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Put auf Alibaba Belastende Daten

04.01.2019, 08:00  |  944   |   |   

Alibaba, das war im Jahr 2014 der bislang größte Börsengang. Der Konzern sammelte auf diesem Weg seinerzeit rund 25 Milliarden US-Dollar ein. Mittlerweile gehört Alibaba zu den größten Konzernen weltweit. Doch die Meldungen von einem schwächeren Wirtschaftswachstum in China setzten auch dem Internetriesen zu. Jüngste Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte ließen die Befürchtung steigen, denn der Caixin-Einkaufsmanagerindex der Industrie fiel erstmals seit 19 Monaten unter die Schwelle von 50 Zählern.

China-Daten belasten

Der Frühindikator, der besonders die Stimmung bei kleinen, mittelgroßen und meist privaten Unternehmen misst, fiel um 0,5 auf 49,7 Punkte. Analysten folgerten, dass es somit wahrscheinlicher sei, dass die Wirtschaft Chinas unter Druck gerate. Infolgedessen könnte auch Chinas BIP nachlassen. Die Analysten der UBS korrigierten ihre Prognose zuletzt von 6,5 auf 6,0 Prozent für das Jahr 2019. Der Grund: Der von der Trump-Administration vom Zaun gebrochene Handelsstreit mit den USA und die erhobenen Zölle setzen China zu.

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Handelsstreit als Grund

Solange keine Einigung im Handelsstreit zwischen den beiden Ländern in Sicht scheint, und das scheint nicht zuletzt aufgrund der trotzigen Haltung von US-Präsident Donald Trump bislang so, könnten die negative Stimmung gegenüber China, den dortigen Unternehmen sowie die Sorgen um die dortige und nicht zuletzt die globale Konjunktur fortbestehen. Alibaba sucht bereits nach neuen Wegen und Einnahmequellen, muss dafür allerdings investieren. Die dadurch entstehenden Kosten würden die Marge des Konzerns schmälern.

Investionen kosten

In diesem Kontakt kann die Meldung, die bereits Anfang Dezember verbreitet worden war, in einem anderen Licht erscheinen. Die chinesische Alibaba-Gruppe und der Flughafen Lüttich unterzeichneten einen Vertrag über den Aufbau einer Logistik-Infrastruktur. Dabei wurde eine Fläche von 220.000 Quadratmetern an Cainiao Network, die Logistik-Sparte Alibabas, vermietet. Für 75 Millionen Euro soll eine Drehscheibe entstehen, um ab 2021 Produkte im Wert von 200 Milliarden US-Dollar aus aller Wert nach China zu importieren.

Im Abwärtstrend

Aus technischer Sicht lässt sich bei der Alibaba-Aktie bereits seit Mitte Juni letzten Jahres ein Abwärtstrend feststellen, der aktuell zwischen 107 und 140 US-Dollar dargestellt werden kann. Ein Fehlausbruch Anfang Dezember kann dabei als Bestätigung dieser Richtung dienen. Eine letzte Unterstützung könnte sich um 130 US-Dollar befinden. Dort markierte die Aktie bereits Ende Oktober ein Tief. Sollte die Alibaba-Aktie diesen Support nachhaltig unterschreiten, könnte auf Sicht mit weiterhin fallenden Kursen gerechnet werden.

Alibaba (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Alibaba (Wochenchart in US-Dollar)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 142,02 // 156,24 // 168,80
Unterstützungen: 130,06 // 129,77 // 114,00

Mit einem Put-Optionsschein (WKN SC5101) können risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Alibaba-Aktie ausgehen, hier überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 140 US-Dollar und einer Fälligkeit am 20.09.2019 könnte eine Rendite von 96 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende bis 100 US-Dollar fällt. Sollte sie tiefer fallen oder das Ziel vorzeitig erreichen, wäre eine höhere Rendite möglich.

Zu beachten ist: Falls die Aktie zur Bewertung über 140 US-Dollar schließt, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag um 119 US-Dollar (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee wäre zu erwägen, sollte sie den Abwärtstrend mit einem Anstieg über 140 US-Dollar verlassen.

Strategie für fallende Kurse
WKN: SC5101 Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 1,77 – 1,79 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 140,00 US-Dollar Basiswert: Alibaba
akt. Kurs Basiswert: 130,60 US-Dollar
Laufzeit: 20.09.2019 Kursziel: 3,50 Euro
Omega: -3,2 Kurschance: + 96 Prozent
Quelle: Société Générale

Optionsschein-Report: E.ON

Unsere vor zwei Wochen vorgestellte Optionsschein-Idee, mit der WKN MF7P8D auf eine steigende E.ON-Aktie zu setzen, befindet sich im Gewinn. Der klassische Call-Optionsschein mit einem Basispreis von 8,25 Euro und einer Fälligkeit am 18.12.2019 schloss gestern zum Geldkurs von 1,08 Euro und lag mit 10 Prozent im Plus. Obwohl die Aktie noch einmal bis 8,40 Euro nach unten tendierte, war ein nachhaltiges Unterschreiten der Marke von 8,70 Euro nicht der Fall, da die Notierungen sogleich bis 9 Euro stiegen. Wer seinen Gewinn nicht mitnehmen, sondern in dieser spekulativen Position investiert bleiben möchte, beachtet, dass der Optionsschein wertlos verfällt, wenn die Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis von 8,25 Euro notiert. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 1,0 ausbezahlt.

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