Egbert Prior Nanogate richtet sich neu aus

Gastautor: Egbert Prior
09.03.2020, 12:02  |  2706   |   |   

Die Aktie ist total ausgebombt. Allzeithoch 53,98 Euro im Oktober 2017. Seither geht’s bergab. Aktuell 8,88 Euro. Das Minus 84%! Wir sprechen mit Götz Gollan. Nanogate sei durch eine Vielzahl von Akquisitionen schnell gewachsen, berichtet der Finanzvorstand. Das geht ins Geld. Allein in den letzten drei Jahren hat der Spezialist für designorientierte, multifunktionale Komponenten und Oberflächen  100 Millionen investiert. Die Schulden haben sich auf 120 Millionen aufgetürmt. Die rasante Expansion brachte auch operative Schwächen mit sich. Fehler beim Projektmanagement für neue Aufträge sorgten für hohe Anlaufkosten. Die Folge waren im letzten Jahr zwei Gewinnwarnungen. Unter dem Strich ist 2019 ein Nettoverlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich aufgelaufen. Der Verschuldungsgrad überschritt die mit den Banken vereinbarte Höhe. Mit einem Restrukturierungsprogramm steuert der Vorstand um. Durch ein verbessertes Projektmanagement sollen Mehraufwendungen beim Anlauf neuer Aufträge vermieden werden. Die Investitionen werden runtergefahren, außerdem ist ein Abbau des working capital geplant. Der Grundsatz Marge vor Umsatz soll konsequent angewandt werden. Daher konzentriert sich das Unternehmen mit Sitz im saarländischen Göttelborn auch auf Aufträge im Premiumsegment. Vor wenigen Wochen gelang es, einen 100-Millionen-Auftrag eines deutschen Premiumherstellers an Land zu ziehen. Nanogate liefert Komponenten für das Frontdesign eines Elektroautos. Das strategische Ziel – 500 Millionen Umsatz bei einer Ebitda-Marge von mindestens 15% – geben die Saarländer nicht auf, es kann aber aufgrund des Konzernumbaus nicht mehr wie bislang geplant bis zum Jahr 2025 erreicht werden. Aktueller Börsenwert ganze 50 Millionen. Nur 42% des Buchwerts (120 Millionen). Fazit: Nanogate ist eine turn- around-Spekulation, wie sie im Buche steht. Zum Einstieg erst eine Bodenbildung des Kurses abwarten.



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