METRO IM FOKUS Anleger halten in Pandemie Abstand

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.01.2021, 13:30  |  573   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Großhändler Metro hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. Einerseits sorgte die Corona-Pandemie für heftige Einbußen des stark auf die Gastronomie spezialisierten Konzerns. Andererseits hat Metro seine Wandlung zu einem sortenreinen Großhändler abgeschlossen, seine Verschuldung dadurch deutlich gesenkt und somit wieder Bewegungsfreiheit für das eigentliche Geschäft. Und dann ist da noch der neue Großaktionär Daniel Kretinsky. Investoren bleiben daher zunächst lieber an der Seitenlinie - die Aktie gehört zu den großen Verlierern 2020. Was bei Metro los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Das vergangene Geschäftsjahr war für die Metro in mehrfacher Hinsicht turbulent: Ein erster gescheiterter Übernahmeversuch durch den tschechischen Investor Daniel Kretinsky sorgte für Unruhe im Konzern, der sich mit einem neuen Großaktionär arrangieren musste. Einen zweiten Versuch startete Kretinsky im Herbst und sammelte weitere Aktien ein, womit er seinen Anteil auf gut 40 Prozent schraubte. Damit stehen sich nun zwei Aktionärsblöcke gegenüber: Neben Kretinsky die beiden Gesellschaften der Metro-Mitgründer Beisheim und Schmidt-Ruthenbeck, die zusammen auf gut 23 Prozent kommen. Welche Strategie Kretinsky für Metro im Sinn hat, bleibt dabei noch vage.

Dazu kamen zunehmend operative Probleme durch die sich ausbreitende Corona-Pandemie. Insbesondere das dritte Geschäftsquartal, in das der erste flächendeckende Lockdown fiel, sorgte bei den Düsseldorfern für einen Schlag ins Kontor. Dabei konnten steigende Erlöse etwa mit selbstständigen Händlern die Einbußen aus der Gastronomie nur zum Teil auffangen. Umsatz und Ergebnis des Konzerns brachen daher im gesamten Geschäftsjahr (per 30. September) ein.

Die Pandemie wird Metro auch im neuen Geschäftsjahr belasten. Es dürfte weiter vor allem das Geschäft mit der Gastronomie treffen, die derzeit unter Schließungen in vielen europäischen Ländern leidet. Die Beschränkungen könnten dabei Metros Prognose zufolge bis in das zweite Quartal dauern. Doch danach rechnet der Großhändler mit einem Nachholeffekt - und einer schnellen Erholung von Gastronomie und Tourismus. Das zweite Halbjahr soll dann deutlich besser laufen. Insgesamt geht Metro für 2020/21 jedoch von weiteren Rückgängen bei Umsatz und operativem Ergebnis aus. Die größten Belastungen erwartet Metro dabei in Regionen mit hohem Gastronomieanteil, insbesondere in Westeuropa.


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