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CECONOMY IM FOKUS Schlingerkurs in Düsseldorf

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.12.2019, 08:36  |  378   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Unterhaltungselektronik-Konzern Ceconomy ist angeschlagen. Mehrere Führungswechsel und eine unklare Strategie belasten die Entwicklung des SDax-Unternehmens. Bei der Trennung von der ehemaligen Mutter Metro hatte der Konzern hohe Erwartungen geschürt und glänzende Wachstumsperspektiven in Aussicht gestellt. Eingetreten ist davon nichts - im Gegenteil. Ein Hindernis liegt in der Struktur von Ceconomy selbst. Bei der am Dienstag (17.12.) stattfindenden Bilanzpressekonferenz wird der aus dem Aufsichtsrat entsandte neue Chef Bernhard Düttmann Zeugnis ablegen. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was der Aktienkurs macht.

DAS IST LOS BEI CECONOMY:

Der Elektronikhändler steckt seit langem in der Krise - nicht zuletzt wegen des harten Wettbewerbs im Online-Handel. Viele Märkte sind für die Zeiten des Internethandels überdimensioniert. Ein weiteres Hemmnis ist die eigenwillige Konzernstruktur, die bei der Trennung vom Handelskonzern Metro vor wenigen Jahren gewählt wurde. Das Problem: Die Konzern-Holding Ceconomy mit Sitz in Düsseldorf besteht eigentlich nur aus der Tochter MediaMarktSaturn aus Ingolstadt. Sonst gibt es nur noch einige unbedeutende Randgeschäfte.

MediaSaturn konnte schon unter dem Metro-Dach recht unabhängig von der Zentrale in Düsseldorf agieren. Schon damals hing zwischen Ingolstadt und Düsseldorf häufiger der Haussegen schief. Minderheitsgesellschafter an MediaSaturn ist die Familie Kellerhals. Der inzwischen verstorbene Mitbegründer der Media-Markt-Märkte, Erich Kellerhals, hatte sich schon früher eine Reihe von juristischen Scharmützeln mit dem Metro-Management geliefert. Die räumliche Distanz und die Spitzen, die immer wieder zwischen Düsseldorf und Ingolstadt hin- und herfliegen, lähmen die Entwicklung des Konzerns bis heute.

Im vergangenen Jahr verschreckte das Unternehmen die Börse gleich mehrfach mit Gewinnwarnungen. Der langjährige Konzernchef Pieter Haas und sein Finanzvorstand Mark Frese mussten deshalb ihren Hut nehmen. Abhilfe schaffen sollte eine neue Führungsspitze mit Jörn Werner und dem ebenfalls neuen MediaMarktSaturn-Chef Ferran Reverter.

Medienberichten zufolge soll es danach wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Managern gekommen sein. Mitte Oktober kam es zur Trennung von Werner - nach nur sieben Monaten an der Spitze, wegen unterschiedlicher Auffassungen auch über die Führung des Unternehmen.

Aufsichtsrat Bernhard Düttmann hat daher die Geschäfte für zwölf Monate übernommen. Der Finanz-Experte hatte bereits zwischen Januar und März dieses Jahres im Vorstand der Ceconomy ausgeholfen. Eine neue Strategie will er "zu gegebener Zeit" präsentieren. An der komplexen Struktur könne er grundsätzlich "wenig ändern", sagte er jüngst in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Eine Verschmelzung der beiden Gesellschaften sieht er derzeit nicht. Allerdings, so Düttmann, "wäre es sicherlich gut, die Familie als Aktionär direkt bei Ceconomy zu haben".

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Diskussion: Ceconomy leidet – Deshalb kränkelt die Aktie und kann sich nicht erholen
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1 Kommentare

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Kommentare

Na hoffentlich gibt das keine Praktiker 2.0, mittlerweile hinterlassen verkäufe der Metro einen nicht gerade guten Geschmack.

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