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Berlin Forstwirtschafstrat fürchtet massive Schäden in deutschen Wäldern

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
12.06.2019, 01:00  |  893   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) schlägt Alarm: Er befürchtet in diesem Jahr eine weitere Zuspitzung bei den Schäden in den deutschen Wäldern, die nach dem Hitzesommer 2018 weiter unter Trockenheit und Schädlingsbefall leiden. "Die Situation ist so dramatisch wie beim Waldsterben in den 1980er Jahren", sagte DFWR- Präsident Georg Schirmbeck der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochsausgabe). Die Witterung in diesem Frühjahr habe bisher kaum Entspannung gebracht, denn die Niederschläge hätten bei weitem nicht ausgereicht, um das Wasserdefizit in tieferen Bodenschichten aufzufüllen.

Der Klimawandel und seine Folgen bedrohten die deutschen Wälder zunehmend in ihrer Existenz, warnte Schirmbeck. "Das herrschende Klimaszenario könnte zum Verlust der Wälder und vertrauter Waldlandschaften führen", meinte er. Der finanzielle Schaden des Dürrejahrs 2018 für die Waldbesitzer belaufe sich auf mehrere Milliarden Euro. Der DFWR schätzt, dass von der gut einer Milliarde Neupflanzungen aus den letzten drei Jahren mehr als ein Drittel aufgrund der langanhaltenden Dürre vertrocknet ist. Alleine die Nachpflanzung koste die Waldbesitzer über eine halbe Milliarde Euro, sagte Schirmbeck. Er appellierte an Bund und Länder, die Finanzhilfen gerade für die Waldbesitzer mit kleineren Flächen zu erhöhen, die den Umbau in einem klimastabileren Wald alleine nicht bewältigen könnten. Umweltschützer fordern, höhere Hilfen an Bedingungen zu knüpfen. Die Waldbesitzer müssten verpflichtet werden, naturnah zu wirtschaften und tatsächlich nur standortangepasste Bäume zu pflanzen, sagte Greenpeace-Experte Christoph Thies der "Frankfurter Rundschau". Zudem müsse die CO2-Speicherfunktion der Wälder gestärkt werden. Die Waldbesitzer sollten gesunde Bäume erst später einschlagen, damit sie mehr Holzmasse bilden und damit zusätzlich Kohlenstoff aus der Atmosphäre einlagern können.
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Kommentare

Buchen gibts von Schweden bis Sueditalien. Das deckt saemtliche moegliche Klimaschwankungen der naechsten 100 Jahre locker ab. Ausserden foerdert der hoehere CO2 Spiegel Wachstum und Robustheit der Pflanzen.
Die Waldbesitzer müssten verpflichtet werden, naturnah zu wirtschaften und tatsächlich nur standortangepasste Bäume zu pflanzen, sagte Greenpeace-Experte Christoph Thies der "Frankfurter Rundschau".

Von Verpflichutngen hören Waldbesitzer gar nicht gern, Denn verdienen tun sie an ihren Wäldern sowieso fast nichts.

Welche Bäume sind denn dem Standort angepasst, wenn das Klima sich wandelt?
Das, was gestern und heute noch gut und angepasst war, könnte morgen nach
dem Klimawandel schon wieder falsch sein.
man muss heute schon wissen, wie das Klima in 50 Jahren sein wird, wenn man standortangepasste Bäume pflanzen will.
Man weiß dies aber nicht, versucht die Enwicklung zu verhindern und weiß nicht, inwieweit das gelingt.
Es ist irgendwie schwierig, standortangepasst unter solchen Bedingungen Forstwirtschaft zu betreiben.
Eine Eiche steht 120 bis 150 Jahre, Buchen werden auch gern 100 Jahre und älter.
Wer weiß, wie die Welt in 100 Jahren aussieht?
Ich jedenfalls nicht.
Wenn man es macht wie im Bayerischen Nationalpark in den neunziger und nuller Jahren und den Borkenkäfer fördert, indem man vom Borkenkäfer befallene Bäume nicht entnimmt,
könnte der Schaden riesig werden.
Quadratkilometerweise sind dort an Lusen und Rachel die Wälder vernichtet worden.
Sowas soll es übrigens um 1890 schon mal gegeben haben,
wenn man Hinweisschildern glauben kann.

Es hat niemanden gestört. Offenbar nur mich und meine beiden Kinder.

Auch der Borkenkäfer ist Teil der Natur, haben wir gelernt.
Wir konnten sie nicht alle töten, nur einge wenige von Abermillionen.

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