Die große Täuschung Medien auf Kuschelkurs mit der LINKEN

Gastautor: Rainer Zitelmann
11.09.2020, 09:49  |  1051   |   |   

Dass viele Journalisten mit den Grünen sympathisieren, ist lange bekannt – doch inzwischen wird auch die LINKE zunehmend von Medien hofiert, bis hin zur FAZ.

Janine Wissler, bis vor wenigen Tagen Mitglied der trotzkistischen Gruppe Marx21, kandidiert für den Parteivorstand der LINKEN. Gegenüber der ZEIT erklärte sie jetzt ihren Austritt: "Ich bewerbe mich als Parteivorsitzende, da ist es üblich und richtig, die Unterstützung und Mitgliedschaft in innerparteilichen Strömungen und Zusammenhängen zu beenden", sagte Wissler ZEIT ONLINE. "Das gilt in meinem Fall für die Sozialistische Linke, die Bewegungslinke und Marx21."

Selbst wenn sie erklärt hätte, dass sie die politischen Grundsätze der trotzkistischen Gruppe nicht mehr teile, müsste man die Frage stellen, ob sich Haltungen von einem Tag auf den anderen radikal ändern und ob der Austritt aus einer Gruppe gleichbedeutend mit einer überzeugenden inneren Abkehr sei. Aber Wissler hat sich ausdrücklich nicht von den Inhalten, die diese Gruppe vertritt, distanziert.

Wenig kann man in den Medien auch über das Thema „Entrismus“ lesen, dabei ist eine Kenntnis dieser trotzkistischen Taktik entscheidend ist, um Janine Wissler zu verstehen. „Entrismus“ ist ein anderes Wort für „Unterwanderung“ und wurde schon in den 20er Jahren von Trotzkisten in der SPD und der französischen sozialdemokratischen Partei angewandt. 1934 trat beispielsweise auf einen Ratschlag Leo Trotzkis die Mehrheit der französischen Trotzkisten in die sozialdemokratische SFIO ein, um diese zu unterwandern. Diese Taktik verfolgen die Trotzkisten auch mit der Zielrichtung der LINKEN, und die Wahl von Wissler wäre die erfolgreiche Krönung.

FAZ zu Wissler: „Links mit Format“

Die FAZ bringt am 10. September einen großen Artikel unter der positiven Überschrift „Links mit Format“.

In dem Artikel heißt es, auch wer Wisslers Positionen nicht teile, werde den Abschied der Fraktionschefin der Linken im Hessischen Landtag „bedauern“. Unbestreitbar besitze sie „das nötige Format für die nationale Ebene der deutschen Politik“, mit ihrem rhetorischen Talent sei sie ein „Ausnahmetalent“. „Fast möchte man sie als Schaf im Wolfspelz bezeichnen – wenn sie nicht so schlau wäre“, so die FAZ. Soll heißen: Sie ist im Kern friedfertig und gut und wirkt vielleicht nur nach außen anders. Aus dem Wolf im Schafspelz macht die FAZ ein Schaf im Wolfspelz.

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1 Kommentare

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Kommentare

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11.09.20 12:03:09
Extrem kurios, dass ausgerechnet Rainer Zitelmann über die "trotzkistische" Vergangenheit
einer linken Kandidatin so extrem aufregt.
Zitat Wikipedia über Rainer Zitelmann:
"Er war nach eigenen Angaben als Schüler Maoist und von 1978 bis 1986 als Student der Geschichte und Politikwissenschaften an der Technischen Hochschule Darmstadt (Erste 1983 und Zweite Staatsprüfung 1987 für das höhere Lehramt) zunächst Marxist.[2]
Quelle: Veröffentlichtes Interview mit Rainer Zitelmann. In: Junge Freiheit, Juli/August 1993, S. 3.

Warum stehen eigentlich so viele ältere Bodybuilder auf AfD & Rechtsextremisten .....

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