ROUNDUP 2

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Pharmakonzerne müssen sich Zantac-Klagen stellen - Kursrutsch bei GSK

Für Sie zusammengefasst
  • Mehrere Pharmakonzerne vor Gericht wegen Krebsrisiken von Zantac in den USA.
  • GSK-Aktien verlieren 10%, Sanofi nur 0,6%, Pfizer 0,5%.
  • GSK könnte bis zu 5 Milliarden Dollar zahlen müssen, Entscheidung als schwerer Schlag.
ROUNDUP 2 - Pharmakonzerne müssen sich Zantac-Klagen stellen - Kursrutsch bei GSK

(neu: Stellungnahme Boehringer Ingelheim, Kurse)

WILMINGTON/BRENTFORD (dpa-AFX) - Mehrere große Pharmakonzerne müssen sich wegen möglicher Krebsrisiken des Medikaments Zantac in den USA vor Gericht verantworten. Etwa 75 000 Verbraucher haben dort Klage gegen die Unternehmen erhoben, die das Mittel gegen Sodbrennen einst hergestellt hatten. Betroffen sind Pfizer aus den USA, GSK aus Großbritannien, Sanofi aus Frankreich und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim aus Deutschland. Vor allem für die Aktien von GSK ging es nach den Neuigkeiten am Montag an der Börse deutlich abwärts.

In London verloren die GSK-Papiere zeitweise zehn Prozent an Wert. Am Nachmittag lagen sie noch mit rund neun Prozent im Minus. Die Aktien von Sanofi büßten in Paris zuletzt moderate 0,6 Prozent ein. Die Pfizer-Papiere verloren im vorbörslichen US-Handel rund ein halbes Prozent.

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Branchenexperte James Gordon von der US-Bank JPMorgan hält es nach der Gerichtsentscheidung für möglich, dass die Klagen vor allem GSK deutlich teurer zu stehen kommen könnten als bisher gedacht.

Von den 75 000 Klagen entfielen 72 000 auf den britischen Konzern, schrieb der Analyst am Morgen. Er selbst und andere Experten hätten das Risiko für den britischen Arzneihersteller bisher auf zwei bis drei Milliarden Dollar beziffert. Jetzt dürfte das Risiko nach Gordons Einschätzung mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit bei fünf Milliarden Dollar liegen.

Die Richterin des Berufungsgerichts im Bundesstaat Delaware hatte am Freitag nach US-Börsenschluss entschieden, dass sich die Kläger im Streit mit den Pharmakonzernen auf ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse berufen dürfen. Sie will, dass die wissenschaftlichen Argumente beider Seiten vor Gericht besprochen und von einer Jury verhandelt werden.

Die Entscheidung gilt als schwerer Schlag für die früheren Hersteller von Zantac. Diese wollten die Richterin Vivian Medinilla überzeugen, dass sie dem Beispiel eines Bundesrichters aus Florida folgt. Dieser hatte die Krebsnachweise im Jahr 2022 als unzuverlässig zurückgewiesen. Richter in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Illinois hatten hingegen einen Großteil derselben Beweise anerkannt.

GSK und Pfizer wollen sich gegen die Entscheidung des Gerichts in Delaware rechtlich wehren, wie sie am Samstag erklärten. Sanofi sieht sich mit etwa 25 000 Klagen in Delaware konfrontiert, hält sie nach eigenen Angaben aber nicht für prozesswürdig.

Boehringer Ingelheim äußerte sich am Montag "enttäuscht" über die Entscheidung des Gerichts. Der Konzern wolle alle verbleibenden Fälle energisch verteidigen. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Beweise lasse nur den Schluss zu, dass Zantac keine Art von Krebs verursache, erklärte ein Sprecher./stw/lew/jha/






dpa-AFX
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