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Alle Jahre wieder - Sell in May and go away?

Gastautor: Robert Halver
28.04.2021, 09:54  |  5265   |   |   

Alle Jahre wieder - Sell in May and go away?

Vor allem seit März 2020 schlug der Doppelhammer aus hemmungsloser Finanz- und Geldpolitik jede ernste Aktienernüchterung k.o. Hinzu kommt die Vision eines Wirtschaftswachstums wie schon lange nicht mehr. Und selbst in Deutschland kommt die Impfdynamik in Schwung. Doch zeigte sich der DAX von dieser Inflation an guten Nachrichten zuletzt wenig beeindruckt. Ließe die Zukunftsphantasie für Aktien tatsächlich nach, gäbe es theoretisch klare Argumente für den berühmt-berüchtigten Mai-Effekt.

An der Börse jagte ein Top Act den nächsten

Eigentlich ertrinken die Aktienbörsen in positiven Nachrichten. Über üppigste Fiskalprogramme haben sich die Wachstumsaussichten weltweit rapide verbessert, insbesondere in der Industrie. Das unterstreicht ein Kupferpreis auf 10-Jahreshoch und die aktuelle Berichtsaison mit exzellenten Ausblicken. Zwar hat gerade der dritte, der Bundes-Lockdown angefangen. Doch auch bei uns wird immer mehr gepikst. Das ermöglicht im Sommer viele Wiedereröffnungen auch im zurzeit darbenden Dienstleistungssektor und bei Selbstständigen.

Da gleichzeitig die Notenbanken dem Zinssparen als Alternativanlageform die Existenzgrundlage entzogen haben, blicken Anleger eigentlich auf eine perfekte Aktien-Welt: Fundamental- und Liquiditätsdaten haussieren beide gleichzeitig.

Dennoch, wenn Börse Zukunft bezahlt und diese bereits in hohen Kursen eingepreist wäre, hätte der Mai-Effekt seine Berechtigung.

Die Aktienmärkte sind wie verwöhnte Kinder: Sie wollen immer noch mehr

Tatsächlich scheint man die Dynamik nur noch mit immer mehr positiv überraschenden Daten aufrechterhalten zu können. Wenn nicht, dann könnten schon kleine „Unterraschungen“, Enttäuschungen oder ein Kraftverlust der bisherigen Megathemen gerade in der Saure Gurken-Zeit saisonal eher schwächerer Umsätze negative Wirkung entfalten.

So befindet sich der ökonomische Überraschungsindex der Citigroup für die Weltwirtschaft, der Mitte 2020 fast senkrecht angesprungen ist, aktuell nur noch in einer Seitwärtsphase. Der deutsche Aktienmarkt, der vorher noch massiv beflügelt wurde, zeigt im Vorjahresvergleich jetzt weniger Schmackes.

Zwar läuft zurzeit eine durchaus üppige Dividendensaison. Doch mit jedem Ausschüttungstermin wird die Dividendenwiese weiter abgegrast.

Und dann wären da noch die Steuererhöhungspläne Joe Bidens. So etwas kennt man seit 1993 nicht mehr. Erhöhungen von Unternehmens- und Kapitalertragssteuern gießen grundsätzlich Wasser in den süßen Aktien-Wein, so wie umgekehrt die Steuersenkungen Trumps den Öchsle-Wert erhöhten.

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