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UNIPER IM FOKUS Finnischer Großaktionär Fortum bringt sich in Stellung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.04.2021, 08:35  |  733   |   |   

ESSEN (dpa-AFX) - Der Schritt kam überraschend, vor allem weil es in den vergangenen Monaten danach aussah, als sei nach den anfänglichen Unstimmigkeiten ein wenig Ruhe bei Uniper eingekehrt. Doch jetzt hat der finnische Mehrheitseigner Fortum die Führung bei seiner Tochter ganz plötzlich ausgetauscht. Nicht jeder hält diesen Schritt für angemessen. Was bei Uniper los ist, was die Analysten sagen und wie die Aktie auf die neue Aufregung reagiert.

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Es wäre nicht das erste Mal, dass es Streitigkeiten zwischen dem Energieversorger Uniper und seinem Großaktionär Fortum gibt. Die Geschichte von Mutter und Tochter begann bereits holprig, Uniper hatte sich lange gegen eine Übernahme gewehrt. Doch dann sah es so aus, als hätten sich die Wogen etwas geglättet. Fortum gehören mittlerweile zwar rund 76 Prozent an Uniper, bisher haben die Finnen allerdings auf einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag inklusive Herausdrängen der Kleinanleger verzichtet.

Erst vergangene Woche kam der nächste Paukenschlag: Überraschend traten der bisherige Konzernchef Andreas Schierenbeck und Finanzchef Sascha Bibert von ihren Posten mit sofortiger Wirkung zurück - in bestem gegenseitigem Einvernehmen, heißt es vonseiten des Konzerns. Stattdessen platziert Fortum nun eigene Leute: Das Ruder übernimmt nun der bisherige Uniper-Aufsichtsratschef und Fortum-Verwaltungsratsmitglied Klaus-Dieter Maubach, neue Finanzchefin wird die Fortum-Managerin Tiina Tuomela. Maubachs Posten als Uniper-Chefkontrolleur übernimmt Fortum-Chef Markus Rauramo.

Den Grund für den Wechsel begründet Fortum so: Der Konzern strebe "eine tiefere Integration der Funktionen und Geschäftsbereiche" bei Uniper an. So könnten gemeinsame Vorteile schneller realisiert werden. Im gleichen Zuge bestätigte Fortum vergangene Woche, bis Ende des Jahres wie vereinbart auf einen Gewinnabführungsvertrag zu verzichten. Bereits vor Monaten hatten Analysten allerdings schon angedeutet, dass klar sei, in welche Richtung die Reise gehe. Nun wird Uniper mit dem Personalwechsel noch enger an den Mutterkonzern gebunden.

Dass es in letzter Zeit Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parteien gegeben habe, hatte Uniper zwar zuletzt bei der Vorlage der Jahreszahlen abgestritten. Allerdings hieß es damals, dass sich die beiden Konzerne beim Thema Dividendenpolitik in diesem Jahr noch nicht einig seien. Das hatte bei der Vorlage der Jahreszahlen Fragen aufgeworfen. Der Uniper-Vorstand entgegnete allerdings, es geben keinen Streit, vielmehr sprach das Management von einer "konstruktiven Zusammenarbeit" mit Fortum.


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