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    Aktien  345  0 Kommentare Bankaktien sind heikel

    Viele Bankaktien sind in den letzten Jahren abgestürzt und erscheinen billig. Auch die Dividendenrenditen sind häufig verlockend. Andererseits gab es auch nach der Finanzkrise 2008 immer wieder Unruhe in der Bankenwelt..

    „Billig“ kann daher ins Auge gehen. Aus verschiedenen Gründen sollte man, Bankaktien grundsätzlich eher meiden:

    1. Keiner versteht die Bankbilanzen wirklich
    Eine Grundregel für Anleger ist es, Unternehmen zu meiden, die schwer zu verstehen sind. Da sind Banken ja eigentlich nicht schwer zu erklären: Die Institute nehmen Geld von Einlegern an und zahlen dafür einen niedrigen Zinssatz. Dann verleihen sie das Geld als Kredit zu einem höheren Zinssatz. Die Banken von heute sind aber weit von diesem einfachen Modell entfernt. Trotz der immer umfangreicheren Jahresberichte und der seitenlangen Offenlegung von Derivatepositionen gibt es immer wieder Anzeichen dafür, dass selbst die Verantwortlichen der Banken im Dunkeln tappen, was in ihrem Institut eigentlich alles vor sich geht.

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    2. Alle sind gleich
    Geld wird oft als die ultimative Ware bezeichnet. Deshalb geben die Banken ein Vermögen aus, um sich zu differenzieren. Trotzdem sind laut Meinungsforschungsinstituten ein Großteil der Verbraucher der Ansicht, dass "alle Banken im Grunde gleich sind". In der kompetitiven Bankenwelt, in der es auch dank Internet immer einfacher wird, wegen ein paar Zinsen mehr sein Konto zu verschieben, erscheint es daher unwahrscheinlich, dass die Banken ihre Margen halten können.

    3. Ungeheure Hebelwirkungen
    Banken funktionieren nicht ohne eine große Hebelwirkung. Letztlich drehen sie mit einem relativ kleinem Einlagenbestand ein großes Rad, denn sie müssen einzelne Kredite und Investments häufig nur mit einem Bruchteil an Eigenkapital unterlegen. In guten Zeiten führt das zu überproportional hohen Gewinnen. In schlechten Zeiten aber wirkt der Hebel wie ein Bumerang und hat schon der ein oder anderen Bank das Genick gebrochen.

    4. Einsturzgefährdet
    Vertrauen ist das A und O bei Banken. Geht das Vertrauen in die Bank verloren, kann daraus ein Dominoeffekt entstehen: Ziehen die Kunden ihre Einlagen massenhaft ab (sogenannter „Bank-Run“) wird jede Bank in Schwierigkeiten geraten, denn die liquiden, sofort verfügbaren Mittel sind in den Instituten begrenzt. Dies hat nach dem Zusammenbruch der kleinen Silicon Valley Bank in USA auch die international aufgestellte Credit Suisse in den Abgrund gerissen. Wer also glaubt, größere Banken seien gegen solche Runs immun, hat die Finanzkrise von 2008 nicht verstanden.

    5. Feind der Öffentlichkeit
    Banken dienen gerne als Sündenbock. Vor allem, nachdem die Bankenwelt in der Finanzkrise durch Steuergelder gerettet werden musste, ist das Image der Unantastbarkeit bei den Banken dahin. Eine Verschärfung der Bankenregulierung würde keinem Politiker schaden. Zunehmende Reglementierung beschneidet jedoch die Banken in ihren Handlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden Banken auch immer wieder von Regierungen instrumentalisiert, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

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    Dr. Marc-Oliver Lux
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    Dr. Marc-Oliver Lux ist Mitgründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner in München, die seit über 20 Jahren Privatkunden und Unternehmer im deutschsprachigen Raum betreut. Spezialität des Hauses sind regelbasierte und prognosefreie Anlagekonzepte in Aktien und ETFs, die einfach nachvollziehbar und bestechend in ihrer Performance sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.LPVV.de.
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    Verfasst von Dr. Marc-Oliver Lux
    Aktien Bankaktien sind heikel Viele Bankaktien sind in den letzten Jahren abgestürzt und erscheinen billig. Auch die Dividendenrenditen sind häufig verlockend. Andererseits gab es auch nach der Finanzkrise 2008 immer wieder Unruhe in der Bankenwelt – man denke an die Regionalbankenkrise in USA Anfang dieses Jahres, die auch zum Zusammenbruch der Credit Suisse führte.

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