Marktkommentar: Isabella Hervey-Bathurst (Schroders): Bekämpfung von Covid-19 und der Klimakrise
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Marktkommentar Isabella Hervey-Bathurst (Schroders): Bekämpfung von Covid-19 und der Klimakrise

Nachrichtenquelle: Asset Standard
31.07.2020, 11:15  |  212   |   |   

Warum zur Bekämpfung von Covid-19 und der Klimakrise ein einheitliches Vorgehen notwendig ist

28.07.2020 -

Der von der EU vorgeschlagene „Green Deal“ zeigt, dass man mit den richtigen politischen Initiativen sowohl gegen die Wirtschaftskrise als auch den Klimawandel zugleich vorgehen könnte

Im vergangenen Jahr verpflichtete man sich zunehmend, auf internationaler, staatlicher, Unternehmens- und zivilgesellschaftlicher Ebene gegen den Klimawandel vorzugehen.

Die Europäische Union (EU) kündigte einen „Green Deal“ an, der den Umstieg der Gemeinschaft auf eine kohlenstofffreie Wirtschaft bis 2050 zum Ziel hat. Immer mehr Länder und Unternehmen haben sich ebenso anspruchsvolle Ziele zur Senkung der Emissionen gesetzt. Der Protest der Bevölkerung gegen den Klimawandel weitete sich aus, und die jugendliche Aktivistin Greta Thunberg wurde vom TIME-Magazin zur „Person des Jahres“ gekürt.

Damit standen Nachhaltigkeit und Klimawandel zu Beginn des Jahres 2020 ganz oben auf der Agenda der Politiker und Unternehmer. Verständlicherweise setzten die Ausbreitung von Covid-19 und die damit einhergehende Gesundheits- und Wirtschaftskrise dem allem ein jähes Ende.

Als die Problematik des Klimawandels angesichts der größeren unmittelbaren Herausforderungen in den Hintergrund trat, schien es, als ob die Dynamik des Jahres 2019 verebben könnte. Dies ist in einigen praktischen Belangen auch tatsächlich der Fall: Die wichtige COP26-Klimakonferenz der UN wurde verschoben, und die Versorgungsketten für erneuerbare Energien sind wegen logistischer Engpässe unter Druck geraten.

Berechnungen von Bloomberg New Energy Finance zufolge wurden weltweit staatliche „braune“ Subventionen in Höhe von über 500 Mrd. US-Dollar für CO2-intensive Branchen wie Luftfahrt, Erdöl und Erdgas zugesagt. Bei den sogenannten „braunen“ Subventionen handelt es sich um Hilfsmaßnahmen, die diesen Branchen gewährt werden, ohne dass sie als Vorbedingung wesentliche Verbesserungen vornehmen müssen, wie etwa die Entwicklung umweltfreundlicher Kraftstoffe.

Ende Mai wurde man sich jedoch wieder der zentralen Bedeutung der Bekämpfung des Klimawandels bewusst und gelangte zu der Erkenntnis, dass diese mit der notwendigen Schaffung neuer Arbeitsplätze und neuen Wachstums nach der Lockerung der Lockdowns einhergehen kann. Die EU kündigte einen als „Next Generation EU“ bezeichneten umfangreichen Wiederaufbauplan in Höhe von 750 Mrd. Euro an, der den wirtschaftlichen Schaden infolge der Krise beheben und die Gemeinschaft auf die Energiewende vorbereiten soll.

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