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    Lieber defensiv bleiben  12357  0 Kommentare JPMorgan-Analyst warnt: "Märkte sind zu selbstgefällig"

    Die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen haben sich in den vergangenen Monaten Stück für Stück zerschlagen. Den Aktienmärkten hat das bisher nichts anhaben können. Das könnte sich bald rächen, warnt JPMorgan.

    Für Sie zusammengefasst
    • Hoffnungen auf Zinssenkungen zerschlagen
    • Anleger zu sorglos trotz Problemen
    • JPMorgan warnt vor zu optimistischer Marktstimmung

    Ein starker US-Dollar, geopolitische Spannungen, hartnäckige Inflation und die weitere Unsicherheit um den Kurs der Fed: Angesichts der Fülle der Probleme, mit der sich die Märkte derzeit konfrontiert sehen, hat sich eine gewisse Sorglosigkeit bei Anlegern eingestellt, warnt Mislav Matejka, Analyst bei JPMorgan. Trotz der historisch geringen Volatilität und der engsten Kredit-Spreads seit 2007 sei die Marktstimmung zu optimistisch.

    "Die Bewertungsexpansion der vergangenen Monate, extrem niedrige Volatilität, die engsten Kreditspreads seit 2007 und die allgemeine Unfähigkeit der Marktteilnehmer zu Beginn des Jahres, mögliche negative Katalysatoren für Aktien zu erkennen, beginnen sich zu verschieben", schreibt Mateijka in einer Kundennotiz.

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    Er zeigt sich besorgt über die anhaltende Sorglosigkeit der Investoren hinsichtlich der Bewertungen. "Wir sind besorgt über die anhaltende Selbstgefälligkeit bei den Aktienbewertungen." Die Inflation bleibe unerwartet hoch und die Zentralbankpolitik könnte zu weiteren Zinserhöhungen führen, was die Märkte negativ beeinflussen könnte. Insbesondere die Gewinnaussichten für dieses Jahr könnten sich als zu optimistisch herausstellen. Zudem sei der Markt hoch konzentriert und anfällig für geopolitische Spannungen.

    Wird der starke Dollar zum Problem?

    Ein weiteres Warnsignal sei die Entwicklung des US-Dollars, der im Jahresverlauf aufgewertet wurde. Historisch gesehen führte eine starke US-Währung oft zu Problemen an den Aktienmärkten. Die bisherige Rallye der Aktien trotz eines stärkeren Dollars könnte bald ein Ende finden.

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    Die Lücke zwischen den Erwartungen an die Federal Reserve und der Entwicklung der Aktienmärkte sei ebenfalls besorgniserregend. "Im Oktober letzten Jahres, als der S&P 500 bei 4.200 Punkten stand, rechnete man mit einer Zinssenkung der Fed um 70-80 Basispunkte in diesem Jahr. Auf dem Höhepunkt im Januar stieg diese Erwartung auf bis zu 180 Basispunkte an. Heute werden mit 40 Basispunkten weniger eingepreist als im letzten Oktober. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dass ein Anstieg der Anleiherenditen vom aktuellen Niveau aus vom Aktienmarkt nicht gut aufgenommen wird", warnt Matejka.

    Defensive Sektoren jetzt im Vorteil?

    Insgesamt rät Matejka zu einer vorsichtigeren Handelsstrategie und empfiehlt, sich auf defensive Anlagen zu konzentrieren. Obwohl JPMorgan bislang auf Wachstumsaktien im Vergleich zu Value-Aktien setzt, könnten Growth-Titel langsam die Luft ausgehen. "Wir haben kürzlich argumentiert, dass defensive Werte wie Versorger selbst im Falle steigender Anleiherenditen anziehen dürften, da dies zu einem niedrigeren Beta-Handel führen könnte. Das Gesundheitswesen profitierte tendenziell vom stärkeren US-Dollar", so Matejka.

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonJulian Schick

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