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    Telekom, Adidas, Bayer und und  8705  0 Kommentare 16 x DAX-Konzerne, Walt Disney und die Frage: Ist die Jahresendrallye gestartet?

    Die DAX-Konzerne sind an der Reihe die gute Laune der Anleger weiter zu steigern. Gleich 16 Mitglieder der DAX-Familie berichten. Wer überzeugt und wer fällt bei den Anlegern durch? Wir blicken auf die neue Woche voraus!

    Für Sie zusammengefasst
    • Fed-Zinssenkung und schwache US-Arbeitsmarktdaten lassen Anleger aufatmen.
    • Geopolitische Spannungen könnten Kurse wieder fallen lassen, gute Quartalsberichte könnten jedoch die Stimmung heben.
    • In der kommenden Woche legen 15 DAX-Konzerne ihre Quartalsberichte vor. Jahresendrallye möglich.

    Dass die Fed die Leitzinsen nicht weiter erhöht hat und die US-Arbeitsmarktdaten schwächer als erwartet ausgefallen sind, hat die Anleger aufatmen lassen. Der DAX hat in den vergangenen fünf Handelstagen über 3 Prozent zugelegt. Noch besser sind die Märkte in Übersee gelaufen. Der Dow Jones und der S&P 500 haben jeweils um mehr als fünf Prozent zugelegt und die Technologiebörse Nasdaq hat sogar mehr als sechs Prozent oben drauf gepackt. Da dürfen sich Anleger schon die Frage stellen: War das der Startschuss für eine Jahresendrallye?

    Die Stimmung an den Märkten hat sich zwar deutlich aufgehellt, aber die geopolitischen Spannungen sind weiterhin vorhanden und könnten die Kurse jederzeit wieder fallen lassen. Sollte aber keine weitere Eskalation eintreten, könnten gute Quartalsberichte die Stimmung der Anleger weiter heben und die Kurse steigen lassen.

    In der kommenden Woche legen einige  DAX-Konzerne ihre Zahlen vor - 16 Quartalsberichte stehen an. Sie könnten den zurückgewonnenen Optimismus der Anleger weiter befeuern. Dann könnte aus der begonnenen Erholungsrallye tatsächlich eine Jahresendrallye werden.

    Montag geht es noch relativ ruhig zu. Mit Biontech und NXP Semiconductors stehen trotzdem zwei Unternehmen auf der Agenda, die Abstrahleffekte für ihre jeweiligen Branchen auslösen könnten, sollten die Zahlen nicht passen. Nachdem Pfizer bereits Mitte Oktober die Prognose gekürzt hatte, wurde auch bei Biontech mal nachgerechnet. Das Ergebnis: Für das dritte Quartal rechnen die Mainzer mit Abschreibungen von bis zu 900 Millionen Euro. Somit ist klar, dass auch Biontech unter der schwächeren Nachfrage des Corona-Impfstoffes leidet. Sollten die Zahlen keine weitere böse Überraschung beinhalten, dann könnte der Montag für die Impfstoffhersteller nicht allzu schlimm enden. 

    Bei NXP sieht die Sache um einiges freundlicher aus. Die Niederländer haben bereits im Vorquartal die Erwartungen der Analysten getoppt und zudem mit ihrem Ausblick auf das dritte Quartal die Schätzungen der Experten geschlagen. Damit dürften Halbleiter-Aktien wohl einen freundlichen Start in die neue Woche erleben.

    Die Zahlen von Biontech und NXP Semiconductors werden wir auch Montag um 14 Uhr in der wO Börsenlounge live auf unserem YouTube-Kanal einordnen.

    NXP Semiconductors

    -3,57 %
    -4,52 %
    -0,86 %
    +24,13 %
    +24,22 %
    +42,41 %
    +172,81 %
    +306,29 %
    +1.823,50 %
    ISIN:NL0009538784WKN:A1C5WJ

    Dienstag spielt die Musik eher in den hinteren Reihen. Aus dem DAX berichtet nur Daimler Truck. Bei dem LKW-Bauer dürften vor allen Dingen die Auftragsbücher eine große Rolle spielen. Aufgrund von Lieferketten-Problemen konnte Daimler Truck nicht jeden Auftrag annehmen. Sollte sich dieses Problem langsam auflösen, könnte es der Aktie wieder etwas besser gehen.

    Daimler Truck Holding

    -2,02 %
    -0,21 %
    +1,58 %
    -14,08 %
    +12,19 %
    +33,43 %
    +33,43 %
    +33,43 %
    +25,47 %
    ISIN:DE000DTR0CK8WKN:DTR0CK

    Neben Daimler Truck dürften Dienstag noch die Quartalsberichte von HochTief, Rational, Schaeffler und Manz im Fokus stehen.

    Hochtief

    +0,28 %
    -1,10 %
    +7,98 %
    +1,99 %
    +36,38 %
    +71,28 %
    +10,36 %
    +65,18 %
    +376,23 %
    ISIN:DE0006070006WKN:607000

    Mittwoch geht es dann richtig zur Sache. Mit Airbus, der Commerzbank, E.ON, der Munich Re, Bayer, der DHL-Group, Continental, Siemens Healthineers und Adidas sind gleich sieben DAX-Titel mit Zahlen an der Reihe. Damit Anleger nicht den Überblick verlieren, können sie die Zahlen von Adidas und der Munich Re ruhig etwas vernachlässigen. Beide Konzerne haben erst vor kurzem ihre Prognosen erhöht, sodass bei den Quartalszahlen schlechte Nachrichten so gut wie ausgeschlossen sind.

    Münchener Rück

    -2,61 %
    -3,80 %
    -4,01 %
    +7,93 %
    +31,49 %
    +98,53 %
    +95,05 %
    +176,46 %
    +1.191,47 %
    ISIN:DE0008430026WKN:843002

    Die Sorgenkinder am Mittwoch dürften Airbus und Bayer sein. Beim Flugzeugbauer aus dem DAX dürfte der Ausblick entscheidend sein. Airbus muss sich im vierten Quartal ganz schön strecken, um das ambitionierten Auslieferungsziel für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Sollte der Flugzeugbauer die Ziele etwas zurücknehmen, dürfte dies der Aktie allerdings auch nur kurzfristig einen Dämpfer verpassen.

    Bei Bayer sieht es da schon etwas anders aus. Seit dem ersten April ist Bill Anderson der neue Chef in Leverkusen. Veränderungen haben Anleger seitdem noch nicht feststellen können. Das Glyphosat-Problem schiebt Bayer weiterhin vor sich her wie unter Vorgänger Baumann und großartige Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns wurden auch noch nicht an die große Glocke gehangen. Das Ergebnis: Seit Bill Anderson im Amt ist, hat die Bayer-Aktie weiter kräftig an Boden verloren - rund 30 Prozent.

    Bayer

    -2,63 %
    -2,27 %
    +1,12 %
    +0,57 %
    -49,07 %
    -48,08 %
    -55,88 %
    -73,48 %
    +84,02 %
    ISIN:DE000BAY0017WKN:BAY001

    Die Zahlen allein dürften bei Bayer keine großartige Trendwende einleiten. Bill Anderson sollte die Chance nutzen und gleichzeitig seine Pläne mit Bayer präsentieren. Der Aktie fehlt deutlich mehr als nur ein wenig Fantasie.

    Bei E.ON und der Commerzbank dürften die Zahlen über den Erwartungen liegen. Bleibt noch Continental. Die Aktie ist zuletzt nicht so gut gelaufen. Sollte der Ausblick von Cheflenker Nikolai Setzer auch Fakten zum Verkauf von Teilen rund um den Bereich Autonomes Fahren beinhalten, dann könnte es mit der Aktie wieder aufwärts gehen.

    In den USA stehen am Abend noch die Zahlen von Kellog's, Under Armour und Walt Disney auf dem Programm. Beim größten Unterhaltungskonzern der Welt wird der Streamingdienst im Mittelpunkt stehen. Sehen wir hier eine deutliche Belebung, dann dürften wir diese auch in der Aktie sehen.

    Walt Disney

    -1,08 %
    -1,50 %
    -5,46 %
    -14,28 %
    +10,94 %
    -45,60 %
    -32,53 %
    +11,57 %
    +169,32 %
    ISIN:US2546871060WKN:855686

    Donnerstag ziehen die nächsten DAX-Konzerne nach - fünf an der Zahlen. Die Telekom, Merck, Hannover Rück, Henkel und Rheinmetall. Hier stehen eigentlich nur die Zahlen von Merck im Feuer.

    Konzernchefin Belen Garijo hatte bereits vor rund drei Monaten die Jahresziele gekappt und 2023 als Übergangsjahr bezeichnet. Im kommenden Jahr soll Merck dann wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Daher dürften die Zahlen zwar nicht berauschend sein und im Rahmen der gesenkten Erwartungen liegen. Sollte der Kurs negativ auf den Quartalsbericht reagieren, sehe ich das allerdings als eine Chance. Die Merck-Aktie hat in diesem Jahr nie so richtig einen Fuß auf den Boden bekommen. 2024 könnte dies jedoch der Fall sein.

    Merck

    -1,93 %
    -2,48 %
    -11,37 %
    +2,68 %
    +0,03 %
    -12,26 %
    +57,97 %
    +133,79 %
    +896,40 %
    ISIN:DE0006599905WKN:659990

    Donnerstag könnten die großen Kurssprünge in den hinteren Reihen stattfinden. Die Aktien von Delivery Hero, Verbio, SMA Solar und Hapag-Lloyd haben durchaus das Potenzial, nach ihren Zahlen zweistellige Kursreaktion auszulösen. Allerdings steht die Richtung dafür noch nicht fest.

    Nach dem Desaster bei SolarEdge ist auch die Aktie von SMA Solar weiter abgestraft worden. Sollte der deutsche Hersteller von Wechselrichtern ebenfalls einen mauen Ausblick auf das vierte Quartal abgeben, dann könnte die Talfahrt noch ein gutes Stück weiter gehen.

    Ähnliches gilt für Hapag-Lloyd. Nachdem bereits Møller Mærsk in der vergangenen Woche die Prognose gesenkt und von düsteren Zeiten gesprochen hatte, ging es über acht Prozent abwärts für die Aktie. Sollten die eigenen Zahlen ebenfalls nicht passen und die Prognose Geschichte sein, dann könnte das Papier mehr als nur acht Prozent verlieren. 

    Die Deutsche Bank hatte erst kürzlich die Aktie von Hapag-Lloyd auf "Verkaufen" gesenkt und das Kursziel bei 100 Euro festgesetzt. Diesem Ziel kommt die Aktie immer näher. Im Musterdepot der wO Börsenlounge bin ich schon seit Mitte Oktober auf der Short-Seite. Der Schein liegt mittlerweile über 30 Prozent im Plus. Passen die Zahlen nicht, dann dürfte es noch ein gutes Stück mehr werden.

    Hapag-Lloyd

    -2,55 %
    -5,79 %
    -14,29 %
    +3,57 %
    -36,66 %
    -16,09 %
    +316,60 %
    +646,66 %
    +646,76 %
    ISIN:DE000HLAG475WKN:HLAG47

    Der Freitag wird dann wieder etwas ruhiger. Mit den Zahlen von Richemont und der Allianz geht die turbulente Woche zu Ende. Unterm Strich dürften die Zahlen den DAX noch ein Stück antreiben. Der November könnte gut weitergehen und seinem Namen alle Ehre machen.

    Ich wünsche Ihnen eine ruhige Woche mit guten Kursen.

    Ihr Markus Weingran

    Áktienexperte der wallstreetONLINE Börsenlounge

    Tipp aus der Börsenlounge: Börsenexperte Stefan Klotter lüftet das Sektoren-Geheimnis auf das Aktien-Profis vertrauen. In den USA sind die Unternehmen der großen Indizes elf bestimmten Sektoren zugeordnet. Wer das Zusammenspiel dieser Bereiche kennt, kann zur richtigen Zeit in die richtigen Unternehmen investieren. Der Schlüssel zur Performance! Bestellen Sie sich den neuen Premium-Report mit ausgesuchten Trading-Werten von Chartspezialist Stefan Klotter!

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    Übrigens: Zum Musterdepot der Börsenlounge geht es hier lang!

     

     

     

     

     

     

     


    Markus Weingran
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    Markus Weingran arbeitet seit über 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte. Besonders geprägt hat ihn in seiner Laufbahn die  langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker: “Herr Bernecker versucht in jeder Börsenphase, das Beste für die Anleger rauszuholen”. Diese Einstellung hat er übernommen und gibt sein Wissen täglich an die Anleger weiter. 

    Seine Trading-Tipps finden Sie in dem täglichen You-Tube-Format "wallstreetONLINE Börsenlounge".

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    Verfasst von Markus Weingran
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