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Mit Kuschel-Fleece Milliarden-Gewinne – das macht Uniqlo richtig
Starke Zahlen von der Modemarke Uniqlo. Ein kleiner Schatten liegt allerdings auf dem China-Geschäft.
- Uniqlo erzielt starken Gewinn, China schwächelt.
- Betriebsgewinn steigt um 7,4 % auf 157,6 Mrd. Yen.
- Expansion in Nordamerika, China-Wachstum verlangsamt.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Mit kuscheligem Fleece zum Erfolg. Fast Retailing, Betreiber der globalen Bekleidungskette Uniqlo, meldete am Donnerstag Ergebnisse für das erste Quartal, die leicht hinter den Prognosen der Analysten zurückblieben. Der Gewinnrückgang in China überschattete dabei die starken Umsätze auf dem Heimatmarkt in Japan.
Fast Retailing teilte mit, dass der Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf 157,6 Milliarden Yen (966,81 Millionen Euro) gestiegen sei. Damit lag das Ergebnis leicht unter der Konsensprognose der Analysten von 160 Milliarden Yen (982 Millionen Euro).
Fast Retailing hält Prognose für das Geschäftsjahr
Das Mode-Unternehmen bestätigte seine Prognose für den Betriebsgewinn des gesamten Geschäftsjahres in Höhe von 530 Milliarden Yen (3,255 Milliarden Euro) was das vierte Jahr in Folge mit Rekordeinnahmen bedeuten würde.
Bekannt für preiswerte, langlebige Fleeceprodukte und Baumwollhemden, gilt Fast Retailing seit langem als Indikator für die Konsumausgaben in Japan und in jüngerer Zeit auch in China, wo das Unternehmen mehr als 900 Uniqlo-Filialen auf dem Festland betreibt.
Schwächere Entwicklung in China
Das Umsatzwachstum in China hat sich jedoch verlangsamt, was das Unternehmen dazu veranlasste, die Eröffnung neuer Geschäfte zurückzufahren und eine "Scrap-and-Build"-Strategie einzuführen, um unterdurchschnittlich laufende Standorte mit neugestalteten Geschäften zu revitalisieren.








Verbesserte Gewinnspannen und ein gestiegenes internationales Markenbewusstsein trugen zu den Rekordergebnissen des Vorjahres bei. Dennoch bleibt das Unternehmen anfällig für Veränderungen beim Wetter und in Modetrends.
In Japan stiegen die Umsätze dank kaltem Wetter im Dezember, was die Nachfrage nach Thermokleidung erhöhte. In China hingegen führten ungewöhnlich warme Temperaturen zu stagnierenden Umsätzen im Oktober und November, so das Unternehmen.
Starke Ergebnisse in Nordamerika und Europa
Auch in Nordamerika und Europa erzielte Fast Retailing starke Ergebnisse. Dort verfolgt das Unternehmen eine aggressive Expansionsstrategie, um sein Ziel zu erreichen, die weltweit führende Bekleidungsmarke zu werden. Im Süden der USA eröffnete es allein im Oktober fünf Uniqlo-Filialen in Texas.
So sieht die Aktie aus
Mit einem monentanen KGV von 42 erscheint die Aktie fair bewertet. Ein Blick auf die vom Unternehmen bestätigten Gewinnprognosen lässt diesen aber bis 2027 auf rund 32 absinken. Wenn die Geschäfte weiter so gut laufen, sollten die Anteilsscheine von Fast Retailing noch Luft nach oben haben. Das nächste Kursziel liegt beim 10-Jahres-Hoch von 340,90 Euro, die am 11. Oktober 2024 schon einmal erreicht worden sind. Dies könnte ein weiteres Kaufsignal auslösen, wenn diese Marke durchbrochen wird.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
Die Fast Retailing Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,47 % und einem Kurs von 318,2EUR auf Tradegate (08. Januar 2025, 22:26 Uhr) gehandelt.
