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Mercedes-Stern auf Fifth Avenue USA: Schon- und Erholungszeit für die deutschen Autofirmen?

16.05.2019, 08:58  |  1896   |   |   

Präsident Trump wird seine Entscheidung über die Einführung von Zöllen auf importierte Autos und Teile wahrscheinlich um bis zu sechs Monate verschieben, so drei Regierungsmitarbeiter gegenüber "Reuters".

Eine formelle Ankündigung wird bis Samstag erwartet. In erster Linie geht es darum, dass kein weiterer Kriegsschauplatz im Konflikt USA-China eröffnet werden soll. Bislang liegt keine Bestätigung des Weißen Hauses vor. Fast genau vor einem Jahr sagte Donald Trump, dass er keine Mercedes-Sterne mehr auf der New Yorker Fifth Avenue sehen möchte. Mit der Begründung: Die nationale Sicherheit sei bedroht.

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Im Februar 2019 legte das Handelsministerium dem Weißen Haus seinen nationalen Sicherheitsbericht "Section 232" vor. Die Behörde untersuchte, ob Importe der nationalen Sicherheit der USA schaden, indem sie die Fähigkeit der amerikanischen Automobilhersteller, in Zukunftstechnologien zu investieren, schwächen. Die spezifischen Empfehlungen des Handelsministeriums wurden nicht bekannt gegeben.

"Reuters" berichtete bereits letzte Woche, dass die Autohersteller von Trump erwarten, die Entscheidung über Zölle zu verzögern. General Motors, Volkswagen AG, Toyota Motor und andere Hersteller hatten vor den negativen Auswirkungen von Auto-Zöllen von bis zu 25 Prozent gewarnt.

"Der Fall bleibt klar - Autos sind keine nationale Sicherheitsbedrohung", sagte die Alliance of Automobile Manufacturers, eine Industriehandelsgruppe. Sie sagte auch, dass die Einführung von Zöllen auf Autos und Autoteile bis zu 700.000 Arbeitsplätze in den USA kosten würden. Damit könnte die US-Wirtschaft einen erheblichen Rückschlag erleiden.

Ebenfalls gegen die Einführung der Zölle spricht, dass in den USA die Preise für Pkws im Durchschnitt um 2.750 US-Dollar steigen würden und sich der Absatz um 1,3 Millionen Autos reduzieren könnte. Ferner wird erwartet, dass viele Verbraucher eher auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Auto erwerben würden.

Quelle:

Reuters

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