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Existenzgrundlage & Klimakiller Themenabend Braunkohle im MDR (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
12.06.2019, 17:20  |  283   |   |   
Leipzig (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Winter 1984 in der DDR: 80 Prozent aller Wohnungen werden mit
bröckeligen Briketts aus der Lausitz und den mitteldeutschen Revieren
geheizt. 35 Jahre später ist der Kohleausstieg beschlossene Sache.
Geschichte und Geschichten vom "Schwarzen Gold" des Ostens,
"verheizten" Landschaften und von Menschen, die von der Kohle leben,
erzählen am Sonntag, 16. Juni, ab 22 Uhr, gleich drei Sendungen im
MDR-Fernsehen.

Die heimische Braunkohle ist in der DDR Wärmeträger Nummer eins.
Überall wird mit Kohle geheizt. In den Betrieben, aber auch in
Schulen, in Krankenhäusern und zu Hause. Wie kein anderer Rohstoff
hat die Kohle gerade den mitteldeutschen Raum geprägt. Ganze
Landschaften wurden "verheizt" und die Umwelt belastet. Dennoch ist
das "Schwarze Gold" für viele Generationen im Osten
identitätsstiftend und ein Teil der eigenen Geschichte, die stolz
macht.

Diese Ambivalenz zeigt das Magazin "MDR Zeitreise" in seiner
Ausgabe "Nachruf auf die Braunkohle" - zu sehen am 16. Juni um 22 Uhr
im MDR-Fernsehen. Moderatorin Janett Eger erkundet, welche Spuren
etwa der Kampf um die Kohle in den Rekordwintern 1956 und 1978 in der
einstigen DDR hinterlassen hat. Sie erinnert an den Alltag der
Menschen in der DDR und die durch die Kohle untergegangenen Orte wie
das Dorf Magdeborn in der Nähe von Leipzig und berichtet vom Kampf
der ostdeutschen Bundesländer um einen sozialverträglichen Ausstieg
aus der Kohleförderung.

Gleich im Anschluss an die "MDR-Zeitreise" zeigt das MDR-Fernsehen
um 22.30 Uhr die neue Dokumentation "Kampf um die Kohle". Hier geht
es um die mächtige Kohle-Lobby im In- und Ausland, die von der
Politik gestützt, dafür sorgt, dass der Kohleausstieg schleppend
verläuft. Stellvertretend für die Zerstörungen durch den Kohleabbau,
die Gefährdung des sozialen Friedens und der Gesundheit steht das
sächsische Pödelwitz. Bis an den Ortsrand haben sich schon die
Braunkohlebagger herangefressen, während ein paar wenige Einwohner
weiter ihr Zuhause verteidigen. Im Nachbarland Polen nimmt dagegen
der Kampf für die Kohle geradezu religiöse Formen an: "Gott hat uns
die Kohle gegeben und wir werden sie fördern, solange es sie gibt",
sagt der Gewerkschafter Miros?aw Truchan.

Den Themenabend zur Kohle im MDR-Fernsehen beschließt um 23.15 Uhr
der Film "Träume der Lausitz" aus dem Jahr 2009. Im Mittelpunkt des
Dokumentarfilms stehen die dramatischen Veränderungen einer
Landschaft durch den Braunkohleabbau und die Suche nach neuen
Zukunftsperspektiven.

Alle Sendungen können auch in der MDR Mediathek abgerufen werden.

Honorarfreie Pressefotos sind unter www.ardfoto.de abrufbar oder
Sie schicken uns Ihre Fotoanfrage an pressefoto@mdr.de.

OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/7880
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Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Alexander Hiller,
Tel.: (0341) 3 00 64 72, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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