Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein ESG-Portfolio aufzubauen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.11.2020, 07:00  |  256   |   |   

Die Finanzgemeinde war begeistert von den ESG-Fonds, die in den letzten Jahren ein überraschendes Maß an Stärke gezeigt haben. Und jetzt, wo ein designierter Präsident, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt, in den Startlöchern steht, könnte die Zeit reif sein, ein breiteres ESG-Portfolio aufzubauen – solange du die Risiken verstehst.

Ein glänzender ESG-Ausblick

Es ist noch nicht allzu lange her, dass du nicht die Möglichkeit hattest, ein gut diversifiziertes ESG-Portfolio aufzubauen. Vielleicht hast du aus Prinzip einen Fonds für saubere Energie gehalten, aber du musstest auch Positionen besitzen, die nach ESG-Faktoren schlechter bewertet wurden, nur um ein ausreichendes Maß an Diversifizierung zu haben.

Das ist heute nicht mehr so. Das Angebot von ESG-Fonds ist in den letzten Jahren dramatisch gewachsen, so dass es möglich ist, alle Kästchen bei der gewünschten Zuteilung deines Portfolios anzukreuzen – einschließlich der Schwellenmärkte, der internationalen entwickelten Märkte, der inländischen Large- und Midcaps, der Immobilien und der inländischen und internationalen festverzinsten Wertpapiere.

Und jetzt, wo der designierte Präsident Joe Biden auf dem Weg ins Weiße Haus ist, werden die ESG-Investitionen wahrscheinlich weiter florieren, da sie von einem günstigeren regulatorischen Umfeld profitieren werden. Als Ausgangspunkt wird erwartet, dass Biden sich dem Pariser Klimaabkommen wieder anschließt und Bundesinitiativen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen wieder aufgreift. Darüber hinaus werden Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris wahrscheinlich auch eine Politik verfolgen, die über das „E“ in ESG hinausgeht, eine Politik, die auch verantwortungsbewusste soziale Unternehmens- und Governance-Praktiken fördert.

Was als nächstes passiert

Während sich die Analysten weitgehend einig sind, dass ESG-Fonds unter einer Biden-Harris-Regierung gut abschneiden werden, stellt sich immer die Frage, was als nächstes passiert. Ja, Biden und Harris werden wahrscheinlich Regulationen erlassen, um Nachhaltigkeit zu unterstützen. Aber dieses Pendel könnte sehr wohl in vier oder acht Jahren wieder in die andere Richtung schwingen. Es könnte sogar durch die Hand von Donald Trump geschehen, von dem es heißt, dass er eine Kandidatur bei der Wahl 2024 in Betracht zieht.

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