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Forex-Report Krisensituation nimmt zu - Märkte partiell nicht interessiert! - Seite 2

Gastautor: Folker Hellmeyer
13.06.2019, 10:49  |  1316   |   |   

Werfen wir einen kurzen Blick auf aktuelle Problemherde:

  • Trump: Prüfen Sanktionen wegen North Stream 2 (gegen Europa)! Was haben die USA in nationaler europäischer Energiepolitik zu suchen? Stellen sie sich vor, die EU würde so in der Innenpolitik der USA herumfuhrwerken? Die USA versuchen, zu erpressen und machen damit genau das, was sie Russland unterstellen, möglicherweise irgendwann einmal zu tun, was Russland aber bisher nicht gemacht hat. Geht es noch absurder? „Food for thought!“
  • Trump: Kein Zeitplan für neue Zölle gegen China: Heute hin, morgen her. Sagte Trump nicht vorgestern noch, wenn Xi ihn in Osaka nicht sprechen würde, dass die nächsten 300 Mrd. USD Warenimporte mit 25% Zoll belegt würden (US-Verbraucher und US-Unternehmen sind schon völlig begeistert ob dieser Konstellation!)? Wer sitzt eigentlich jetzt im Fahrersitz des Handelskonflikts, Trump oder Xi?
  • Deutscher Maschinenbau leidet unter internationalen Konflikten: So ist es, denn der Investitionsgüterzyklus leidet bei global zunehmender Risikoaversion zuerst! Das trifft Deutschland und die Eurozone insbesondere. Entspannung ist nicht absehbar, weil die EU sich eben nicht zeitig den Zukunftsprojekten (OBOR) zugewandt hat. Wer spät dran ist, sollte viel überlegen und vor allen Dingen handeln …
  • Huawei fordert von Verizon 1 Mrd. USD für Patente: Das ist interessant. Da könnte noch sehr viel mehr auf US-Konzerne zukommen als Konsequenz der US-Politik gegenüber Huawei & Co.! Gibt es nicht gewollte Konsequenzen der US-Aggression?
  • Türkei kauft russisches S-400 System, Lieferung im Juli: Damit hat der US-Druck nicht gefruchtet. Darf man das Verhalten der Türkei als Indiz für globale Neuausrichtungen interpretieren? Nein, das wäre zu ambitioniert, auch wenn es in diese Richtung weist.


Wenn man dieses Thema abstrahiert, dann wird deutlich, dass die USA von dem Rest der Welt Unterordnung frei nach dem Motto „America first – then maybe the rest of the world (Lex USA)“ einfordern.

Kann der Rest der Welt (85% des Welt-BIP, 95,5% der Weltbevölkerung) losgelöst von internen Konflikten diese US-Politik unter dem Aspekt der Selbstbestimmung und der Verantwortung für die eigenen Bevölkerungen auch nur in Ansätzen tolerieren?

Die nächste Frage, die sich stellt, ist wie stark sind die USA strukturell, die Machtauseinandersetzung mit großen Teilen der Welt zu suchen? Dabei spielen öffentliche Haushalte eine bedeutende Rolle.

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