Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX+0,30 % EUR/USD+0,38 % Gold+0,60 % Öl (Brent)+0,76 %

Marktkommentar September 2019 Fed verliert zweitweise Kontrolle über US-Repo-Markt

Gastautor: mack-weise
10.10.2019, 09:28  |  1700   |   |   

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die internationalen Notenbanken die Zinsen auf den tiefsten Stand seit 5.000 Jahren abgesenkt, und finanzieren die inzwischen weltweit exponentiell wachsenden Schuldenberge auch noch per Inflationspolitik. Da die „Währungshüter“ mit dieser historisch beispiellosen Geldpolitik immer größere Risiken für die Stabilität des heutigen Finanzsystems erzeugen, haben wir die Investitionen in unseren Fonds in den letzten Jahren immer stärker auf Edelmetalle und Edelmetallminenaktien fokussiert.

Marktkommentar September 2019

Geldpolitik Fed: Nach ihrer ersten Zinssenkung im Juli, die ausdrücklich „kein Start eines neuerlichen Zinssenkungszyklus´“ sein sollte, ließ die US-Notenbank im September nun doch schon die Nächste folgen, begleitet von der Andeutung ihres Präsidenten Powell, im Dezember gegebenenfalls noch einmal nachlegen zu wollen. Der von den „Märkten“ ersehnte Einstieg der Fed in ein neuerliches „quantitative easing“-Gelddruckprogramm wurde dagegen (noch) nicht verkündet, nicht zuletzt auch deshalb, weil im Offenmarktausschuss sowohl eine ungewöhnliche Uneinigkeit über die jüngste Zinsentscheidung als auch über den künftigen Kurs in der US-Zinspolitik herrscht. Da es dem auffällig unsicher kommunizierenden Chef Powell immer schwerer fällt, die Märkte über eine klare „forward guidance“ (Ausblick auf künftige geldpolitische Absichten) zu steuern, ist Trumps jüngste Powell-Kritik, „Kein Mut, kein Sinn, keine Vision. Ein schrecklicher Kommunikator“, absolut nachvollziehbar.

Für Wasser auf Trumps Mühlen dürfte aber auch der völlig überraschende Kontrollverlust der Fed über den für das US-Finanzsystem so immens wichtigen Repo-Markt gesorgt haben, auf dem sich Banken mit US-Staatsanleihen besicherte Kurzfristkredite in einem Volumen von zuletzt insgesamt 3.900 Milliarden USD täglich gewähren. Denn plötzlich explodierten am 17. September die sich eigentlich im Fed-Leitzinsband bewegenden Übernacht-Zinsen auf nie zuvor gesehene 10 %, was sogleich Erinnerungen an die Finanzkrise von 2008 wachrief. Zwar gelang es der Fed den Repo-Markt durch milliardenschwere US-Dollar-Infusionen wieder zu beruhigen, ohne allerdings die wirkliche Ursache für die auch noch Ende September anhaltende Liquiditätsnot benennen zu können!

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 4
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
kalte EnteignungEuroNotenbankUSARezession


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer