus meiner Sicht auch wieder Momentum einsetzen. Ein schneller Fall auf 10.800 Punkte als obere Begrenzung eines Handelsbereichs, den wir im Jahr 2016 ausgeprägt hatten, wäre dabei für mich das erste Ziel.

Um diese Marken im Chartbild zu sehen, muss man eine Ebene höher auf den Wochenchart switchen. Dort ist eine größere Zone zwischen 10.500 und 10.800 Punkten zu identifizieren. Genau dort siedle ich bei einem Bruch der 11.009 den nächsten großen Auffangbereich im Chartbild an:

 

 

Für Bewegung könnte hierbei der Brexit-Gipfel sorgen. Hier sind noch einige Formalitäten zu regeln, insbesondere die Finanzszene wartet auf weitere Entscheidungsgrundlagen.

Am Markt werden mit Spannung zudem die Reden von Notenbänkern erwartet. Am Montag startet EZB-Chef Mario Draghi um 15 Uhr und Mittwochs steht 18 Uhr der US-FED-Chef Jerome Powell auf der Agenda. An Wirtschaftsdaten ist dann der Mittwoch mit dem US-Bruttoinlandsprodukt um 14.30 Uhr wichtig und Donnerstag das FOMC-Protokoll wie gewohnt um 20 Uhr. EU-Verbraucherpreis runden den Wirtschaftskalender für Trader in der kommenden Woche am Freitag um 11 Uhr ab. Dabei kann kein Feiertag den Handel "einschläfern" und wir uns voll auf die Impulse konzentrieren.

 

Weitere Meinungen finden Sie wie gewohnt in den Tages-Trading-Chancen vor.

 

Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden

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