FACEBOOK IM FOKUS Soziales Netzwerk im Visier der Behörden

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.09.2020, 11:35  |  241   |   |   

MENLO PARK (dpa-AFX) - Beim US-amerikanischen Tech-Konzern Facebook drücken die Corona-Krise und der Boykott durch Werbekunden aus Protest gegen Hassreden im Internet auf das Wachstumstempo. Facebook wird schon seit längerem vorgeworfen, nicht genügend gegen Hasstiraden und falsche Aussagen im Netz vorzugehen. Das Unternehmen steht aber auch wegen seines Umgangs mit dem Datenschutz und Wettbewerbsverzerrungen im Visier der Behörden. Trotz all der Kritikpunkte kannte die Aktie seit dem Corona-Tief im März bis vor kurzem nur eine Richtung - und zwar nach oben. Was bei dem Konzern los ist, wie Analysten ihn aktuell sehen und wie die Aktie zuletzt lief.

DAS IST LOS BEI FACEBOOK:

Facebook ist vor allem wegen seines gleichnamigen sozialen Netzwerks bekannt. Neben dem namensgebenden Onlineportal gehören auch die bei der jüngeren Zielgruppe beliebte Foto-App Instagram sowie der Chatdienst WhatsApp dazu. Dominierend ist aber immer noch das Stammportal mit seinen inzwischen insgesamt 2,6 Milliarden aktiven Nutzern pro Monat. Mit Instagram und WhatsApp kommt der Konzern auf monatlich 3,14 Milliarden Nutzer. Zudem plant Facebook eine eigene digitale Währung. Allerdings stößt Libra in Europa auf Skepsis.

In den vergangenen Jahren ist Facebook dank der Werbeumsätze stark gewachsen. Zuletzt verlor das Wachstum aber an Tempo. Der Umsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um elf Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar (rund 15,8 Mrd Euro) zu. In den ersten Juli-Wochen habe es ein ähnliches Wachstum gegeben, teilte Facebook Ende Juli mit. Vor der Krise waren in Facebooks Geschäft Wachstumsraten von über 20 Prozent an der Tagesordnung.

Das soziale Netzwerk verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung - und in der Corona-Krise schalten vor allem viele kleine Unternehmen wie Cafés, Restaurants oder Handwerker weniger Anzeigen. Zugleich waren in den vergangenen Wochen auch viele große Werbekunden dem Aufruf gefolgt, bei Facebook keine Anzeigen zu schalten, um gegen die Verbreitung von Hassrede und falscher Informationen bei dem Online-Netzwerk zu protestieren. Im Juli folgten über 1000 Werbekunden - darunter Schwergewichte wie Coca-Cola und der Konsumgüterriese Unilever - dem Boykottaufruf von Bürgerrechtsgruppen und stoppten zeitweise Anzeigen bei Facebook.

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