Warum ESG-Aktien perfekt für Ruhestandsportfolios sind

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.07.2020, 11:06  |  1126   |   |   

Wenn du deine Rentenkasse für einen langfristigen Horizont, vielleicht drei oder vier Jahrzehnte später, positionierst, solltest du darauf achten, in deinem Portfolio Platz für Umwelt-, Sozial- und Governance-Aktien (ESG) freizuhalten. Sicher, diese Unternehmen mögen neuartige Strategien beinhalten und vielleicht nicht so gut bewährt sein wie andere Industrien, aber sie basieren auf wachsenden Trends, die mit jedem Tag mehr zum Mainstream werden. Einen langfristigen Ansatz zu verfolgen, der auf Unternehmen basiert, die den Wandel der Welt vorantreiben werden, ist meiner Meinung nach eine gute Strategie.

Ruhestandsplanung stimmt mit ESG überein

Heutzutage müssen zukünftige Rentner etwas aggressiver in der Planung sein. Wenn du mit 65 in Rente gehst, könnte das immer noch zu einer 20- bis 30-jährigen Pensionierung führen, die viel Geld zum Überleben erfordert. Die gute Nachricht ist, dass die Aktien und Märkte auf lange Sicht im Allgemeinen steigen. Zum Beispiel hat der S&P 500 Index zwischen 1957 und 2018 eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 8 %. Du willst also ein Portfolio, das auf Industrien basiert, die es auch in Zukunft noch geben wird und die relevant sind, sowie auf Industrien, die wachsen können.

ESG-Aktien erfüllen diese beiden Definitionen, weil sie nur an Relevanz gewinnen sollen und in vielen Fällen ein hohes Wachstumspotenzial haben. Der Klimawandel zum Beispiel ist das größte Umweltproblem, mit dem die Welt heute konfrontiert ist, und die Menschen und Politiker haben es zur Kenntnis genommen und gelobt, Veränderungen herbeizuführen.

Letztes Jahr haben die Vereinten Nationen Zusagen von mehr als 60 Ländern erhalten, die versuchen werden, ihre Netto-Kohlenstoffemissionen bis 2050 auf Null zu bringen. Kalifornien und New York haben ähnliche Zusagen gemacht. Um diese Ziele in nur 30 Jahren zu erreichen, sind große Investitionen in Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind erforderlich.

Ein guter Indikator für den wachsenden Trend ist, dass viel mehr etablierte Unternehmen große ESG-Initiativen ergreifen. Der CEO von Amazon (WKN:906866), Jeff Bezos, sagte, dass der E-Commerce-Riese bis 2040 netto kohlenstoffneutral sein wird und 100.000 Elektrofahrzeuge als Teil dieses Plans kaufen wird.

Sogar im alltäglichen Bankwesen hat die Citigroup (WKN:A1H92V) kürzlich bekannt gegeben, dass die Bank bis 2030 nicht mehr in den Kohleabbau involviert sein wird. Außerdem hat die Citigroup kürzlich eine Abteilung für Investmentbanking gegründet, die sich ausschließlich mit ESG-Themen befasst.

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