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Inflation noch nicht vom Tisch US-Erzeugerpreise höher als erwartet: Wie reagieren die US-Aktienmärkte?

In den USA sind die Erzeugerpreise im November leicht gestiegen, aber stärker als erwartet. Die Produzenten hoben ihre Preise um 0,3 auf 7,4 Prozent an. Das dürfte in der Geldpolitik der Fed eine Rolle spielen.

Nach der Bekanntgabe von Preisdaten werden die US-Aktienmärkte am Freitag mit einer leichteren Eröffnung erwartet. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial rund 0,3 Prozent tiefer bei 33 684 Punkten. Vor der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise wurde der Leitindex noch moderat im Plus taxiert. Damit deutet sich für das Börsenbarometer ein Wochenverlust von gut zwei Prozent an. Der technologielastige Nasdaq 100 wird am Freitag ebenfalls rund 0,3 Prozent im Minus erwartet.

In den USA hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene weniger als erwartet abgeschwächt. Die Erzeugerpreise stiegen im November zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 7,2 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 8,1 Prozent gelegen. Die Daten könnten die Anleger an der Wirksamkeit der Zinserhöhungen der US-Notenbank zur Eindämmung der Inflation zweifeln lassen. Zudem sprechen sie nicht dafür, dass die Zinszügel in naher Zukunft weniger streng angezogen werden.

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Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Broadcom einen Blick wert sein, die sich vorbörslich zuletzt um 2,8 Prozent verteuerten. Der Halbleiterkonzern meldete ein starkes Ergebnis für das vierte Geschäftsquartal und erwartet für das laufende erste Geschäftsquartal einen Umsatz von 8,9 Milliarden Dollar, der über der Konsensschätzung liegt. Zudem wies Broadcom darauf hin, dass die Nachfrage von Unternehmenskunden und der Rechenzentrumsbranche weiterhin stark sei.

Die Papiere von Netflix gewannen vorbörslich 2,5 Prozent, nachdem die US-Bank Wells Fargo die Titel des Streaming-Dienstes von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 300 auf 400 US-Dollar angehoben hatte. Analyst Steven Cahall ist in seiner am Freitag vorliegenden Studie sehr optimistisch für 2023 und rechnet mit einer geringeren Abwanderungsquote von Kunden sowie stabileren Abonnentenzahlen.

Die Titel von Lululemon sackten nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen vorbörslich um 7,4 Prozent ab. Der Sport- und Yogabekleidungs-Hersteller hatte im abgelaufenen Geschäftsquartal zwar die Erwartungen für Umsatz und Ergebnis je Aktie übertroffen, doch blieb die Bruttomarge hinter der durchschnittlichen Analystenschätzung zurück.

Die Aktien von DocuSign schnellten im vorbörslichen Handel um mehr als 10 Prozent nach oben. Das auf elektronische Unterschriften spezialisierte Software-Unternehmen veröffentlichte für das dritte Geschäftsquartal einen bereinigten Gewinn je Aktie, der die durchschnittliche Analystenschätzung um fast das Vierfache übertraf.

(dpa-AFX)

 




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