DAX+0,12 % EUR/USD+0,13 % Gold+0,24 % Öl (Brent)-0,15 %
DAX-Wochenplan: Wirecard bremst den DAX aus - Aufwärtstrend in Gefahr?

DAX-Wochenplan Wirecard bremst den DAX aus - Aufwärtstrend in Gefahr?

Gastautor: Andreas Mueller
03.02.2019, 14:58  |  10737   |   |   

In folgender Chartanalyse wird der DAX aus technischer Sicht untersucht und dabei auch auf die Rahmenbedingungen und Termine geachtet. So ergibt sich für Trader womöglich ein Gesamtbild zur Vorbereitung der neuen Handelswoche.

Die Hausse aus dem Januar wurde in dieser Woche eingebremst. Es entstand beim Deutschen Aktienindex sogar ein Minus von 0,9 Prozent während im Zuge der Quartalssaison an der Wall Street die Party weiterging. Immerhin begann die Handelswoche im DAX bereits zurückhaltend. Nach einem extrem guten Januar, in dem der Deutsche Aktienindex mit 6,72 Prozent Kursplus fast eine ganze durchschnittliche Jahresperformance ablieferte, ist diese Verschnaufpause sicherlich angemessen.

 

DAX mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

So pendelte der Markt erst einmal um die 11.200er-Marke und suchte nach Orientierungen. Hierbei ist eine Kurslücke zum Vortag, ein so genanntes GAP, meist eine gute Orientierung für potenzielle Trades. Dies zeigte ich am Montag entsprechend auf:

 

 

Der Abgabedruck hielt sich hier jedoch in Grenzen, so dass der DAX am Montag und auch am Dienstag immer wieder über der Marke von 11.200 Punkten schließen konnte. Erst am Mittwoch kam es zu der Bewegung, welche ich in der Vorwochenanalyse als "Bullenfalle" beschrieben hatte - ein kurzer Rückblick:

 

Ein daraus resultierender Rücklauf hätte als erstes Ziel das GAP zu Donnerstag und darunter dann sehr schnell die eingangs dargestellte Marke von 11.140 Punkten als Trading-Range von drei Handelstagen in der KW4. Von einer Bullenfalle spricht man, wenn ein Ausbruch auf der Oberseite nicht nachhaltig ist und das Kursniveau schnell wieder abverkauft wird.

 

Das Tief wurde hier bei 11.132 Punkten vollzogen und damit recht genau auf der gelb eingezeichneten horizontalen Linie aus dem Chartbild. Hintergrund waren hier am Nachmittag Spekulationen zum Unternehmen Wirecard. Das jüngste DAX-Unternehmen verlor hierbei zwischenzeitlich rund 25 Prozent und konnte die Anleger auch nach einem Dementi der für den Kursrutsch verantwortlichen Meldung (noch) nicht wieder besänftigen - im Gegenteil, der Ausverkauf ging weiter.

 

 

Als "Blutbad" bezeichnete dies die Redaktion von wallstreet-online, welche an dieser Stelle auch eine News verfasste.

 

An den Quartalszahlen selbst gab es wenig zu bemängeln, doch die Story aus der FT wird am Markt augenscheinlich stark gewichtet.

 

Die FED-Sitzung am Abend brachte neue Erkenntnisse in der Zinspolitik der US-Notenbank, jedoch keine Änderung vom Leitzins mit sich. Im Vorfeld konnten hier bereits Kursaufschläge nach positiven Quartalszahlen von Boing verzeichnet werden:

 

 

Zum Handelsende hin eroberte die Wall Street die Marke von 25.000 Punkten. Ebenso bullish gab sich der Nasdaq nach den Quartalszahlen von Facebook und weiteren Technologiewerten. Folgender Chartausschnitt vom Donnerstag zeigte ein größeres Kaufsignal im Tageschart auf:

 

Der Januar konnte im Dow Jones und im Nasdaq mit jeweils rund 7 Prozent sehr überzeugen. Auch wenn am Freitagabend leichte Gewinnmitnahmen diesmal nicht für einen Schlusskurs auf Wochenhoch sorgten, so blieb die Grundstimmung jedoch bullish.

 

Eröffnung der Wall Street wird auch mein Thema im kommenden Webinar sein, zu dem ich Sie recht herzlich einlade:

 

 

Im DAX konzentrierte man sich eher auf Wirecard und die Deutsche Bank, welche einen kleinen Jahresgewinn in Aussicht stellte. Reicht dies für eine Fortsetzung der Rallye um Februar?

 

Hier macht mich die erneute Konfrontation der USA mit Russland sehr nachdenklich. Wie n-tv berichtet haben Russland und die USA beidseitig Vorwürfe des INF-Vertragsbruchs geäußert. Ein neues Wettrüsten und damit Verunsicherung für die Weltmärkte könnten daraus resultieren. Vor diesem Hintergrund ist die Charttechnik natürlich nicht gesondert zu betrachten. Gerade nach dem sehr starken Januar könnte hier eine Konsolidierung eintreten, die sich im Dow Jones womöglich bereits andeutet:

 

 

Ein Rücklauf bis 24.700 Punkte würde den Aufwärtstrend nicht weiter gefährden und ist damit noch kein Grund zur Sorge. Darunter ist die nächste Unterstützung jedoch erst wieder bei 24.300 Punkten und würde die Gemüter etwas erhitzen.

 

Im DAX sieht das Bild etwas negativer aus. Man sah hier in der vergangenen Woche bereits eine schlechtere Performance im Vergleich zum Dow Jones, welche maßgeblich nach der Wirecard-News und der FED-Sitzung am Mittwoch zunahm:

 

 

Damit ist der DAX im gleichen Zeitrahmen, dem Stundenchart aus Januar, viel näher an seinem Aufwärtstrend und entsprechend weiter von den Verlaufshochs entfernt:

Seite 1 von 3

DAX-Wochenplan: Ausbruch über 11000 im DAX bestätigt

Aktien-Blutbad: Erneute Betrugsvorwürfe der "FT": Wirecard wehrt sich
Wertpapier
WirecardDAX


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer