Financial Times würgt Wirecard-Rallye ab - Was im neuen Artikel steht

Gastautor: Armin Brack M.A.
24.04.2019, 17:50  |  28817   |   |   

Financial Times würgt Wirecard-Rallye ab - Was im neuen Artikel steht

Zufall ist das mit Sicherheit nicht: Mitten in die aktuelle Rallye hinein und einen Tag vor Bekanntgabe der endgültigen Zahlen für 2018 lanciert die Financial Times einen neuen "Enthüllungs"-Artikel. Klar ist: Die Financial Times führt einen persönlichen Krieg gegen Wirecard. Anders ist das Timing der Artikel nicht zu erklären. Alleine diesen Fakt finde ich schon sehr bedenklich für eine Publikation dieser Größenordnung und mit diesem Renommée (zumindest bisher).

Worum genau geht es nun in dem neuen Artikel?

Im Prinzip ist es die Fortsetzung eines Artikels vom 29. März auf den ich bereits in diesem Video vergangenen Mittwoch eingegangen bin: https://www.youtube.com/watch?v=kzMwWkbi4Rc

Damals ging es um die angeblichen "Problem-Partner" von Wirecard:

Beginnen wir von vorne:

Wirecard trifft häufig auf Online-Geschäfte für die es die Zahlungsverarbeitung nicht übernehmen will bzw. kann. Z.B. weil es keine Lizenz für das betreffende Land hat oder andere Risiken bestehen.

Diese Kunden werden dann stattdessen an so genannte Third Party Acquirer weitergeleitet. Also an Drittfirmen, die die erforderliche Lizenz haben oder bereit sind, die Risiken einzugehen.

Um was für Risiken geht es dabei? Beispielsweise um Zahlungsflüsse bei Firmen, die auf Online-Pornographie und Online-Glücksspiele spezialisiert sind. In diesen Bereichen ist wohl die Zahl der dubiosen Anbieter besonders hoch und die rechtliche Stellung dieser Geschäfte teilweise unklar.

Ein Punkt, den nun die Financial Times aufgedeckt hat, ist, dass die Umsätze mit so genannten Drittfirmen laut der internen Planung von Wirecard für 2018 für rund die Hälfte der Gesamtumsätze verantwortlich waren.

Ganz neue Vorwürfe

Neu im aktuellen Artikel ist nun die Behauptung, dass Wirecard mit drei dieser (angeblich) dubiosen Partner "in den letzten Jahren quasi den ganzen Gewinn erzielt habe". Die Financial Times nennt die Partner "opaque" was übersetzt soviel bedeutet wie "undurchsichtig".

Es geht dabei um Al Alam aus Dubai, PayEasy Solutions aus den Philippinen und Senjo aus Singapur.

Neu ist zudem der Hinweis, dass die wichtigste Einheit CardSystems Middle East kein Audit durchlaufen habe. Das heißt, die Bücher dieser Einheit seien nicht geprüft worden. Das wiederum - so die indirekte Schlussfolgerung - mache die Genehmigung der Bilanzen durch Ernst & Young weniger aussagekräftig.

Seite 1 von 3
Wirecard Aktie jetzt ab 0€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen



Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere handeln: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.




0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer